Die Firmenphilosophie des IWW
Die Unternehmensphilosophie des IWW ist in zweifacher Weise durch einen pädagogischen Optimismus geprägt:
- Zum einen nämlich durch die Überzeugung, dass es möglich ist, auch anspruchsvolle wissenschaftliche Inhalte im Wege des Fernstudiums ebenso gut zu vermitteln wie mit traditionellen Formen der akademischen Lehre, und das Fernstudium für ein berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot somit die eindeutig überlegene Organisationsform darstellt.
- Und zum anderen durch die Überzeugung, dass der vermeintliche Widerspruch zwischen Theorie und Praxis -zumindest im Bereich der Betriebswirtschaftslehre- durch erfahrene akademische Lehrer, die ihr Fach in Tiefe und Breite beherrschen, überwunden werden kann.
Das Fernstudienkonzept des IWW entspricht den Grundsätzen und Erkenntnissen, die an der FernUniversität in Hagen, nicht zuletzt auch durch einige der im IWW vertretenen Professoren, entwickelt worden sind. In formaler Hinsicht besteht die wesentliche Qualität eines Fernstudienangebotes in der hohen zeitlichen und räumlichen Flexibilität, die es den Teilnehmern ermöglicht, das Studium weitgehend an die ganz individuellen Gegebenheiten anzupassen. Als Leitmedium verwendet das IWW genauso wie auch die FernUniversität nach wie vor gedrucktes Studienmaterial in Form von Studienbriefen. Im Vergleich zu vermeintlich „moderneren“ Formen des sogenannten E-learning spricht für dieses Medium neben der leichten Transportierbarkeit und der weitgehenden Unabhängigkeit von einer bestimmten technischen Umgebung insbesondere der wesentlich größere Studienkomfort bei der Lektüre dutzender von Seiten anspruchsvollen wissenschaftlichen Textes: Ob es um das Blättern zwischen Aufgabenstellungen und -lösungen geht, um das Markieren bestimmter Passagen, um eigene Berechnungen oder Lösungsskizzen neben einer Aufgabe, um das schnelle Nachlesen vorangegangener Textstellen - der klassische Studienbrief ist elektronisch aufbereiteten Texten in aller Regel deutlich überlegen. Aus mehrfachen Befragungen wissen wir, dass unsere Teilnehmer diese Einschätzung voll und ganz teilen.
Die volle Wirksamkeit kann ein Fernstudienangebot allerdings erst entfalten, wenn die Studienmaterialien auch in inhaltlicher und didaktischer Hinsicht fernstudiengerecht aufbereitet sind. Dazu zählen zahlreiche Elemente wie etwa die Voranstellung orientierender Lehrziele, ein übersichtliches Schriftbild und eine „sprechende“ Seitengestaltung, in den Studientext eingebettete Wiederholungen und Zusammenfassungen, an der richtigen Stelle platzierte Beispiele und Übungsaufgaben, erläuternde Tabellen und Grafiken oder den Studientexten beigefügte Einsendearbeiten als Mittel einer studienbegleitenden Fremdkontrolle. Alle Erfahrungen, die an der FernUniversität seit über dreißig Jahren gesammelt worden sind, zeigen, dass ein mit all diesen Elementen versehener Fernstudientext zu Studienergebnissen führt, die denen eines inhaltlichen vergleichbaren Vorlesungsprogramms herkömmlicher Form mindestens gleichkommen oder diese sogar übertreffen.
Das Fernstudienprogramm des IWW wird durch verschiedene Angebote einer studienbegleitenden Kommunikation sowohl der Teilnehmer untereinander als auch zwischen Studierenden und Professoren ergänzt. Hier entfalten die Möglichkeiten des netzgestützten Informationsaustausches ihre Nützlichkeit für das Fernstudium. Insbesondere durch Emails und das von dem IWW eingerichtete Diskussionsforum ist eine ständige Kommunikation sowohl über inhaltliche als auch organisatorische Fragen möglich. Hinzu kommt als zweites Element das Angebot einer Reihe von Präsenzveranstaltungen zu den einzelnen Fernstudienmodulen, die jeweils an Wochenenden stattfinden. Sie dienen der Vertiefung, Festigung und Übung des Gelernten.
Das IWW erhebt mit seinem Angebot den Anspruch, den vermeintlichen Widerspruch zwischen Theorie und Praxis zu überwinden. In einem Zwischenfeld zwischen akademischer Ausbildung und praktischer Anwendung findet man in der Betriebswirtschaftslehre eine Vielzahl auf den ersten Blick möglicherweise eingängiger, letztlich jedoch konzeptionell nicht haltbarer Patentrezepte. Das IWW-Programm verzichtet ganz bewusst auf diese Art vordergründiger Praxisrelevanz. Statt dessen zielen die Kurse in erster Linie darauf ab, die konzeptionellen Grundlagen verschiedener betriebswirtschaftlicher Methoden, Vorgehensweisen und Denkansätze zu vermitteln. Die Studierenden sollen dadurch in die Lage versetzt werden, in ihrer eigenen betrieblichen Umwelt konkret auftretende Fragen und Phänomene als spezifische Ausprägungen allgemeinerer Problemstrukturen zu identifizieren, um auf diese Weise die ökonomischen Konsequenzen ihres Handelns zu beurteilen und betriebswirtschaftliche Denkkonzepte auf praktische Probleme des eigenen beruflichen Umfeldes anzuwenden. Alle Erfahrungen, die die IWW-Professoren in ihrer Tätigkeit an der FernUniversität als auch in den zurückliegenden Durchgängen des Intensivkurses gesammelt haben, zeigen, dass dieses Ziel erreicht wird.



