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Arztbesuche, Krankheit, Wiedereingliederung

Arztbesuche

Arztbesuche sind Ihre private Angelegenheit und deshalb außerhalb der Arbeitszeit zu legen. In Sonderfällen kann ein Arztbesuch aus medizinischen Gründen während der Arbeitszeit notwendig sein. Dies sprechen Sie mit Ihrem/Ihrer Vorgesetzen ab und begründen die erforderliche Freistellung.

Krankheit

Jede Krankheit müssen Sie dem Beschäftigungsbereich unverzüglich zu Beschäftigungsbeginn (telefonisch, per E-Mail) anzeigen. Der jeweilige Bereich füllt den internen Meldebogen aus und druckt ihn auf gelbes Papier. Der „gelbe Schein“ wird dann vom Bereich an die Personalverwaltung geschickt.

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. ein entsprechendes Attest wird nach dem 3. Kalendertag der Krankheit (nicht Arbeitstag) benötigt und sollte möglichst über den Beschäftigungsbereich an die Personalverwaltung geschickt werden. Bitte beachten Sie dabei auch, dass im Falle einer weiter andauernden Erkrankung, welche über das bescheinigte Datum der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. des entsprechenden ärztlichen Attests hinaus geht, in jedem Fall ein neue/weiterführende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. ein entsprechendes Attest eines behandelnden Arztes benötigt wird (§ 5 Entgeltfortzahlungsgesetz).

In jedem Fall ist der Beschäftigungsbereich unverzüglich über eine neue / weiterführende Arbeitsunfähigkeit telefonisch oder per E-Mail zu informieren.

Eine interne Gesundmeldung erfolgt mit der zweiten Hälfte des „gelben Scheins“, der nach erfolgter Arbeitsaufnahme ausgefüllt an das Personaldezernat geschickt wird.

Nach länger andauernder schwerer Krankheit kann, nach ärztlicher Empfehlung, grds. eine Wiedereingliederung erfolgen.


Au-Meldungen sind zu schicken an:

Krankheit im Urlaub

Sollten Sie im Urlaub krank werden, müssen Sie, falls Sie die Tage der Arbeitsunfähigkeit gutgeschrieben haben möchten, diese durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachweisen.


§ 9 BUrlG -Erkrankung während des Urlaubs-

„Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet.“


Es werden nur die durch ein ärztliches Zeugnis (AU-Bescheinigung) nachgewiesenen Tage einer AU nicht auf den Urlaub angerechnet.

Bitte informieren Sie unverzüglich Ihre Vorgesetzten und den Personalbereich.

Wiedereingliederung

Die stufenweise Wiedereingliederung im Überblick

Die stufenweise Wiedereingliederung dient dazu, arbeitsunfähige Beschäftigte nach länger andauernder, schwerer Krankheit schrittweise an die volle Arbeitsbelastung am bisherigen Arbeitsplatz heranzuführen und so den Übergang zur vollen Berufstätigkeit zu erleichtern.

Durch die Steigerung von Arbeitszeit und Arbeitsbelastung im Rahmen eines medizinisch, arbeitsphysiologisch und psychologisch begründeten sowie ärztlich überwachten Stufenplans wird angestrebt, den Rehabilitationsprozess günstig zu beeinflussen. Dabei wird den arbeitsunfähigen Beschäftigten die Möglichkeit gegeben:

  • ihre berufliche Belastbarkeit kennen zu lernen
  • ihre Selbstsicherheit wiederzugewinnen und
  • die Angst vor Überforderung und einem Krankheitsrückfall abzubauen.

Diese Möglichkeit setzt immer das Einverständnis der FernUniversität in Hagen sowie der Kostenträger (Rentenversicherung oder Krankenkasse) und des behandelnden Arztes/der behandelnden Ärztin voraus. Während der stufenweisen Wiedereingliederung besteht objektiv weiter Arbeitsunfähigkeit, das heißt, es besteht weiter Anspruch auf Kranken- oder Übergangsgeld. Die FernUniversität in Hagen ist rechtlich nicht zur Zahlung von Entgelt verpflichtet, eventuell besteht ein Anspruch auf Krankengeldzuschuss.

