1837 -- Informationen + Regeln
18xx/PC V2.22g - Dirk Clemens - 2004-05-07
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Inhaltsverzeichnis
1. 1837 Österreich
Der Österreicher Leonhard Orgler hat eine neues Spiel auf privater Basis veröffentlicht, welches er als Bausatz verkauft: 1837 Österreich.Das Spiel hat viele Ähnlichkeiten zu 1835 Deutschland, wobei es 3 Preußen und 21 Vorpreußen gibt.
2. Auszug aus »Das kleine 1x8«
Das foldende Kapitel enthält einen Auszug aus »Das kleine 1x8«. »Das kleine 1x8« ist eine kurze Regelzusammenfassung verschiedener 18xx Varianten.
2.1 Regelinfo
Startkapital + Papierlimit Anzahl der Spieler 3 4 5 6 7 Startkapital 730 555 450 380 300 Papierlimit 28 21 17 14 12 Es gelten grundsätzlich gelten die Regeln von 1835 Deutschland. Die Geldmenge beträgt 14.268$.
Es findet keine OR statt, bevor das Startpaket I vollständig verkauft ist. Passen alle Spieler während des Verkaufs des Startpaketes I hintereinander, so wird der Preis der angebotenen Papiere um 10 K geringer bis zum minimalen Preis von 0 K, bei dem Kaufzwang existiert. Nach einem Kauf sind alle Papiere wieder zum Nennpreis erhältlich.
Das Startpaket II unterteilt sich in zwei Gruppen. Alle Papiere der ersten Gruppe sind nach dem vollständigen Verkauf des ersten Startpaketes verfügbar. Die Papiere des zweiten Startpaketes sind nach dem vollständigen Verkauf der ersten Gruppe verfügbar, wobei die 25% Anteile erst nach dem entsprechenden Direktor verkauft werden können.
Nur ein Kauf hält eine AR am Leben. Es können maximal zwei AG's denselben Startkurs besitzen. Eine AG wird nach den Verkauf von 50% aktiv. Die Gesellschaft erhält sofort ihr gesamtes Kapital ('Anzahl der verkaufbaren Aktien' * 'Kurs'). Spieler dürfen während der AR maximal 60% einer AG besitzen. Kursbewegungen sind in sechs Richtungen möglich. Ein Aktienverkauf drückt den Preis nur um eine Position nach unten. Im Pool dürfen sich maximal 50% einer Gesellschaft befinden. Die AG kassiert für Pool-Aktien.
Am Ende einer AR steigt der Kurs einer AG, wenn keine kaufbaren Aktien mehr verfügbar sind. Optionen, die noch nicht eingetauscht worden sind, verhindern diese Kurssteigerungen nicht und zählen auch nicht zum Direktorenanteil. Diese Kurssteigerungen sind nur nach der Inbetriebnahme der Gesellschaft möglich. Kleinbahnen können zu Beginn jeder AR und OR freiwillig getauscht werden, wenn die entprechende AG in Betrieb genommen wurde. Kohlebahnen müssen zu Beginn einer OR getauscht werden, wenn alle Aktien verkauft sind.
Die Südbahn #5 darf sich unmittelbar vor dem Legen ihres ersten Plättchens Mailand oder Venedig als Heimatbahnhof aussuchen. Ein Plättchen darf nur dann ersetzt werden, wenn ein Stück der neuen Strecke zu einer Route der Gesellschaft gehört oder der Wert einer erreichbaren Stadt erhöht wird. Für eine Pöppelstrecke ist auch das Wenden an Weichen erlaubt.
Pöppeln kostet 20 K pro Entfernung in Feldern für den ersten zusätzlichen Pöppel und 40 K für den zweiten.
Die Strecke Wien - Wien ist nicht möglich. Durch das braune Wien wird aus den drei k.k.-Bahnhöfen einer und die k.k.-Bahn hat zwei freie Pöppel zur Verfügung. Ebendso hat die Ungarische Bahn einen freien Pöppel nach dem Hochrüsten von Budapest zur Verfügung.
Ein AG kann 0%, 50% oder 100% auszahlen. Kleinbahnen zahlen immer 50% aus. Gesellschaften legen maximal ein Plättchen.
Freiwilliges Verschrotten von Loks ist während des Lokhandles möglich. Dabei fallen Kosten in Höhe des halben Nennwertes der zu verschrottenen Lok an. Das Loklimit der ungarischen Kleinbahnen beträgt immer zwei.
Das Spiel endet am Ende einer OR, wenn die Bank kein Geld mehr hat oder hatte.
2.2 Loks und Phasen
Neben den Standardloks 2, 3, 4 und 5 existieren noch die Loks 3+1, 4+1, 4+2, 5+2, 5+3 und 5+4. Diese N+M Loks dürfen neben den N beliebigen Bahnhöfen noch zusätzlich M kleine Bahnhöfe anfahren. Die Eilzüge 4E und 5E ignorieren kleine Bahnhöfe, müssen aber jeden großen Bahnhof anfahren.Es existieren die Güterzüge 1G, 2G, 3G und 4G. Die 1G ist sofort und die weiteren Loks nach dem Verkauf der ersten 3-er, 4-er und 5-er Lok alternativ verfügbar. Die 3G verschrottet die 1G und die 4G die 2G. Güterzüge müssen von einem Kohlebergwerk losfahren und können beliebig viele kleine Bahnhöfe mitnehmen. Kohlebergwerke werden immer zugunsten der Gesellschaftskasse berechnet. Andere Züge dürfen Kohlebergwerke nicht anfahren. Kohlebahnen dürfen nur Güterzüge besitzen.
