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...von Mutterschutz bis Elternzeit...

  • Was muss ich beachten, wenn ich schwanger bin?

  • Wie geht es nach dem Mutterschutz weiter?

  • Wann und wo beantrage ich Elternzeit und Elterngeld?

  • Welche finanziellen Hilfen stehen mir zu, wenn ich ein Kind?

  • Welche Leistungen erhalte ich von meinem Arbeitgeber/meiner Universität, welche vom Staat?

Alle wichtigen Informationen haben wir auf dieser Übersichtsseite für Sie zusammengetragen.


Schwangerschaft und Mutterschutz

Sie erwarten ein Kind?

Im Namen der FernUniversität möchten wir Sie dazu ganz herzlich beglückwünschen und wünschen Ihnen alles Gute für diese spannende und besondere Zeit!

Als Beschäftigte treten für Sie nun besondere Schutzrechte in Kraft. Um diese gewährleisten zu können ist es unbedingt notwendig, dass Sie das Personaldezernat rechtzeitig informieren. Sie kopieren einen Auszug aus Ihrem Mutterpaß und teilen schriftlich mit, dass Sie schwanger sind und wann voraussichtlich mit der Entbindung zu rechnen ist.

Gerne können Sie Ihre Personalsachbearbeiterin bzw. Ihren Sachbearbeiter in der Personalverwaltung anrufen. Hier werden Ihnen die nächsten Schritte erläutert.

Auch Ihrer Vorgesetzten bzw. Ihrem Vorgesetzten sollten Sie über Ihre Schwangerschaft informieren. Freuen Sie sich, dass Sie schwanger sind. Sie müssen sich hierfür nicht entschuldigen. Die FernUniversität ist eine familienfreundliche Universität auch für Ihre Beschäftigten!

Hier haben wir Ihnen nun eine erste Übersicht zu Mutterschutz und Elternzeit zusammengestellt:

Mutterschutz

Allg. Rahmenregelungen:

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Familienstand und Staatsangehörigkeit spielen bei der Anwendung keine Rolle. Für Beamtinnen gelten besondere Regelungen, die im Beamtenrecht festgelegt sind. Zwar besteht für eine Frau keine Verpflichtung, ihre Schwangerschaft dem Arbeitgeber mitzuteilen, dennoch ist es ratsam, dies zu tun, da nur so die Schutzbestimmungen vom Arbeitgeber eingehalten werden können. Meldung beim Arbeitgeber bedeutet im Hochschulbereich, dass die Schwangerschaft der/dem Vorgesetzten und der Personalabteilung der Zentralen Verwaltung der Universität mitgeteilt wird.

Kündigung: Die werdende Mutter steht unter Kündigungsschutz. Während der Schwangerschaft und in den ersten vier Monaten nach der Entbindung ist eine Kündigung durch den Arbeitgeber unzulässig. Jede Frau hat allerdings das Recht, während der Schwangerschaft und während der Schutzfrist nach der Entbindung ohne Einhaltung einer Frist bis zum Ende der Schutzfrist zu kündigen.

Schutzfrist: Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet acht Wochen, bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen danach. Ab sechs Wochen vor der Geburt ihres Kindes darf die werdende Mutter nur noch dann beschäftigt werden, wenn sie dies ausdrücklich wünscht. Sie kann diese Entscheidung jederzeit rückgängig machen. Während der Schutzfrist nach der Entbindung besteht für die Mutter ein absolutes Beschäftigungsverbot.

Verbotene Arbeiten: Werdende Mütter dürfen nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Tätigkeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen, Staub, Gasen oder Dämpfen, Hitze, Kälte oder Nässe, Erschütterungen oder Lärm ausgesetzt sind.

Stillende Mütter: Für stillende Mütter gelten im Wesentlichen die gleichen Arbeitsverbote wie für werdende Mütter. Außerdem kann eine stillende Mutter Stillpausen (mindestens zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal pro Tag eine Stunde bei einer Arbeitszeit von acht Stunden) beanspruchen.

Urlaub: Der Erholungsurlaub wird durch die Mutterschutzfristen und andere Beschäftigungsverbote nicht gekürzt.

Sicherung des Einkommens: Setzt eine Frau wegen eines Beschäftigungsverbots ganz oder teilweise mit der Arbeit aus oder muss sie die Tätigkeit bzw. die Lohngruppenart wechseln, braucht sie trotzdem keine finanziellen Nachteile zu befürchten. Sie erhält den entstandenen Verdienstausfall vom Arbeitgeber erstattet.

Weitere ausführliche Informationen zum Mutterschutz und Mutterschaftsgeld gibt es auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Merkblatt Mutterschutz Dezernat 3.1 • Tarifpersonal und nebenberuflich Beschäftigte

Ende Schutzfrist und Gewährung Elternzeit Dezernat 3.1 • Tarifpersonal und nebenberuflich Beschäftigte

Ihre Mitarbeiterin ist schwanger? Auch Sie können sich hier einen ersten Überblick über die Regelungen in diesem Fall verschaffen. Bitte treten Sie als Vorgesetzte wohlwollend und aufmunternd auf. Die FernUniversität unterstützt auch Sie z.B. durch den Mutterschutztopf.

weitere Links:

Mutterschutztopf

Seit 2001 gibt es an der FernUniversität den sogenannten "Mutterschutztopf " für den wissenschaftlichen Bereich zur Finanzierung von Mutterschaftsvertretungen in den Lehrgebieten.

