Europäische Literatur der Neuzeit Zitieren und Angeben
von Literatur
Fußnoten
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Anmerkungen enthalten in der Regel Quellenangaben von wörtlichen oder sinngemäßen Zitaten, Hinweise auf weitere Literatur, Querverweise innerhalb der Arbeit, unter Umständen auch weiterführende Hinweise und Gedanken, die die Lektüre der Darstellung störend unterbrechen würden. Sie werden im Text durch eine hochgestellte Ziffer gekennzeichnet (bei Bezug auf ein Wort unmittelbar hinter diesem, bei Textbezug am Satzende nach dem Satzzeichen). Die Anmerkungen selbst werden als Fußnoten am Seitenende (nicht: Endnoten am Ende der Arbeit) eingefügt und für die komplette Arbeit, also nicht seitenweise, durchgezählt.

Für die Titelangabe von Primär- und Sekundärliteratur gelten die folgenden Regeln:

1) Bei der ersten Titelnennung wird zitiert wie im Literaturverzeichnis. Hinzu kommt die genaue Angabe der zitierten Seite

  • bei Titelnennungen von Monographien: xxxxx, S. y.,
    z. B.:

    1 Dieter Lamping, Das lyrische Gedicht. Definitionen zu Theorie und Geschichte der Gattung. Göttingen 1989, S. 24.

  • bei Titelnennungen von unselbständigen Publikationen (die also selbst schon Seitenzahlen angeben): xxxxx, S. yy-yy; hier: S. z.,
    z. B.:

    1 Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. In: R. M. R., Sämtliche Werke. Werkausgabe in zwölf Bänden. Hg. vom Rilke-Archiv. In Verbindung mit Ruth Sieber-Rilke besorgt durch Ernst Zinn. Frankfurt/Main 1976. Bd. 11, S. 709- 978; hier: S. 712.
  • 2) Bei weiteren Zitaten aus der gleichen Quelle im Laufe der Arbeit genügen dann der Verfassername, bei Verwechslungsgefahr: Verfassername + Kurztitel. Dieses Verfahren ist der Verwendung von Verfassername + Kürzel – etwa: "op. cit." (= opus citatum), "l. c." (= loco citato), "a.a.O." (= am angegebenen Ort) – in jedem Fall vorzuziehen, da es dem Leser Raten und Suchen erspart.

    3) Wird unmittelbar nacheinander aus der gleichen Quelle zitiert, so genügt ab der zweiten Nennung "ebd." (d. i.: ebenda; auch: "ibid." = ibidem) und Seitenangabe; bei gleicher Quelle und gleicher Seite genügt "ebd.",
    z. B.:

    1 Dieter Lamping, Das lyrische Gedicht. Definitionen zu Theorie und Geschichte der Gattung. Göttingen 1989, S. 24.
    [...]
    7 Lamping, Das lyrische Gedicht, S. 38.
    8 Ebd., S. 26.
    9 Ebd.

    4) Werden in der Arbeit eine oder mehrere Titelangaben – meist Primärliteratur – besonders häufig zitiert, so empfiehlt es sich, beim erstem Zitat in der zugehörigen Anmerkung nach den genauen bibliographischen Angaben ein sinnvolles Sigel einzuführen. Alle folgenden Quellenangaben – Sigel + Seitenangabe – stehen dann in runden Klammern unmittelbar nach dem Zitat im Text,
    z. B.:

    10 Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. In: R. M. R., Sämtliche Werke. Werkausgabe in zwölf Bänden. Hg. vom Rilke-Archiv. In Verbindung mit Ruth Sieber-Rilke besorgt durch Ernst Zinn. Frankfurt/Main 1976. Bd. 11, S. 709- 978; hier: S. 712. Im folgenden zitiert als: MLB.

    Und dann im Textteil:

    xxxxxxxx xxxx xxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxx xxxxxxxxx xxxxxxxxx xxxxxxxxxx "Ich habe etwas getan gegen die Furcht" (MLB 721). xxxxxxx xxxxxxxxx xxxxxxxxxx

    Bei einer größeren Anzahl von Siglen empfiehlt sich die Aufschlüsselung über ein der Arbeit angefügtes Abkürzungsverzeichnis.

    5) Für Zitate aus Wörterbüchern werden der Titelangabe Seitenzahl und das entsprechende Belegwort mit dem Zusatz "s. v." (= sub voce) oder "unter" hinzugefügt:

    11 Heinz Küpper, Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. Bd. VI: Jugend deutsch von A bis Z. Hamburg 1970, S. 210 s. v. ‘Mieze’.

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    09.12.99, Redaktion