Europäische Literatur der Neuzeit Zitieren und Angeben
von Literatur
Zitate
Zitate

Kürzere wörtliche Zitate stehen in doppelten Anführungszeichen unmittelbar im Text; doppelte Anführungszeichen innerhalb Zitat werden dann durch einfache ersetzt.

Längere Zitate werden – ohne Anführungszeichen (!) – als eigener, links eingerückter Absatzblock in kleinerer Schriftgröße vom übrigen Text abgesetzt.

Beim Zitieren gelten die folgenden Grundregeln:

1) Was sich eigentlich von selbst versteht: Alle Übernahmen – wörtliche wie sinngemäße – sind anzugeben!

2) Das Zitat muß genau sein, d. h. bis in Einzelheiten von Orthographie und Interpunktion mit der Vorlage übereinstimmen. Als einzige Veränderung bedarf allein eine etwaige grammatikalische Anpassung des Zitats an den neuen Satzkontext keiner Kennzeichnung.

3) Erläuternde Zusätze – z. B. Namensangaben zu einem Personalpronomen im Zitat – stehen in eckigen Klammern. Auslassungen sind mit [...] zu bezeichnen.

4) Auslassungszeichen am Anfang oder Ende eines Zitats (findet man mitunter bei Beginn mitten im Satz bzw. Zitatende vor dem Satzpunkt) sind alberne Philologenpedanterie und daher zu vermeiden (schließlich ist bei einem Zitat immer 'vorher' und 'nachher' etwas weggelassen!).

5) Hervorhebungen sind zu übernehmen; eigene Hervorhebungen müssen in der zugehörigen Anmerkung als solche kenntlich gemacht worden.

6) Zitate aus zweiter Hand (Nennung eines Beitrags, der in einem anderen Werk zitiert, doch selbst nicht eingesehen wurde) sollten vermieden werden. Blieb der betreffende Beitrag trotz aller zumutbaren Anstrengungen unzugänglich, muß das Zitat aus zweiter Hand als solches gekennzeichnet sein, z. B.:

11 Julius Hart, Triumph des Lebens. Florenz/Leipzig 1898, S. 220. Zitiert nach: Wolfgang Riedel, "Homo Natura". Literarische Anthropologie um 1900. Berlin, New York 1996, S.108.

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10.12.99, Redaktion