Rubriken

Benutzungsregelungen für Server- und Netzinfrastruktur

Illustration

Von der Kommission für das URZ am 19.09.1996 genehmigt.

Auf der Grundlage der Verwaltungs- und Benutzungsordnung für das Universitätsrechenzentrum (URZ) der FernUniversität vom 3. September 1985 wird die folgende Benutzungsregelung erlassen.

Sie soll die möglichst störungsfreie und ungehinderte Nutzung der Kommunikations- und Dateninfrastruktur der FernUniversität durch alle zugelassenen Nutzer und Nutzerinnen Gewähr leisten. Sie ist für alle Nutzer und Nutzerinnen des Datennetzes verbindlich und gilt unbeschadet der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften.

Zugang zum Hochschulnetz

Der Zugang zu den zentralen DV-Systemen, insbesondere auch zum Hochschulnetz FUNet der FernUniversität, kann durch den Anschluss benutzereigener Workstations und PCs an das Hochschulnetz, über externe Netzverbindungen (WiN, Dial-In-Schnittstellen) oder unmittelbar über Arbeitsplätze im Universitätsrechenzentrum erfolgen. Damit können sowohl die lokalen Ressourcen wie auch durch den Übergang ins Wissenschaftsnetz bzw. Internet externe Ressourcen erreicht werden.

Der Anschluss von Endgeräten an das Hochschulnetz erfolgt in Abstimmung mit dem Universitätsrechenzentrum als Betreiber des Netzes. Das Gleiche gilt für Änderungen. Die für die FernUniversität festgelegten Betriebsparameter (z. B. IP-Adressen) sind für den Anschluss des Gerätes am jeweiligen Anschlusspunkt verbindlich und dürfen von Nutzerseite nicht verändert werden. Wird der Netzbetrieb über einen Anschlusspunkt oder ein angeschlossenes Endgerät gefährdet, unzumutbar behindert oder gestört, so ist das URZ berechtigt, geeignete Auflagen zu machen oder den Anschluss bis zur Behebung der Störung zu deaktivieren.

Das URZ stellt Anwahlmöglichkeiten in das Hochschulnetz nach dem aktuellen Stand der Technik bereit. Für den Zugang über die dafür eingesetzten Dial-In-Server wird ein Account auf einem zentralen Server eingerichtet. Zusätzliche Einwählpunkte sind aus Gründen der Netzkonsistenz und Netzsicherheit nur auf Basis besonderer Absprachen mit dem URZ als Netzbetreiber zugelassen.

Zulassung von Benutzern und Benutzerinnen

Nach § 6 der Verwaltungs- und Benutzungsordnung für das Universitätsrechenzentrum ist den Mitgliedern und Angehörigen der FernUniversität zur Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung, Lehre und Studium die vorrangige Inanspruchnahme der DV-Kapazitäten des URZ's zu ermöglichen. Weitere speziell genannte Benutzergruppen sowie sonstige juristische und natürliche Personen können im Rahmen freier Kapazitäten in einer abgestuften Rangfolge ebenfalls zugelassen werden.

Die Zulassung von Benutzern und Benutzerinnen erfolgt in schriftlichem, zum Teil interaktiven Verfahren (s.u. Fernstudierende). Dabei werden die für die Identifizierung erforderlichen Parameter (z. B. Login-Name, Mail-Adresse) vergeben und Berechtigungen, insbesondere ein Anfangspaßwort, festgelegt. Die Informationen werden in einer beim URZ geführten Benutzerdatenbank verwaltet.

Die Zulassung erfolgt, sofern nichts anderes festgelegt ist, ausschließlich für Zwecke in Forschung, Lehre und Studium sowie für Aufgaben der Verwaltung und Fernstudienorganisation. Anderweitige Anwendungen erfordern gesonderte Vereinbarungen.

Für Fernstudierende werden Basisberechtigungen eingerichtet, die nach Selbsteintrag der erforderlichen Daten (Matrikelnummer, Name, Geburtsdatum) und Anerkennung dieser Benutzungsregelungen freigegeben werden. Die Nutzungsrechte beziehen sich insbesondere auf Netzdienste zur Unterstützung des Fernstudiums. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Studierende anderer Hochschulen, die ihren Wohnsitz in Hagen oder Umgebung haben, können ebenfalls Netzzugang erhalten, der jedoch auf die Kommunikation mit der eigenen Hochschule begrenzt werden kann.