Daraus werden Vertretungen für die Zeit der gesetzlichen Mutterschutzfrist von insgesamt 14 Wochen (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt) finanziert.

Seit 2013 wird eine 1 : 1 Vertretung finanziert. Das heißt: Wenn die sich im Mutterschutz befindende Frau beispielsweise eine halbe TV L-13 innehatte, werden auch Mittel in Höhe einer halben TV L-13 Stelle für die Vertretung bereit gestellt.

Die Mittel können nur personenbezogen für den Vertretungsfall im Mutterschutz eingesetzt werden. Lehrgebiete, in denen wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in Mutterschutz gehen, können direkt einen entsprechenden Beschäftigungsantrag (Einstellung oder Arbeitszeiterhöhung) - evtl. nach entsprechender Stellenausschreibung - an das Dezernat 3.1 stellen. Die entsprechenden Mittel für die Zeit der gesetzlichen Mutterschutzfrist werden dann durch die Hochschule bereit gestellt. Bei Fragen zur Finanzierung wenden Sie sich bitte an die Beschäftigten des Dez. 3.4 - Personalhaushalt; für Fragen zur Vertragsgestaltung stehen die Beschäftigten des Dez. 3.1 - Tarifpersonal und nebenberuflich Beschäftigte - zur Verfügung.

Elternzeit

Seit dem 01.01.2007 gilt das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit [externer Link]).

Die Neuregelungen zur Elternzeit gelten auch für Eltern, deren Kinder vor diesem Tag geboren wurden oder sich bereits in Elternzeit befinden.

Das Recht auf Elternzeit haben Väter und Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, egal ob es sich um Voll- oder Teilzeitbeschäftigung handelt. Befristete Arbeitsverträge verlängern sich nicht automatisch durch die Inanspruchnahme von Elternzeit.

Grundlegendes:

  • Beide Elternteile können gemeinsam bis zu 3 Jahren Elternzeit nehmen
  • Der Anspruch besteht bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes. Abhängig von der Zustimmung des Arbeitgebers, kann das letzte Jahr Elternzeit bis zum vollendeten 8. Lebensjahr des Kindes beansprucht werden.
  • Die Elternzeit muss spätestens 7 Wochen vor Beginn schriftlich beim Arbeitgeber beantragt werden.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ [externer Link]).

Studierende, die zusätzlich zu ihrem Studium in einem Arbeitsverhältnis stehen, können ebenso wie alle anderen Erwerbstätigen die Elternzeit für ihr Beschäftigungsverhältnis in Anspruch nehmen. Die Voraussetzungen sind:

  • sie leben mit einem Kind in einem Haushalt
  • betreuen und erziehen es überwiegend selbst
  • arbeiten während der Elternzeit maximal 30 Wochenstunden

Elternzeit für Großeltern jedoch kein Elterngeld! (Änderung zum 01.01.2009)

Ab sofort haben auch Großeltern Anspruch auf Elternzeit.
Voraussetzungen:

  • Das Kind lebt mit den Großeltern in einem Haushalt und
  • Ein Elternteil des Kindes ist minderjährig oder
  • ist bereits volljährig, befindet sich aber in einer Schulischen Ausbildung.

Mehr zum Änderungsgesetz [externer Link].

Broschüre des BMFSFJ: Elterngeld und Elternzeit [externer Link, pdf].

Elterngeld

Es soll nach einer Übergangsphase das Erziehungsgeld vollständig ersetzen.

Für 12 Monate werden 67 Prozent des vorjährigen Netto-Gehalts, maximal jedoch 1.800 € gezahlt. Als pauschale Mindestsumme werden 300 € Elterngeld je Kind z. B. für Studierende gewährt.

Weitere ausführliche Informationen gibt es auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ [externer Link]), auf dem Portal zum Elterngeld [externer Link],

oder beim Landesversorgungsamt [externer Link].

Die Höhe des Elterngeldes kann vorab mit Elterngeldrechner [externer Link] ermittelt werden.

Hier finden sie die Antragsformulare [externer Link].

Broschüren des BMFSFJ:

Elterngeld bei Studierenden

Das neue Elterngeld wird in Bezug auf Studierende vom Deutschen Studentenwerk (DSW) kritisiert.

Durch die Einführung des Elterngeldes entsteht im Vergleich zum Erziehungsgeld ein Nachteil von insgesamt 3000 Euro, da das Elterngeld in gleicher Höhe (300 €) aber nur für einen Zeitraum von maximal 14 Monaten (statt 24 Monate) gewährt wird.

Änderungen in 2009

  • Möglichkeit zur einmaligen Änderung der Bezugszeit.
  • Mindestbezugszeit auf zwei Monate vereinheitlicht.

Mehr zum Änderungsgesetz [externer Link].

in Arbeit 01.04.2015
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