M.A. Bildung und Medien: eEducation
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Didaktische Innovation: Kompetenzbasiertes Ausbildungsmodell

Im Studiengang „Bildung und Medien: eEducation“ werden in vielen Bereichen Elemente eines kompetenzbasierten Ausbildungsmodells verwendet. Unter dem schillernden Begriff der Kompetenz verstehen wir „Dispositionen selbstorganisierten Handelns“. Im Unterschied zum Konzept der Qualifikationen, die als Wissens- und Fertigkeitsdispositionen traditionell abgeprüft werden können, zeigen sich Kompetenzen in kreativen Leistungen. Während Qualifikationen auf Leistungsresultate gerichtet, d. h. sachverhaltsorientiert sind, beziehen sich Kompetenzen auf selbstorganisierte subjektorientierte „Aufführungen“ (Performance). Sie werden daher nicht in abtrennbaren und normierbaren Prüfungssituationen sichtbar, sondern finden ihren Niederschlag in selbstorganisierten, kreativen Schaustücken (Artefakte), die in geeigneter Form gesammelt und archiviert werden (ePortfolios).

Kompetenzen und Schwerpunkte im Curriculum:

Die von uns angesprochenen Kompetenzen sind breit angelegt. Wir haben die folgenden Kompetenzen und Schwerpunkte im Studiengang definiert und festgelegt:

Modulschwerpunkt:
Lehren und Lernen in der Wissensgesellschaft

Kompetenz: In forschungsbezogener Hinsicht erlernt die/der Studierende quantitative Primärstudien sowie Metaanalysen des Forschungsfeldes zu verstehen und zu beurteilen. Sie/er kann geeignete, domänenbezogene Fragestellung auf Einsteigerniveau metaanalytisch aufarbeiten und verschriftlichen. In berufspraktischer Hinsicht kann die/der Studierende Werkzeuge wie Portfolios, Wikis und Lerntagebücher in Ihrer Eignung für Lehr-Lern-Zwecke theoriegeleitet und praxiserfahren einschätzen.

Modulschwerpunkt:
(Bildungswissenschaftliche) Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr-Lernformen

Kompetenz: Der/die Studierende kennt die relevanten Theorien, Modelle und Begriffe in den Bereichen medienbasierte Kommunikation, Kooperation und Wirklichkeitskonstruktion mit dem Fokus auf den Medieneinsatz in Lehr-Lernprozessen. Er/Sie kann diese wiedergeben, erläutern, zueinander in Beziehung setzen und fachlich einordnen. Der/die Studierende ist imstande, medienbasierte Kommunikationsprozesse zu analysieren und die Auswirkungen unterschiedlicher Medien auf soziale Prozesse theoriegeleitet zu reflektieren und zu beurteilen. Er/Sie ist befähigt, ein Blended Learning-Konzept zu erstellen und die Wahl der eingesetzten Medien didaktisch zu begründen. Er/Sie kann ein Peer-Review in Form einer wissenschaftlichen Expertise durchführen. Er/Sie ist in der Lage, virtuelle Gruppenarbeitsprozesse zu organisieren und theoretisch fundiert zu gestalten. Er/Sie nutzt und gestaltet das Angebot verschiedener digitaler Medien zum Selbststudium sowie zur aktiven Teilnahme in OnlineLerngruppen und -Präsentationen; synchron und asynchron.

Modulschwerpunkt:
Entwicklung und Evaluation von digitalen Medien

Kompetenz: Der/Die Bildungswissenschaftler/in kann mediendidaktische Fragestellungen z. B. bei der Konzeption von Lernumgebungen als auch bildungstechnologische Fragestellungen beantworten und geeignete Lernwerkzeuge für bestimmte Situationen auswählen und einsetzen. Der/Die Bildungswissenschaftler/in kennt die Verfahrens-schritte und Einsatzmöglichkeiten einer standardisierten Fragebogenkonstruktion und kann diesen in Bezug auf die eingesetzten Lernwerkzeuge erstellen. Er/Sie ist in der Lage die Grenzen und Probleme bei der Fragebogenkonstruktion zu erkennen und umzusetzen.

Modulschwerpunkt:
Anwendungsbezogene Bildungsforschung

Kompetenz: Der/die Bildungswissenschaftler/in soll nach dem Modul in der Lage sein, eigenständig empirische Forschungsprojekte durchzuführen.

Modulschwerpunkt:
Berufliches Lernen als Anwendungsfeld digitaler Medien

Kompetenz: Nach Abschluss des Moduls ist der/die Bildungswissenschaftler/in in der Lage, sich unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven des Einsatzes neuer Medien in der beruflichen Bildung zu erschließen. Er/Sie kann die Wechselwirkungen von Theorien und Modellen für die Praxis beruflichbetrieblicher Bildung erkennen und analysieren. Darauf aufbauend ist er/sie in der Lage, die erworbenen Kompetenzen zu transferieren und theoriebasierte Konzepte zum beruflichen Lernen zu entwickeln.

Modulschwerpunkt: 
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Kompetenz: Der/Die Bildungswissenschaftler/in kann reflektieren, was die gesellschaftliche Implikationen von der Nutzung digitaler Medien sind und wie damit umzugehen ist.