Aufgaben und Pflichten der Benutzer und Benutzerinnen

Mit den vom URZ angebotenen DV-Ressourcen ist verantwortungsvoll umzugehen.Die Benutzer undBenutzerinnen verpflichten sich, auf Anforderung hin in Kooperation mit dem URZ ihreAktionen effizienter zu gestalten.

Die Bereitstellung von DV-Kapazitäten und die Teilnahme am Internet können nur dann ungestört erfolgen, wenn jeder Benutzer und jede Benutzerin durch sein/ihr Verhalten dazu beiträgt. Die Verhaltensregeln für das Netz sind in dem "Leitfaden zur verantwortungsvollen Nutzung des Wissenschaftsnetzes"1 festgelegt. Sie werden bei der Zulassung ausgehändigt. Die Benutzer und Benutzerinnenwerden auf deren Einhaltung verpflichtet. In die gleiche Richtung gehen die Auflagen, die die FernUniversität für ihre Benutzer und Benutzerinnen beim Abschluss des Vertrages über den Internet-Zugang mit dem DFN-Verein übernommen hat.2

Es muss vermieden werden, dass das FUNet ohne eine solche Selbstverpflichtung unautorisiert benutzt werden kann. Daher ist die Weitergabe von Login-IDs und Passwörtern generell verboten und ein Grund für einen Ausschluss von allen Berechtigungen.

Die Benutzer und Benutzerinnen verpflichten sich, sich vor der Nutzung von Software über die zugehörigen lizenzrechtlichen Bedingungen zu informieren und diese einzuhalten. Insbesondere ist das unautorisierte Kopieren von Software untersagt. Hinweise zur verantwortungsvollen Software-Nutzung enthält das Merkblatt "Software-Nutzung. Ein Leitfaden zu ethischen und rechtlichen Fragen der Software-Nutzung für Mitglieder von Institutionen in Forschung und Lehre.3

Bei der Benutzung des Netzes ist potenzieller Missbrauch durch Dritte grundsätzlich nicht auszuschließen. Sensitive, insbesondere personenbezogene Daten sollten daher nur in verschlüsselter Form übertragen werden. Die Nutzung von Sicherheitsmechanismen auf dem jeweiligen Stand der Technik ist für sensitive Daten verpflichtend und obliegt dem Anwender bzw. der Anwenderin.

In elektronische Mail wird grundsätzlich keine Einsicht genommen. Die Benutzer und Benutzerinnen erklären jedoch ihr Einverständnis damit, dass ausnahmsweise Kontrollen durchgeführt werden, wenn Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes oder dem Ansehen der FernUniversität schadendes Verbreiten von Informationen vorliegen. Über Netzdienste verbreitete Informationsangebote (z. B. Internet-Netnews) werden in der Regel nicht überprüft. Das URZ wird jedoch Informationsanbieter- und anbieterinnen ausschließen und Informationsangebote löschen, wenn bekannt wird, dass sie dem Ansehen der Hochschule schaden oder gesetzliche Bestimmungen verletzt werden. Zugehörige Maßnahmen des URZ’s erfolgen in Abstimmung mit dem/der Vorsitzenden der Kommission für das URZ.

WWW-Informationsangebote unterliegen den vom Rektorat beschlossenen diesbezüglichen Empfehlungen. Ein Angebot von Informationen im Internet (über eigene Homepages) kann nur erfolgen, wenn die Urheberschaft rechtlich verbindlich ersichtlich wird. Sie liegt bei der jeweiligen sachlich zuständigen Einrichtung bzw. außerhalb von solchen bei dem zugelassenen Benutzer bzw. derzugelassenen Benutzerin. Die Inhalte müssen einen Bezug zur FernUniversität und deren Aufgaben haben.

