Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten
 
Hinweise zur Anfertigung einer Hausarbeit
als Leistungsnachweis im Haupt- oder Nebenfach Soziologie/Sozialwissenschaften

Die schriftliche Hausarbeit ist in der Regel eine Einzelarbeit, deren Bearbeitungszeit sechs Wochen beträgt. Der Textumfang sollte 12 maschinengeschriebene DIN-A4-Seiten (bzw. 15 Seiten im Hauptstudium des Hauptfachs Soziologie sowie im Fach Sozialwissenschaften) (vgl. Studienordnung) nicht übersteigen.


Gliederung dieser Hinweise

Anmeldung zur Hausarbeit
Allgemeine Anforderungen
Das Thema
Literaturauswahl
Gliederung
Die Einleitung
Der Hauptteil
Die Zusammenfassung
Hinweise zum Zitieren
Fußnoten
Literaturverzeichnis
Formale Gestaltung

 

Anmeldung zur Hausarbeit

In Absprache mit den beteiligten Lehrgebieten gelten für schriftliche Hausarbeiten folgende Verfahrensregeln:

  • Für Hausarbeiten gibt es derzeit keine Regeltermine wie bei Klausuren; d.h. Sie können eine Hausarbeit dann anmelden, wenn Sie absehen können, daß Sie demnächst Zeit für eine solche Arbeit haben werden.

  • Hausarbeiten sind grundsätzlich vor Vergabe des Themas hinsichtlich der inhaltlichen und zeitlichen Durchführung mit dem Prüfer Ihrer Wahl abzustimmen.

  • Dazu schicken Sie eine formlose Anmeldung an das Lehrgebiet, bei dem Sie die Hausarbeit schreiben wollen. Darin geben Sie (neben Adresse, Matrikelnummer, u.ä.) an,
    - welches Fach Sie studieren,
    - ob der Leistungsnachweis in Form der Hausarbeit für das Grund- oder Hauptstudium erbracht werden soll,
    - zu welchem Kurs und in welchem Bereich oder Teilgebiet der Leistungsnachweis erbracht werden soll,
    - zu welchem Termin Sie mit der Hausarbeit beginnen wollen.

Als Anlage zu Ihrer Anmeldung fügen Sie einen Themenvorschlag, eine knappe Gliederung (ca. eine Seite) und eine Liste der Literatur bei, die Sie zu dem von Ihnen gewählten Thema bearbeitet haben bzw. für die Hausarbeit noch bearbeiten wollen.

  • Die offizielle Bearbeitungszeit (sechs Wochen) beginnt, wenn Ihnen das endgültige Hausarbeitsthema von einem der Prüfer des zuständigen Lehrgebiets zugeschickt worden ist. Ist abzusehen, daß die Bearbeitungszeit wegen Krankheit o.a. Gründe nicht eingehalten werden kannn, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Prüfer.

  • Am Ende der Bearbeitungszeit senden Sie die Hausarbeit an Ihren Prüfer, der einen Kommentar erstellt, aus dem hervorgeht, ob Sie die Prüfung bestanden haben oder nicht.

  • Der Kommentar wird Ihnen zusammen mit dem Leistungsnachweis vom Lehrgebiet zugeschickt.

  • Ein als nicht bestanden bewerteter Leistungsnachweis kann beliebig oft wiederholt werden. Dabei ist es Ihnen freigestellt, ob Sie wieder eine Hausarbeit schreiben oder eine Klausur, ob Sie den gleichen Kurs oder einen anderen prüfungsrelevanten Kurs wählen.

Aufgrund bisheriger Erfahrungen empfehlen wir Studierenden im Grundstudium, sich erst zu einer Hausarbeit anzumelden, wenn Sie mindestens zwei Kurse in dem Bereich bearbeitet haben, in dem Sie die Hausarbeit schreiben wollen. Vor allem Studierende des Grundstudiums, die noch keine Erfahrung mit dem Schreiben von Hausarbeiten haben, wird empfohlen, sich bei der Themensuche, bei der Literaturauswahl und später bei der Ausarbeitung von einem Mentor des Faches beraten zu lassen. Verschiedentlich werden von den Mentoren auch Arbeitsgruppen zu einzelnen Kursen oder Gruppen von themenverwandten Kursen organisiert, bei denen Anregungen für Themen und Literatur gegeben werden. 


Allgemeine Anforderungen

Mit der Hausarbeit sollen Sie nachweisen, daß Sie in begrenzter Zeit und auf begrenztem Raum mit den Arbeitsmitteln Ihres Faches in der Lage sind, eine durch die Bearbeitung von Kursen vorbereitete Fragestellung in wissenschaftlicher Form anzugehen, ein Problem mit den geläufigen Methoden des Faches zu erkennen und Wege zu einer Lösung zu finden.

