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Informationen über das Lehrgebiet Nachrichtentechnik Das Lehrgebiet Nachrichtentechnik wurde im Sommer 1987 neu besetzt. Die Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten liegen im Themenfeld "Digitaler Mobilfunk", das durch die erst seit wenigen Jahren in Betrieb gegangenen Mobilfunknetze nach dem GSM-Standard (Global System for Mobile Communications) einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist. Das Lehrgebiet Nachrichtentechnik
hat hieran einen besonderen Anteil. So wurde in Zusammenarbeit mit der
Deutschen Bundespost und der France Télécom der GSM-Standard
der internationalen Fachwelt (über 650 Teilnehmer aus 22 Ländern)
auf der Digital Cellular Radio Conference 1988 in Hagen erstmals vorgestellt.
Die nächste Aktivität war die Federführung des Hagener
Gutachtergremiums (zusammen mit Kollegen Kaderali und Walke) zur Bewertung
der Technischen Planung der Bewerber für das D2-Netz, aus der die
Mannesmann Mobilfunk GmbH bekanntlich als Sieger hervorgegangen ist. Die
Mitarbeit für das Bundesministerium für Post und Telekommunikation
als Vorsitzender der Kommission zur weiteren Lizenzierungspolitik im digitalen
zellularen Mobilfunk steht im engen Zusammenhang mit Lizenzierungen der
E-Plus Mobilfunk GmbH zum Aufbau und Betrieb des E1-Netzes und weiterer
Mobilfunkvorhaben der letzten Jahre. Die dabei gewonnenen Erfahrungen
kommen inzwischen auch den Studierenden des Wahlpflichtangebotes des Lehrgebietes
zu Gute. Eine weitere Folge: Das Lehrgebiet Nachrichtentechnik wird auch
zunehmend für Drittmittelgeber interessant. (Die bisher eingeworbene
Summe liegt bei über dreihunderttausend DM). Der Aufbau einer sogenannten
Hybrid-Simulationsanlage, bei der die Erzeugung und Aufnahme von Test-
und Meßsignalen in die Simulationen am Digitalrechner eingebunden
werden können, hat inzwischen einen hohen technischen Stand erreicht.
Bei ihrem Einsatz in der Praxis kam uns insbesondere die bestehende Kooperation
mit dem Institut für Nachrichtentechnik der Deutschen Forschungsanstalt
für Luft- und Raumfahrt (DLR Oberpfaffenhofen) zustatten, an dem
bisher auch zwei Mitarbeiter der FernUniversität für mehrere
Jahre tätig waren. Erfreulich sind die
Beiträge der Mitarbeiter an teilweise mitorganisierten internationalen
Konferenzen. Dank Spenden aus der Industrie konnten hier neben innereuropäische
Reisen auch die Teilnahme an Konferenzen in Übersee (USA, Australien,
Kanada) ermöglicht werden, um die eigenen wissenschaftlichen Arbeiten
fachkundiger Kritik zu stellen. Im Rahmen der Selbstverwaltung
der FernUniversität amtiert der Fachvertreter des Lehrgebietes Nachrichtentechnik
zur Zeit als Prodekan und Mitglied der Kommission für Planung und
Finanzen, nachdem er vorher viele Jahre als Vorsitzender des Prüfungsausschusses
des Fachbereiches Elektrotechnik tätig war. Die Arbeiten für
das Prüfungsamt mußten dabei durch Bereitstellung einer Mitarbeiterstelle
des Lehrgebietes unterstützt werden. Durch die Aufnahme
des Humboldt-Stipendiaten Dr. Wysocki am Lehrgebiet im Jahr 1993 wurden
Kontakte zur Edith
Cowan University in
Perth/Australien geknüpft. An deren angegliedertem Forschungsinstitut
für Telekommunikation (ATRI)
führt Dr.-Ing. Zepernick, der seine Promotion an diesem Lehrstuhl
abgeschlossen hat, seine Forschungsarbeiten fort. Das Lehrgebiet Nachrichtentechnik
beabsichtigt, folgende wissenschaftliche Schwerpunkte in Zukunft weiter
zu vertiefen:
last Update: Februar. 2004; MH
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