Aufgaben und Pflichten des Universitätsrechenzentrums

Das Universitätsrechenzentrum sorgt als Betreiber der zentralen Server- und Netzinfrastruktur für

  • einen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel angemessenen Ausbau der Hardware- und Software-Ausstattung;
  • einen dem Stand der Technik entsprechenden sicheren und möglichst unterbrechungsfreien Netzbetrieb sowie technische Vorkehrungen zur Sicherheit der Datenkommunikation im Hochschulnetz, z. B. durch Firewall-Systeme und Unterstützung kryptographischer Verfahren;
  • ständige Information über die DV-Ressourcen und die Bedingungen für ihre Nutzung;
  • die Erfüllung der Verpflichtungen aus Verträgen (insbesondere zum Netzanschluss in das Wissenschaftsnetz mit dem DFN-Verein, Lizenzverträge), soweit sie vom URZ in Vertretung für die Hochschule wahrzunehmen sind. Die den Benutzern und Benutzerinnen aus den Verträgen erwachsenden Verpflichtungen werden bekannt gemacht und weitergegeben.
  • Beratung und Schulung zu den eingesetzten Hardware- und Software-Systemen.

Der Netzverkehr wird nur aufgezeichnet, um technische oder statistische Daten zum Betrieb und Ausbau des Netzes zu erhalten. Eine inhaltliche Analyse der übertragenen Daten findet nur dann statt, wenn ein Verstoß gegen die Benutzungsregelung begründet vermutet wird; dies ist zu protokollieren.

Entgelte

Die Dienstleistungen des URZ’s sind nach §13 der Verwaltungs- und Benutzungsordnung für Mitglieder und Angehörige der FernUniversität in Wahrnehmung ihrer dienstlichen bzw. studiumsbezogenen Aufgaben unentgeltlich. Darüber hinaus sind sie zum Teil entgeltpflichtig. Die Entgelte sind gestaffelt. Die Entgeltregelung wird bei Bedarf überarbeitet.

Regelung von Konfliktfällen

Das URZ hat im Interesse aller Benutzer und Benutzerinnen dafür zu sorgen, dass die Benutzungsregelungen eingehalten werden. Jeder Missbrauch ist unverzüglich abzustellen.

Bei schwer wiegenden Verstößen kann der Leiter des URZ’s gegenüber Benutzern und Benutzerinnen eine Sperrung des Zugangs verfügen bzw. bei Störung des Netzbetriebes Beschränkungen des Netzzugangs für Verursacher und Verursacherinnen der Störung veranlassen.

Im Übrigen können Benutzer und Benutzerinnen, die auch nach Androhung von Maßnahmen nicht von schwer wiegenden Verstößen ablassen, nach § 10 der Verwaltungs- und Benutzungsordnung von der weiteren Nutzung des URZ’s ausgeschlossen werden.

Hinweise zum Datenschutz

Rechte und Pflichten gemäß Datenschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSG NW)

  1. Die von Ihnen in diesem Antrag getroffenen Angaben werden automatisiert verarbeitet. Dies ist erforderlich, um die Zugangsberechtigungen zu den DV-Anlagen des URZ’s und zum Hochschulnetz FUNet verwalten zu können. Eine regelmäßige Übermittlung der Daten an andere Stellen findet nicht statt.

    Die automatisierte Verarbeitung der Daten bedarf gemäß § 4 DSG NW Ihrer Zustimmung, die Sie mit Ihrer umseitigen Unterschrift erteilen.

    Bei Verweigerung der Unterschrift kann Ihnen eine Nutzungsberechtigung nicht eingeräumt werden.

    Ihre Rechte als Betroffene bzw. Betroffener regelt § 5 DSG NW.

  2. Beabsichtigen Sie, als Daten verarbeitende Stelle selbst personenbezogene Daten im Sinne des Gesetzes automatisiert zu verarbeiten, so beachten Sie insbesondere die Verpflichtung, Dateibeschreibungen schriftlich festzulegen (§ 8) und diese Beschreibungen dem Landesbeauftragten für den Datenschutz vorzulegen (§ 23).

    Datenverarbeitung für wissenschaftliche Zwecke regelt § 28 DSG NW.

    Das DSG NW kann während der Beratungszeiten in der Benutzerberatung des URZ’s oder beim Datenschutzbeauftragten der Hochschule eingesehen werden.



1 Faltblatt von ALWR und DFN-Verein; herausgegeben vom HRZ Dortmund, aktuelle Version 11/93

2 "Benutzungsordnung für das Zusammenwirken der Anwender der DFN-Kommunikationsdienste", beschlossen vom Vorstand des DFN-Vereins am 18.10.1994; einsehbar im URZ

3 Faltblatt des ALWR, herausgegeben vom HRZ Dortmund, aktuelle Version 4/93

Dezernat 3.3 03.07.2012
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, D-58084 Hagen, Telefon: +49 (2331) 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de