Theorie

FAQ - Frequently Asked Questions

1. Wann spricht man von einem probabilistischen Expertensystem? 

  Ein Wissensbasiertes System heißt "probabilistisch", wenn das Domänenwissen zu einem speziellen Anwendungsgebiet neben der Formulierung von diskreten Merkmalen und ihren Realisationen zusätzlich durch eine Wahrscheinlichkeitsverteilung über dem gesamten Merkmalsraum repräsentiert wird. Stochastische Abhängigkeiten zwischen solchen Variablen werden im Allgemeinen durch Konditionale, umgangssprachlich auch Regeln, quantifiziert, die einen Prämissen- und einen Konklusionsteil besitzen. Fehlt die Prämisse, spricht man auch von einem Faktum. Ohne bereits Anforderungen an eine spezielle Syntax formuliert zu haben, geben wir folgendes Beispiel:
  1. Mit Wahrscheinlichkeit 0,8 ist das Testergebnis positive. (Faktum)
  2. Wenn das Testergebnis positiv ist, ist das Messgerät in Ordnung mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,9. (Regel)
Der Zustandraum der diskreten Variablen TESSTERGEBNIS und ZUSTAND_MESSGERAET wird bestimmt durch
{positiv, negativ} x {o.k., defekt}
In einem probabilistischen Umfeld wird durch die formulierten Konditionale eine geeignete Verteilung generiert. SPIRIT bietet genau diese Möglichkeit der effizienten Erzeugung solcher Wissensbasen auf Basis theoretisch fundierter Konzepte.

2. Worin liegen die Vorteile bei SPIRIT im Vergleich zu herkömmlichen Expertensystemen? 
3. Gibt es bereits praxistaugliche Anwendungen für SPIRIT? 
4. Wie baut man eigentlich eine Wissensbasis in SPIRIT auf? 
5. Was verfolgt man mit dem Ziel maximaler Entropie? 
6. Gibt es eine korrekte Repräsentation gegebener Information? 
7. Welche Syntax hat die Benutzersprache in SPIRIT? 
8. Welche Möglichkeiten der Darstellung in Graphen bietet SPIRIT? 
9. Wie erhält man allein aus Beobachtungen eine Wahrscheinlichkeitsverteilung? 
10. In welchem Format werden SPIRIT Wissensbasen gespeichert? 
11. In welcher Form müssen Daten für das Einlernen in SPIRIT aufbereitet werden?