Durch die stufenweise Wiedereingliederung entstehen den Beschäftigten keine versicherungsrechtlichen Nachteile im Hinblick auf Rente oder Arbeitslosengeld. Die Dauer der stufenweisen Wiedereingliederung wird auf die maximale Krankengeldbezugsdauer angerechnet. In Einzelfällen können nach Aussteuerung die Rentenversicherungsträger die Kosten übernehmen.

Erklärt die FernUniversität in Hagen gegenüber Kostenträger oder Beschäftigten, dass eine Beschäftigung der Rekonvaleszentinbzw. des Rekonvaleszenten unter Beachtung der vom behandelnden Arzt / von der behandelnden Ärztin festgelegten Belastungseinschränkungen nicht möglich sei, so gilt der Versuch zur stufenweisen Wiedereingliederung als beendet. Der/die Beschäftigte bleibt dann bis zur Herstellung der vollen Arbeitsfähigkeit arbeitsunfähig und bezieht weiter Krankengeld.

Die stufenweise Wiedereingliederung wird immer mit dem behandelnden Arzt / der behandelnden Ärztin abgestimmt. Stimmt die FernUniversität in Hagen einer stufenweisen Wiedereingliederung zu, so können der behandelnde Arzt / die behandelnde Ärztin und der/die Beschäftigte, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt/der Betriebsärztin und dem Personalrat, die Maßnahme in ihrem Verlauf festlegen (sogenannter Stufenplan).

Der Stufenplan enthält Angaben über:

  • Die Abfolge und Dauer der einzelnen Belastungsstufen,

  • Die notwendige Vermeidung bestimmter Tätigkeiten und Belastungen,

  • Die notwendigen flankierenden Maßnahmen am Arbeitsplatz

Die stufenweise Wiedereingliederung ist nicht schematisch durchführbar, sondern nur in vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen dem/der Beschäftigten, Kostenträger, FernUniversität in Hagen und dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin möglich.

Im Bedarfsfall ist der Stufenplan an die individuellen gesundheitlichen Erfordernisse des/der Beschäftigten anzupassen. Änderungen des Stufenplans sind allen Beteiligten unverzüglich zur Zustimmung zu unterbreiten.

Ein Abbruch der stufenweisen Wiedereingliederung aus gesundheitlichen Gründen ist von dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin zu bescheinigen.

Die erfolgreiche stufenweise Wiedereingliederung endet in der Regel nach vier bis sechs Wochen. In Ausnahmefällen kann sogar eine noch langsamere stufenweise Steigerung der Arbeitsintensität erfolgen.

Der vom behandelnden Arzt / der behandelnden Ärztin und der / dem Beschäftigen unterschriebene Stufenplan

  • ist vor Antritt der Wiedereingliederungsmaßnahme der zuständigen Personalsachbearbeiterin / dem zuständigen Personalsachbearbeiter vorzulegen

Wenn es im Einzelfall Fragen zur Organisation und zum Ablauf der stufenweisen Wiedereingliederung gibt, sollten sich die Betroffenen (Arzt/Ärztin, Patient/Patientin, FernUniversität in Hagen) an die zuständige Krankenkasse oder den Rentenversicherungsträger wenden.

Weitere Informationen erhalten Sie von ihrer/m zuständigen Personalsachbearbeiter/in.

Hinweis für Vorgesetzte Teamkalender Workflow

Im Teamkalender Ihres Workflows können Sie einen Überblick über die Abwesenheiten der Ihnen zugewiesenen Mitarbeiter/innen bekommen.

Eine Hilfe zum Workflow finden Sie hier: Fibu Portal

Wichtig:

Beschäftigte können im Workflow die Abwesenheitszeiten der Teamkolleginnen und –kollegen erkennen, ohne dass der Grund für die Abwesenheit angezeigt wird (Urlaub, Krankheit usw.). Nur Vorgesetzte können in ihrem Teamkalender den konkreten Abwesenheitsgrund erkennen. Dies dient der Personaleinsatzplanung.

Weitere Informationen erhalten Sie von ihrer/m zuständigen Personalsachbearbeiter/in.

Thomas Schaarschmidt 05.09.2016
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, D-58084 Hagen, Telefon: +49 (2331) 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de