Die Hausarbeit dient als Nachweis Ihrer Fähigkeit, Fragestellungen, Methoden und den Forschungsstand zu einem eingegrenzten Thema sachlich und sprachlich in eigenständiger Form zu bearbeiten.

In der Regel handelt es sich bei den Hausarbeiten darum, sich ein Thema durch die Bearbeitung einschlägiger Literatur/Quellen auf der Grundlage eines oder mehrerer Kurse anzueignen. Die Beurteilung der Hausarbeit umfaßt neben der Prüfung der sachlich-argumentativen Stimmigkeit der Gliederung des Stoffes auch die Prüfung des Umgangs mit entsprechender Fachliteratur (z.B. richtiges Zitieren) sowie die Fähigkeit, Ergebnisse Ihrer Literaturstudien eigenständig zusammenzufassen. Im Bereich Methoden werden auch Hausarbeiten vergeben, in deren Rahmen Sie empirische Untersuchungen (bzw. Teile davon) durchführen. Dabei sollen Sie eine sachgemäße Auswahl und Anwendung von Erhebungs- und Auswertungsmethoden nachweisen. Die einzelnen Untersuchungsschritte sowie die Ergebnisse (incl. Schlußfolgerungen) sind in der Hausarbeit darzustellen.


Das Thema

Der erste Schritt zur Themenwahl ist i.d.R. die Entscheidung, zu welchem Kurs bzw. zu welchen prüfungsrelevanten Kursen Sie die Hausarbeit schreiben wollen. Lesen Sie diesen Kurs noch einmal daraufhin durch,

  • ob Fragestellungen offengeblieben sind,

  • welche Aspekte des Kursthemas gar nicht behandelt worden sind,

  • zu welchen Aspekten eine vertiefende Darstellung oder Auseinandersetzung möglich erscheint,

  • ob es neuere Untersuchungen bzw. Theorien oder aktuelle Entwicklungen zu dem Thema gibt,

  • ob sich unter einer bestimmten Fragestellung Wissenselemente des Kurses neu verknüpfen lassen.

Hat sich durch dieses Vorgehen noch kein interessantes Thema gefunden, sollten Sie die in den meisten Kursen angegebene vertiefende und/oder weiterführende Literatur zu Rate ziehen.

Bitte beachten Sie unbedingt schon bei der Auswahl Ihres Themas, daß Sie die Fragestellung so einschränken, daß sie in dem geplanten Umfang der Hausarbeit auch bearbeitet werden kann. Außerdem sollten Sie sicherstellen, daß Sie „Ihr Problem" oder „Ihre Fragen" hinreichend klar umrissen bzw. abgegrenzt, präzise formuliert und die verwendeten Begriffe eindeutig geklärt haben.


Literaturauswahl

Vor Anfertigung einer Hausarbeit stellt sich häufig das Problem, aus der Literatur sinnvoll auszuwählen.

Das Studienmaterial sollte Sie in die Lage versetzt haben, einschlägige weiterführende Literatur aufspüren zu können. Außerdem bieten Bibliographien, Rezensionen, Artikel in Fachlexika, Bibliothekskataloge u.a. weitere Hinweise auf geeignete Literatur (vgl. elektronische Literaturrecherche). Sollten Sie irgendwelche „Selektionsprobleme" haben, dann scheuen Sie sich bitte nicht, Ihre Mentoren oder uns im Arbeitsbereich um Rat zu fragen.


Gliederung

Haben Sie Ihr Thema in Grundzügen festgelegt, sich mit der in Frage kommenden Literatur (oder anderen Quellen) vertraut gemacht und die Zielsetzung Ihrer Arbeit abgespeckt, ist es nun Ihre Aufgabe, die durch das Literaturstudium gefundenen zu bearbeitenden Aspekte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

Formal sollte die Gliederung mit einer Dezimalklassifikation versehen sein, die Gliederung ist gleichzeitig das Inhaltsverzeichnis Ihrer Hausarbeit.

Nachdem Sie Themenvorschlag, Literatur und Gliederungsentwurf beim Antrag auf Zulassung zur Hausarbeit eingereicht haben, können Sie davon ausgehen, daß das die Hausarbeit betreuende Lehrgebiet sich schriftlich oder telefonisch an Sie wendet, wenn z.B. das Thema noch zu weit gefaßt ist, die Literaturliste ergänzungsbedürftig scheint oder die Gliederung noch einmal überarbeitet werden sollte. Eine derartige Beratungsphase sollten Sie übrigens bei der zeitlichen Planung für die Anfertigung Ihrer Hausarbeit berücksichtigen.