Loks und Phasen Lok # Preis Limit #OR Farbe Bemerkungen 2 14x 90 K -/4/2/2 1 gelb sofort verfügbar; Loklimit: AG=4, KB=2 3 5x 180 K -/3/2/2 2 grün privater Lokhandel erlaubt; Loklimit AG=3; Bosnien und Gebirgsbahnen sind bebaubar 3+1 2x 280 K -/3/2/1 Loklimit: ung=2, süd,kk,kohle=1 4 4x 470 K 4/3/2/1 Südbahn aktiv; Italien gesperrt; Bozen grün; 2-er Lok wird verschrottet; Aktivierung k.k.-Bahn möglich 4E 1x 500 K Aktivierung Ungarische Bahn möglich 4+1 1x 530 K k.k.-Bahn aktiv 4+2 1x 560 K -- 5 2x 800 K 3/2/-/- 3 braun Gebirgsbahnen und Kohlebahnen schließen; Loklimit=3/2; 3-er Lok wird verschrottet; Ungarische Bahn aktiv 5E 1x 830 K 4/2/-/- -- 5+2 1x 860 K 3+1 Lok wird verschrottet 5+3 1x 900 K -- 5+4 1x 960 K -- 1G 10x 100 K sofort verfügbar 2G 6x 230 K nach dem Kauf der ersten 3-er Lok alternativ verfügbar 3G 2x 590 K nach dem Kauf der ersten 4-er Lok alternativ verfügbar; 1G wird verschrottet 4G 3x 1000 K nach dem Kauf der ersten 5-er Lok alternativ verfügbar; 2G wird verschrottet
2.3 Romoth Variante
Adam Romoth hat einige Regelmodifikationen vorgenommen, die die Bewertung der Kleinbahnen etwas fairer machen sollen. Hier sind nun die Regelmodifikationen und Erläuterungen von Adam:Regeländerungen
- Eine Kohlebahn wird nicht zwangsgetauscht, nachdem die zu gehörige Aktiengesellschaft ausverkauft wurde. (Ein freiwilliger Tausch ist nach wie vor möglich.)
- Der Startkurs der Südbahn beträgt 120, der Startkurs der Ungarn beträgt 142.
- Sollte nach einer Aktienrunde keine Aktie eine Firma im Bankpool oder im Initial Offering liegen, so steigt der Kurs in jedem Fall nach oben rechts. Sollten nach einer Aktienrunde maximal 10% einer Firma im Bankpool oder im Initial Offering liegen, so steigt der Kurs nach oben links.
- Die KuK2 kostet 120 Kronen, die Kosten für Feld G15, westlich von Wien betragen 30 Kronen.
Warum diese Variante
- In den Partien, die ich erlebt habe, zählt man die Summe der Staatsbahnen der Spieler zusammen und weiß damit bereits, wer für den Sieg in Frage kommt, nämlich nur jene Spieler die am meisten Staatsbahnaktien besitzen.
- Die drei Staatsbahnen (kuk, Süd und Ungarn) sind also extrem stark gegenüber den anderen Bahnen. Selten bis nie erreicht eine der anderen Bahnen auch nur annähernd das Kursniveau einer der Staatsbahnen.
- Der Spieler, der bei der Versteigerung des Startpakets mehrere Südbahnen abbekommt, hat einen erheblichen Vorteil gegenüber den Spielern, die nur Kohlebahnen erhalten. Ob man aber Südbahnaktien bekommt, ist zufällig, wenn diese zum vollen Preis gekauft werden.
- Deshalb werden in dieser Variante die Kohlebahnen relativ zu den Staatsbahnen aufgewertet.
2.4 Ergänzungen und Klarstellungen zu den Regeln
Im folgenden werden Ergänzungen und Klärungen zum Regelheft beschrieben, die durch einen Briefwechsel mit dem Autor geklärt worden sind:
- Jede Gesellschaft darf Güterzüge besitzen, auch mehr als einen.
- Das Loklimit der ungarischen Kleinbahnen beträgt immer zwei.
- Kleinbahnen können zu Beginn jeder AR und OR freiwillig getauscht werden, wenn die entprechende AG in Betrieb genommen wurde. Kohlebahnen müssen zu Beginn einer OR getauscht werden, wenn alle Aktien verkauft sind.
- Sobald der Direktor der U1 die Ungarische AG eröffnet hat kann jeder seine ungarischen Anteile tauschen. Auch der zweite 25% Anteil der U3 darf unabhängig vom Tausch des U3 Direktors eingetasucht werden.
- Am Ende einer AR steigt der Kurs einer AG, wenn keine kaufbaren Aktien mehr verfügbar sind. Optionen, die noch nicht eingetauscht worden sind, verhindern diese Kurssteigerungen nicht und zählen auch nicht zum Direktorenanteil. Diese Kurssteigerungen sind nur nach der Inbetriebnahme der Gesellschaft möglich.
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