Seminare

Hinweise für die Anfertigung einer Seminararbeit

Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Quantitative Methoden und Wirtschaftsmathematik sind einige Richtlinien erarbeitet worden, die bei der Anfertigung einer Seminararbeit zu beachten sind. Lesen Sie bitte sorgfältig

  1. Vorbemerkungen
  2. Allgemeines
  3. Inhaltsverzeichnis und Gliederung
  4. Quellenangaben
  5. Zitate
  6. Literaturverzeichnis
  7. Kurzfassung und Schlüsselwörter
  8. Abstract und Keywords

 

1. Vorbemerkungen

Diese Hinweise beziehen sich auf die formale Gestaltung einer Seminararbeit. Sie sind als Empfehlung zu verstehen, wobei der Autor bei mehreren Möglichkeiten diejenige Form wählen sollte, die ihm zweckmäßig erscheint. Die einmal gewählte Form muss dann aber für die gesamte Arbeit beibehalten werden.
 

2. Allgemeines


 

3. Inhaltsverzeichnis und Gliederung

Das Inhaltsverzeichnis sollte dekadisch gegliedert sein.
Beispiel für die Nummerierung der dekadischen Gliederung:
1.
1.1
1.1.1
1.1.2
1.2
2. usw.
Die Gliederung sollte folgerichtig aufgebaut sein. Punkte, die in der Gliederung auf der gleichen Stufe stehen, sollten inhaltlich und logisch den gleichen Rang einnehmen. Gliederungstechnisch nicht eingeordnete Textteile sind zu vermeiden.
Überschriften in Text und Inhaltsverzeichnis müssen exakt übereinstimmen. Überschriften einzelner Gliederungspunkte dürfen sich nicht mit dem Gesamtthema der Arbeit und nicht mit Überschriften von Unterpunkten decken.
Zweckmäßigerweise sollte die Arbeit mit einer kurzen Einleitung beginnen, aus der Problemstellung, Ziel der Arbeit, Begriffsbestimmung und methodischer Aufbau hervorgehen. Die letzten Gedanken der Arbeit sollten nicht schlicht mit dem Wort "Schluss" überschrieben werden; die Überschrift sollte erkennen lassen, ob der Verfasser eine Zusammenfassung seiner Ergebnisse, eine knappe Darstellung seiner Thesen oder einen Ausblick auf ungelöste Probleme beabsichtigt.
 

4. Quellenangaben

Wissenschaftliches Arbeiten ist u. a. dadurch gekennzeichnet, dass mit eindeutigen Quellenangaben gearbeitet wird. Dadurch wird es dem Leser ermöglicht, die Originalliteratur zu finden und somit die Herkunft aller wissenschaftlichen Aussagen überprüfen zu können, sofern sie nicht selbständig entwickeltes Gedankengut sind.
Als Form für Quellenangaben wird vorgeschlagen, Autorenname(n) und Erscheinungsjahr (letztes in Klammern) aufzuführen.
Beispiel:

A. Quellenangaben im Text
Bereits HADLEY (1962) beschäftigte sich mit ...
Nach COLLATZ/WETTERLING (1971, S. 14) gilt ...
B. Quellenangaben in der Fußnote
... Text ... 1
und als Fußnote:
1)  Vgl. COLLATZ/WETTERLING (1971, S. 19ff), HADLEY (1974, S. 175f).
C. Bei mehr als 2 Autorennamen
Statt: KARWAN/LOFTI/TELGEN/ZIONTS (1983)
kurz: KARWAN et al. (1983)
D. Bei Gleichheit von Autorenname(n) und Erscheinungsjahr
Hinzufügen von kleinen Buchstaben:
DANTZIG (1955a), DANTZIG (1955b), DANTZIG (1955c).

Alle im Text oder in Fußnoten vorkommenden Quellenhinweise sind ins Literaturverzeichnis aufzunehmen.
 

5. Zitate

Wörtlich übernommene Formulierungen (Zitate) werden in Anführungszeichen gesetzt. Zitate sind originalgetreu wiederzugeben, eventuelle Abweichungen sind genau zu kennzeichnen. Auslassungen werden durch drei Punkte (...) angezeigt; eigene Zusätze des Verfassers innerhalb des zitierten Textes werden geklammert [ ]; Zitate in einem Zitat werden am Anfang und Ende apostrophiert.
 