Die Einleitung

Die Einleitung hat folgende Funktionen:

  • sie muß das Thema möglichst genau definieren, d.h. die Fragestellung muß klar umrissen und die Zielsetzung der Arbeit benannt werden;

  • sie muß die Art der Bearbeitung erklären, z.B. spezielle Methoden;

  • sie muß den Aufbau der Arbeit kurz vorstellen, damit sich der Leser ein erstes allgemeines Bild machen kann;

  • gegebenenfalls muß sie eine Abgrenzung gegen andere mögliche Auffassungen vom Thema bzw. Herangehensweise an das Thema leisten.


Der Hauptteil

Über den Hauptteil lassen sich nur wenige allgemeine Aussagen treffen, da es eine große Vielzahl von Fragestellungen und Zugangsweisen gibt. Das Ausgangsproblem stellt den „roten Faden" dar. Die Argumente, die entwickelt werden, müssen ihren Bezug zu diesem Problem stets erkennen lassen.

Die Entfaltung eines Argumentationsgangs setzt voraus, daß Sie die wichtigsten Informationen (Daten, Fakten, Untersuchungen) über den Problemgegenstand kennen. Die für den Argumentationszusammenhang wichtigen Informationen müssen in der Arbeit mitgeteilt werden, oder aber Sie machen deutlich, daß diese Kenntnisse beim Leser vorausgesetzt werden, indem Sie sich auf entsprechende Literaturverweise beschränken. Allerdings darf eine Arbeit nicht allein aus einer Aneinanderreihung von Fakten bestehen. Vielmehr muß sich stets eine argumentative Auseinandersetzung anschließen.

Fast zu jedem sozialwissenschaftlichen Problem gibt es unterschiedliche Sichtweisen, Positionen und theoretische Einordnungen. Derartige Positionen müssen bei der Hausarbeit berücksichtigt werden, wobei Sie sich entweder von Anfang an begründet auf eine einzige wissenschaftliche Position beziehen oder zu einem Problem eine begrenzte Zahl von Positionen darstellen, um sie gegeneinander abzuwägen. Diese Entscheidung zur Vorgehensweise sollte in der Einleitung bereits deutlich werden.

Bitte, denken Sie allerdings daran: Es können in einer Hausarbeit nie alle Positionen behandelt werden. Wichtig ist deshalb eine gezielte und begründete Auswahl. Es ist aber auf keinen Fall wissenschaftlich haltbar, so zu tun, als gäbe es zur Problemstellung Ihrer Arbeit nur eine einzige Position, auch wenn Sie selbst diese für noch so richtig halten. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist, daß Sie erkennen müssen, daß Ihr Alltagswissen zwar in der Regel dazu ausreicht, Ihre sozialen Probleme zu lösen, daß es jedoch bei der Analyse sozialwissenschaftlicher Probleme nicht ausreichend ist. Und beachten Sie bitte, daß Sie Ihre Alltagserfahrungen nicht mit den Ergebnissen empirischer Forschung verwechseln.

Wissenschaftliche Argumentationen sollten auch kritische Argumentationen sein, denn nicht alles, was Sie in der Literatur zum Thema finden, ist unbedingt „richtig". Sie müssen schon selbst darauf achten, inwieweit bei Untersuchungen, Konzepten oder Theorien Verkürzungen, Verschleierungen oder Fehlschlüsse zu entdecken sind. Kritische Argumentationen müssen allerdings begründet sein. Unterscheiden Sie dabei, auf welcher Ebene Sie Kritik üben wollen:

  • Gibt es innerhalb eines Konzeptes (Theorie, Ansatzes) interne Widersprüche?

  • Gibt es bei den Aussagen eines Konzeptes (Theorie, Ansatzes) Widersprüche zur Realität (d.h. zu den Ergebnissen empirischer Untersuchungen, zu Statistiken, Erfahrungsberichten, eigenen Erfahrungen u.ä.)?


Die Zusammenfassung

Die Zusammenfassung hat folgende Funktionen:

  • Die im Hauptteil gewonnenen Erkenntnisse über das Ausgangsproblem sollen noch einmal kurz und pointiert vor Augen geführt werden.

  • Weiterführende oder offengebliebene Fragen, die beim derzeitigen Forschungsstand nicht beantwortet werden können, sollen aufgezeigt werden.

