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Zentrales Institut für Fernstudienforschung
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03.01.2003

Ergebnisse der Befragung zur Evaluation des Anreizmodells für Forschung



Aus dem Haushalt der FernUniversität im Jahre 2001wurden zusätzlich zu den eingeworbenen Drittmitteln, Mittel aus dem sogenannten "Anreizmodell" für Forschung verteilt.Diese Mittel wurden ohne Auflagen anteilsmäßig zugewiesen.
Im Auftrag des Rektorates führte die Kommission eine Evaluation dieses Modells durch und hat den direkten Weg zu den Empfängern gewählt, um über die Bedeutung dieser Mittel direkte Auskünfte zu erhalten. Die Kommission hatte sich im Sommer 2002 mit diesem, bereits 1999 beschlossenen Anreizmodell befasst und konnte eine erneute Erhöhung der Mittel für Forschungsanreiz innerhalb der Hochschule zur Kenntnis nehmen. Gleichzeitig hatte die Komission vom Rektorat noch die Aufgabe, eine Evaluation des Modells durchzuführen. Der Entwurf zu dieser online Befragung wurde von der Kommission am 30.10.2002 beschlossen und vom Rektorat am 12.11.2002 genehmigt und am 10.12.2002 bestätigt.

"Anreizmodell"


Die Befragung wurde anonym ausgewertet.

Ergebnisse

Von den 42 in Frage kommenden Empfängern solcher Anreizmittel antworteten 13 Haben Sie aus diesen Mitteln zusätzliche Geräte beschafft?: ja = 3
Haben Sie zusätzliche Reisen daraus finanzieren können? ja = 6
Haben Sie Mittel daraus genommen, um neue Projekte vorzubereiten? ja = 5
Haben Sie die Mittel aus dem Anreizmodell zur Deckung weiterer Ausgaben innerhalb des Drittmittelprojektes verwendet? ja == 4
Haben Sie vor, künftige Anreizmittel genauso zu verwenden wie bisher? ja = 9
Rechnen Sie auch 2003 mit solchen Mitteln? ja = 9
Gegenwärtig werden die Mittel überwiegend linear verteilt, halten Sie dieses Vorgehen für angemessen? ja = 7
Haben Sie Vorschläge für eine andere, als die lineare Verteilung? ja = 4

offene Kommentare: Sieben der Antwortenden nutzten die Möglichkeit zu offenen Kommentaren:
  • Mittel ausschließlich für Vorbereitung neuer Projekte verteilen!
  • Das Modell sollte vielleicht stärker Personen berücksichtigen, die nur über Projektmittel verfügen und nicht zusätzlich permanente Sachmittel / Personalressourcen haben.
  • Die letzten beiden Fragen lassen mich vermuten, dass über nichtlineare Verteilungsschemata nachgedacht wird. Ich halte eine lineare Verteilung jedoch in jedem Fall für die gerechteste Lösung. Nichtlineare Schemata sind problematisch (s. deutsches Steuersystem).
  • Antragsverfahren, Vorbereitung von Drittmittelanträgen
  • Um diese Frage zu beantworten, fehlen mir Insider-Informationen über das Modell
  • Gewichtung zwischen Förderinstitutionen (zB plus für DFG o.ä. wissensch. Förderinstitutionen); Finanz. von Antragsvorbereitung
  • Der Umfang der mir zugegangenen Mittel war derart gering, daß sie den Namen "Anreiz" nicht verdienen. Für einen Antrag auf Drittmittel bieten solche Fördermittel keinen zusätzlichen Anreiz.

Auswertung

Eine differenzierte Auswertung verbietet sich allein schon aus Gründen der Einfachheit des Befragungsinstrumentes: Es waren nur Möglichkeiten vorhanden "ja" anzukreuzen. Jedenfalls antwortet die Mehrzahl der Befragten, dass sie das System, wie es bisher praktiziert wurde, für angemessen hält. Ausdrücklich möchten die meisten solche Mittel wie bisher verwenden. Allerdings erscheint der Anteil an Empfängern, die mit solchen Mitteln "neue" Projekte vorbereiten möchten, recht klein. Interessant sind auch die Antworten , die in offener Form gegeben wurden: Hier schälen sich die beiden Positionen heraus, die die Forschungskommission bewogen hat, über das Anreizmodell nachzudenken: Einerseits die strikte Position, die mit Hinweis auf Steuergerechtigkeit, das lineare Verteilungsmodell befürwortet und andererseits die Position, die solche Mittel ihrem Namen entsprechend für wirklich neue Projektvorhaben zur Verfügung gestellt wissen will.