6. Literaturverzeichnis

In das Literaturverzeichnis sind ausschließlich solche Werke aufzunehmen, auf die der Verfasser zuvor (im Text oder in Fußnoten) verweist.
Das Literaturverzeichnis wird alphabetisch nach den Familiennamen der Verfasser geordnet. Hierbei ist anzugeben:

  1. bei Monographien und sonstigen Büchern:
    1. Familienname des Verfassers;
    2. voll ausgeschriebener oder abgekürzter Vorname des Verfassers;
    3. in Klammer (Hrsg.), sofern das Werk von dem Autor herausgegeben wurde;
    4. vollständiger Titel des Werkes, evtl. mit Titel der Schriftenreihe und Bandzahl, falls das Buch in einer Schriftenreihe erschienen ist;
    5. Auflage;
    6. Verlagsort (falls nicht vorhanden: o. O.);
    7. falls es sich um eine Dissertation handelt, ist vor e. das Wort "Diss." einzufügen. Ist die Dissertation in einem anderen Ort und/oder Jahr im Druck erschienen, muss dies zusätzlich vermerkt werden;
    8. Verlagsjahr (falls nicht vorhanden: o. J.);
  2. bei Zeitschriftenaufsätzen
    1. wie oben;
    2. wie oben;
    3. vollständiger Titel des Aufsatzes;
    4. nach c. das Wort "in:";
    5. vollständiger Name der Zeitschrift;
    6. Nummer des Jahrgangs oder Bandes;
    7. Erscheinungsjahr (in Klammern);
    8. Nummer des Heftes, wenn keine fortlaufende Numerierung des Jahrgangs/Bandes vorhanden;
    9. Seitenangaben
  3. bei Aufsätzen aus Sammelwerken, Festschriften usw.:
    1. wie oben;
    2. wie oben;
    3. vollständiger Titel des Aufsatzes/Artikels;
    4. nach c. das Wort "in:";
    5. vollständiger Titel des Sammelwerkes;
    6. Name des/der Herausgeber (entweder:..., hrsg. von ... oder Name [Hrsg.]);
    7. Seitenangaben.

Beachten Sie auch unser Beispiel-Literaturverzeichnis, in dem einige Monographien, Zeitschriftenartikel und Arbeitsberichte aufgeführt sind.
 

7. Kurzfassung & Schlüsselwörter

Die Kurzfassung soll bestehen aus:

Es hat sich eingebürgert, über die Kurzfassung hinaus fünf bis sieben zentrale Begriffe als Schlüsselwörter hinzuzufügen.
 

8. Abstract & Keywords

Da Publikationen in renomierten Zeitschriften heute fast ausschließlich in der internationalen Wissenschaftssprache Englisch erscheinen, ist die Übersetzung von Kurzfassung & Schlüsselwörtern eine gute Übung für Sie!
 

Beispiel zum Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis
DOMSCHKE, W. (1982): Logistik: Rundreisen und Touren, Band 2, Oldenbourg, München.
EBERHARD, U., Schneeweiß, Ch., Vaterrodt, H.-J. (1984): Tourenplanung für zwei Depots bei offenen Touren, OR Spektrum 6, 39 - 46.
INFORM (1981): INVENT: System zur Rationaliserung in der Inventur, Institut für Operations Research und Management GmbH Aachen, Aachen.
ISERMANN, H. (1977a): The relevance of duality in multiple objective linear programming, TIMS Studies in the Management Science 6, 241 - 262.
ISERMANN, H. (1977b): The enumeration of the set of all efficient solutions for a linear multiple + objective programm, Opertional Research Quarterly 28, 711 - 725.
RÖDDER, W., (1991): Kostenoptimale Prüfpläne bei Kapazitätsbeschränkungen, Diskussionsbeitrag Nr. 179, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, FernUniversität Hagen.
ZIMMERMANN, H.-J. (1971): Einführung in die Grundlagen des Operations Research, Moderne Industrie, München.