  • Dem Verfasser wird Gelegenheit zu einer abschließenden persönlich-wertenden Stellungnahme gegeben, die zwar nicht streng argumentativ abgesichert sein muß, aber mit den Ergebnissen des Hauptteils in Einklang stehen muß.


Hinweise zum Zitieren

Es ist selbstverständlich, daß Sie beim Herausarbeiten der eigenen Position auf fremde Positionen aufbauen. Die Wissenschaft fängt mit Ihnen ja nicht von vorne an. Die Notwendigkeit der Begründung Ihrer Aussagen zwingt Sie geradezu, sich mit Forschungsergebnissen von Sozialwissenschaftlern zu beschäftigen. Sie brauchen sich auch nicht zu scheuen, „abzuschreiben". Ein „schweres Verbrechen" ist es allerdings, wenn Sie nicht kennzeichnen, daß Sie zitieren. Es muß klar erkennbar sein, ob eine eigene Position dargestellt oder eine fremde Position referiert wird. Aus der Anforderung der Überprüfbarkeit und der Kenntlichmachung fremder Positionen ergibt sich die Notwendigkeit des richtigen Zitierens.

Zitate sind, wie der Name schon sagt, wortgetreue Wiedergaben fremder Textstellen. Zitate gehören in Anführungszeichen! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Quelle des Zitats zu kennzeichnen. Folgende Methode setzt sich immer mehr durch: Hinter das Zitat setzen Sie in Klammern den Namen des Autors bzw. der Autoren, unmittelbar darauf folgt die Jahreszahl der zitierten Ausgabe, die Seitenzahl des Zitats wird mit „S." angegeben.

Beispiel: Und so wird man heute begründet feststellen können, „daß diese Art der Verwendung wissenschaftlicher Expertise, nämlich in Form von Sachargumenten, in kollektiven Argumentationsprozessen, die wirkungsvollste ist" (BECK/LAU 1983, S. 169).

Tritt der Name der zitierten Autoren unmittelbar vorher in Ihrem Text auf, so braucht dieser nicht mehr in die Klammer eingefügt werden.

Beispiel: Und ABELS weist deutlich darauf hin, daß er sich hier „mit der Schulklasse im amerikanischen Bildungssystem befaßt" (1981, S. 271).

Geht ein Zitat bis hinüber zur nächsten Seite des zitierten Werks, so markieren Sie dieses durch ein „f", das Sie hinter die Seitenzahl plazieren, auf der das Zitat beginnt.

Beispiel: ROLFF bedauert, „daß damit auch die makrosoziologische Perspektive aus den Augen" (1983, S. 202f.) verloren wird.

Falls Sie einen Teil aus dem Zitat herausnehmen, so kennzeichnen Sie die Lücke mit (...). Falls Sie dem Zitat etwas hinzufügen, um etwa den Bezug zu verdeutlichen, so müssen Sie auch das kenntlich machen.

Beispiel: ABELS weist darauf hin, „daß PARSONS sich (in seinem zugrundeliegenden erziehungssoziologischen Beitrag, d. Verf.) mit der Schulklasse (...) befaßt" (1981, S. 271).

Im Falle von nicht-wörtlichen oder indirekten Wiedergaben von Textstellen läuft die Sache im Prinzip genauso ab. Achten Sie hierbei jedoch darauf, daß Sie den Sinn nicht entstellen. Indirekte Wiedergaben von Textstellen dürfen nicht in Anführungszeichen stehen.

Beispiel: So weist auch ABELS (1981, S. 271) darauf hin, daß PARSONS hier die Schulklasse als Analyseeinheit wählte.

Hinweise auf weiterführende oder Ihre Aussage belegende Literatur können Sie problemlos im Text unterbringen. Stellen Sie hier bitte ein „vgl." für „vergleiche" voran.

Beispiel: So hat sich die Erziehungssoziologie besonders mit der Schule auseinandergesetzt (vgl. ROLFF 1967, ABELS 1971 , FEND 1980).

Mit Hilfe solcher Verweise machen Sie auch deutlich, daß Sie bereits über ein bestimmtes Wissen verfügen.

Die vorgestellte Zitationsweise ist eine unter anderen möglichen. Sollten Sie sich im Lauf Ihres Studiums eine andere angewöhnt haben, können Sie sie selbstverständlich anwenden.


