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Central Institute for Distance Education Research - FernUniversität in Hagenline
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26.04.2002

Lehre: Aspekte der Organisation qualitätsorientierten Fernstudiums

Fernstudium ist eine Organisationsform von Studium wo
Mit dieser Definition sind auch die einzelnen Bereiche der Organisation qualitätsorientierten Fernstudiums vorgegeben. "Lehrinhalte" sicherlich unter gesondertem Gesichtspunkt und der Anwendung von Kriterien, die auch für andere Organisationsformen des Hochschulstudiums gelten (wie die Eigenschaften und Erfahrung der "Lehrenden" )diskutiert werden. Hier geht es um Aspekte der Qualität von Vermittlung. In der FernUniversität hat sich dafür der Begriff des Betriebssystems eingebürgert. So muss man sicherlich die Qualität des Papiers genauso berücksichtigen wie das Druckbild, die eingestreuten Grafiken genauso wie die technische Qualität der Übermittlung von Inhalten von der Institution zum Lernenden. Sind die angebotenen browser verfügbar, lassen sich einzelne Seiten in allen beliebigen browsern auch darstellen und ausdrucken? Sind überhaupt kostengünstige Verbindungen, wenn über Netze gelernt werden soll , zur Verfügung oder wird hierdurch eine weitere Bildungsschranke aufgebaut? Gibt es funktionierende "hotlines"? Was sind die Zeiten, in denen Tutoren oder Berater zur Verfügung stehen?
Fachangebote der mentoriellen Betreuung in den Studienzentren: In welchem Studienzentrum werden welche fachmentoriellen Angebote gemacht? Wie eng ist der Kontakt zwischen Mentor und Lehrgebiet?
Wie lange Wartezeit kann man einem Studierenden zumuten, bis eine Reaktion der Institution auf eingeschickte Aufgaben kommt? Wie geht der einzelne Professor aus der Informatik mit dem Phänomen um, dass er regelmäßig e-mails bekommt, wo er dem Studierenden nochmal helfen soll, einen Drucker anzuschließen. Wie wird organisatorisch gewährleistet, dass Studierende auch in entlegeneren Gebieten die Möglichkeit bekommen, mit Anderen inhaltlich sich auszutauschen, oder Seminarveranstaltungen zum Kurs zu besuchen? Wieviel Reisetätigkeit ist den Mitarbeitern zumutbar? Wie dick ist der "Flaschenhals" der Prüfungen? Sind die Prüfungen ECTS-kompatibel? all diese Fragen müssen hier geklärt werden und sollen nach Möglichkeit zu Aussagen über Qualität führen. Und dabei geht es nicht nur um die phänomenologische Zuordnung, sondern insbesondere um eine möglichst operationalisierbare Bewertung dieses "Betriebssystems".