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Es ist selbstverständlich, daß Sie beim Herausarbeiten
der eigenen Position auf fremde Positionen aufbauen. Die Wissenschaft fängt mit Ihnen ja
nicht von vorne an. Die Notwendigkeit der Begründung Ihrer Aussagen zwingt Sie geradezu,
sich mit Forschungsergebnissen von Sozialwissenschaftlern zu beschäftigen. Sie brauchen
sich auch nicht zu scheuen, abzuschreiben". Ein schweres Verbrechen"
ist es allerdings, wenn Sie nicht kennzeichnen, daß Sie zitieren. Es muß klar erkennbar
sein, ob eine eigene Position dargestellt oder eine fremde Position referiert wird. Aus
der Anforderung der Überprüfbarkeit und der Kenntlichmachung fremder Positionen ergibt
sich die Notwendigkeit des richtigen Zitierens.
Zitate sind, wie der Name schon sagt, wortgetreue
Wiedergaben fremder Textstellen. Zitate gehören in Anführungszeichen! Es gibt
verschiedene Möglichkeiten, die Quelle des Zitats zu kennzeichnen. Folgende Methode setzt
sich immer mehr durch: Hinter das Zitat setzen Sie in Klammern den Namen des Autors bzw.
der Autoren, unmittelbar darauf folgt die Jahreszahl der zitierten Ausgabe, die Seitenzahl
des Zitats wird mit S." angegeben.
Beispiel: Und so wird man heute begründet feststellen können, daß
diese Art der Verwendung wissenschaftlicher Expertise, nämlich in Form von
Sachargumenten, in kollektiven Argumentationsprozessen, die wirkungsvollste ist"
(BECK/LAU 1983, S. 169).
Tritt der Name der zitierten Autoren unmittelbar vorher in
Ihrem Text auf, so braucht dieser nicht mehr in die Klammer eingefügt werden.
Beispiel: Und ABELS weist deutlich darauf hin, daß
er sich hier mit der Schulklasse im amerikanischen Bildungssystem befaßt"
(1981, S. 271).
Geht ein Zitat bis hinüber zur nächsten Seite des
zitierten Werks, so markieren Sie dieses durch ein f", das Sie hinter die
Seitenzahl plazieren, auf der das Zitat beginnt.
Beispiel: ROLFF bedauert, daß damit auch die
makrosoziologische Perspektive aus den Augen" (1983, S. 202f.) verloren wird.
Falls Sie einen Teil aus dem Zitat herausnehmen, so
kennzeichnen Sie die Lücke mit (...). Falls Sie dem Zitat etwas hinzufügen, um etwa den
Bezug zu verdeutlichen, so müssen Sie auch das kenntlich machen.
Beispiel: ABELS weist darauf hin, daß PARSONS
sich (in seinem zugrundeliegenden erziehungssoziologischen Beitrag, d. Verf.) mit der
Schulklasse (...) befaßt" (1981, S. 271).
Im Falle von nicht-wörtlichen oder indirekten Wiedergaben
von Textstellen läuft die Sache im Prinzip genauso ab. Achten Sie hierbei jedoch darauf,
daß Sie den Sinn nicht entstellen. Indirekte Wiedergaben von Textstellen dürfen nicht in
Anführungszeichen stehen.
Beispiel: So weist auch ABELS (1981, S. 271) darauf
hin, daß PARSONS hier die Schulklasse als Analyseeinheit wählte.
Hinweise auf weiterführende oder Ihre Aussage belegende
Literatur können Sie problemlos im Text unterbringen. Stellen Sie hier bitte ein
vgl." für vergleiche" voran.
Beispiel: So hat sich die Erziehungssoziologie
besonders mit der Schule auseinandergesetzt (vgl. ROLFF 1967, ABELS 1971 , FEND 1980).
Mit Hilfe solcher Verweise machen Sie auch deutlich, daß
Sie bereits über ein bestimmtes Wissen verfügen.
Die vorgestellte Zitationsweise ist eine unter anderen
möglichen. Sollten Sie sich im Lauf Ihres Studiums eine andere angewöhnt haben, können
Sie sie selbstverständlich anwenden.
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