Fußnoten

Hinweise, die nicht direkt in den Text passen oder ihn überfrachten würden, bringen Sie in „Anmerkungen" oder „Fußnoten" unter. Aber beachten Sie, daß Ihr Text auch ohne die Anmerkungen verständlich und stringent bleibt. In keinem Fall dürfen sie wichtiger sein als der Text selbst. Technisch machen Anmerkungen keine Probleme. Die Textstellen, auf die sich die Anmerkungen beziehen, markieren Sie fortlaufend mit hochgestellten Ziffern; die Anmerkungen selbst werden numeriert. Die Anmerkungen können entweder am Fuß der jeweiligen Seite stehen (darum Fußnoten) oder zusammengefaßt am Ende Ihrer Arbeit erscheinen.


Literaturverzeichnis

Am Ende einer jeden Arbeit befindet sich ein alphabetisch geordnetes Literaturverzeichnis. Da es bei einem solchen vor allem auf Vollständigkeit und Präzision ankommt, sind dabei bestimmte Richtlinien zu beachten, die von den verschiedenen Verfassern wissenschaftlicher Literatur unterschiedlich gehandhabt werden. Dennoch folgen sie alle einem Grundschema bibliographischer Angaben.

Das Literaturverzeichnis enthält alle Titel, aus denen Sie zitiert oder die Sie im Text erwähnt haben. Wenn Sie so zitiert haben wie hier vorgeschlagen, ist es zweckmäßig, hinter den Autorennamen gleich das Jahr der Veröffentlichung zu stellen. Die Aufsätze aus Sammelbänden und Zeitschriften kennzeichnen Sie bitte mit den Seitenzahlen.

Die Literaturliste zu unseren Zitierbeispielen würde dann so aussehen:

  • ABELS, H. (Hg.) (1971): Sozialisation in der Schule. Essen

  • ABELS, H. (1981): Die Schule als Feld soziologischer Forschung. In: Zwellmann, W. (Hg.): Handbuch Schule und Unterricht, Bd. 3. Düsseldorf, S. 268-290

  • BECK U./LAU, Chr. (1983): Bildungsforschung und Bildungspolitik – Öffentlichkeit als Adressat sozialwissenschaftlicher Forschung. In: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, 3. Jg., H. 2, S. 165-173

  • FEND, H. (1980): Theorie der Schule. München

  • ROLFF, H.G. (1983): Bildungspolitik und bildungssoziologische Forschung im Bereich Schule - Kulturelle Modernisierung im Klassenkonflikt. In: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, 3. Jg., H. 2, S. 201-212

In dieser Literaturliste finden Sie einige Abkürzungen. Das „Hg." bedeutet „Herausgeber"; das Buch ist also nicht von dem betreffenden Wissenschaftler geschrieben, sondern er stellt hier Beiträge verschiedener Kollegen zu einem Thema zusammen. Natürlich kann sich in einem solchen Sammelband auch ein Beitrag des Herausgebers befinden, das ist sogar die Regel.

Haben Sie Aufsätze verwendet, so ist anzugeben, woher diese stammen. Befindet sich ein Aufsatz in einer Zeitschrift, so ist anzuraten, die Heftnummer (H.) mit aufzuführen. Auch die Seitenangaben erleichtern dem interessierten Leser das Auffinden des entsprechenden Beitrages.

Ist ein Buch von mehr als drei Autoren geschrieben oder herausgegeben worden, so müssen Sie nicht jeden Namen aufführen. In solchen Fällen genügt der erste Name, hinter den Sie dann ein „u.a." oder ein „et al." (und andere) setzen.

Zitieren oder erwähnen Sie mehrere Beiträge eines Autoren, die alle im gleichen Jahr veröffentlicht worden sind, so können Sie diese durch kleine Buchstaben (a, b, c ...) hinter der Jahreszahl unterscheidbar machen.


Formale Gestaltung

Wir neigen nicht dazu, die Form einer Arbeit überzubewerten. Dennoch sind formale Anforderungen keine Schikane. Wie der Inhalt wissenschaftlicher Arbeiten, so sollte auch die Form klar und übersichtlich sein.

Die Hausarbeit muß in einer getippten Form bzw. als PC-Ausdruck in einfacher Ausfertigung abgegeben werden, anderthalbzeilig geschrieben. Überschriften u.ä. sollten durch Großbuchstaben oder Unterstreichungen hervorgehoben werden. Lassen Sie jeweils rechts auf der Seite einen ca. 6 cm breiten Korrekturrand frei.

Auf dem Titelblatt müssen neben der Angabe des Themas der Zweck der Arbeit (Leistungsnachweis im Grund- oder Hauptstudium des Haupt- oder Nebenfaches im Bereich/Teilgebiet...), die Adresse und Martrikelnummer des Verfassers und das Datum der Abgabe vermerkt sein.



FernUni Logo 29.09.04 , Redaktion