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Vorstellungsreisen

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Reisekostenvergütung bei Vorstellungsreisen

Bewerbende, die zu Vorstellungsgesprächen für Stellen im öffentlichen Dienst eingeladen werden, können Reisekosten zur Erstattung einreichen.


Vordrucke/Formulare



So gilt grundsätzlich:

Fahrtkosten für Bewerbende die im Inland wohnen

  1. Es können maximal die notwendigen Fahrtkosten (von Bahnhof zu Bahnhof) der niedrigsten Klasse eines regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels, für den kürzesten Reiseweg erstattet werden.
  2. Sollte der private PKW genutzt werden, werden höchstens nur die Kosten erstattet, die bei Fahrten mit regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln angefallen wären.
  3. Es gilt bei Fahrten mit dem privaten PKW: die ersten 50 gefahrenen Kilometer werden mit je 0,30 Cent vergütet, jeder weitere gefahrene Kilometer mit je 0,20 Cent, höchstens jedoch 100,– Euro (Wegstreckenentschädigung nach § 6 Abs. 2 LRKG).

Fahrtkosten für Bewerbende die im Ausland wohnen

Neben der Fahrtkostenerstattung im Inland, können die entsprechenden Fahrtkosten im Ausland zur Hälfte erstattet werden.

Von dieser Einschränkung kann abgewichen werden, wenn an der Gewinnung der/des Bewerbenden ein besonderes dienstliches Interesse besteht und die/der Bewerbende eingestellt wird.

Grundsätzlich nicht erstattungsfähige Kosten

  • Zuschläge und Aufpreise, sowie Platzreservierungen und Serviceentgelte im Bahnverkehr
  • Fahrtkosten am Wohnort
  • Fahrtkosten am Vorstellungsort
  • Tagegelder

Übernachtungskosten

Wird am auswärtigen Vorstellungsort eine Übernachtung notwendig und wird keine unentgeltliche Unterkunft von Amts wegen bereitgestellt, erhalten die Bewerbenden eine Übernachtungspauschale von 20,– Euro je notwendiger Übernachtung.

Eine Übernachtung gilt als notwendig, wenn es sich um ein mehrtägiges Auswahlverfahren handelt.

Nicht erstattungsfähig sind Übernachtungen, die sich auf Grund einer langen An- oder Abreise ergeben.

Runderlass des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalens vom. 22.12.1998

Die Höhe der Reisekostenabrechnung ist per Runderlass des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalens vom. 22.12.1998 (MBl. NRW.1999 S.84/SMBl. NRW.203205), geändert durch den Runderlass vom 18.11.2002 (MBI.NRW.S.1304), geregelt.

Die Reisekostenabrechnung kann mit dem Vordruck 'Reisekosten für Externe' erfolgen. Sie ist von den Bewerbenden mit den Originalbelegen zunächst an den ausschreibenden Bereich zu senden. Hier hat die sachliche Richtigzeichnung zu erfolgen. Die Abrechnung wird dann an das Dezernat 3.2, Reisekostenstelle, zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet.

Die vollständige Rechtsgrundlage finden Sie hier:

Reisekostenvergütung bei Vorstellungsreisen

RdErl. d. Finanzministeriums v. 22.12.1998

(MBl. NRW.1999 S.84/SMBl. NRW.203205),

geändert durch Rd.Erl.vom 18.11.2002 (MBI.NRW.S.1304)

Bei der Reisekostenerstattung für Vorstellungsreisen von Bewerbern für den öffentlichen Dienst bitte ich mit Wirkung vom 1. Januar 1999 wie folgt zu verfahren:

  1. Bewerber, die zur Vorstellung aufgefordert worden sind, erhalten die Ihnen entstandenen notwendigen Fahrkosten ersetzt. Fahrkosten, die am Wohnort und Vorstellungsort entstehen, werden nicht berücksichtigt.
  2. Notwendige Fahrkosten sind die Kosten niedrigsten Klasse eines regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels für den kürzesten Reiseweg. Zugzuschläge, Aufpreise für Hochgeschwindigkeitszüge sowie die Kosten für die Benutzung von Schlafwagen werden nicht erstattet.
    Bei Benutzung eines privateigenen Kraftfahrzeugs wird als Auslagenersatz eine Wegstreckenentschädigung in Höhe der Sätze des § 6 Abs. 2 LRKG gewährt (seit 01.01.10 max. 100,- Euro); höchstens werden die Fahrkosten erstattet, die bei Benutzung eines regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels hätten erstattet werden können. Flugkosten werden bis zur Höhe des Betrages erstattet, der bei einer Landreise erstattungsfähig wäre.
  3. Wohnen Bewerber im Ausland, können als Fahrkosten neben der Fahrkostenerstattung für die Reisestrecken im Inland (Nummern 1 und 2) die entsprechenden Fahrkosten für die Reisestrecken im Ausland zur Hälfte erstattet werden. Von dieser Einschränkung nach Satz 1 kann abgesehen werden, wenn an der Gewinnung der Bewerber ein besonderes dienstliches Interesse besteht und die Bewerber eingestellt werden. In diesen Fällen können abweichend von Satz 1 auch die vollen Flugkosten -§ 5 Abs. 1 Satz 4 LRKG gilt entsprechend - erstattet werden; erfolgt keine Einstellung des Bewerbers, werden die Flugkosten nur zur Hälfte erstattet.
  4. Wird am auswärtigen Vorstellungsort eine Übernachtung notwendig und wird keine unentgeltliche Unterkunft von Amts wegen bereitgestellt, erhalten die Bewerber eine Übernachtungspauschale von 20,- Euro je notwendiger Übernachtung.
  5. Wird die Vorstellungsreise nicht am Wohnort angetreten oder beendet, können höchstens die Beträge erstattet werden, die bei Antritt und Beendigung der Reise am Wohnort entstanden wären.
  6. Bei einem mindestens ganztägigen Auswahlverfahren können den Bewerbern in angemessenem Umfang unentgeltlich eine Mittagsmahlzeit sowie Erfrischungsgetränke gereicht werden. Bei einem mehrtägigen Auswahlverfahren mit Bereitstellung unentgeltlicher Unterkunft können darüber hinaus in angemessenem Umfang auch Frühstück und Abendessen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Vorhandene Kantinen sind zu nutzen.
  7. Den Bewerbern ist in der Aufforderung zur Vorstellung mitzuteilen, daß ihnen auf Antrag eine Vergütung im Rahmen dieses RdErl. gewährt wird.
  8. Die Reisekosten sind von der Behörde zu tragen, die zur Vorstellung aufgefordert hat. Diese Regelung gilt für alle Vorstellungsreisen, unabhängig davon, ob der Bewerber bereits im öffentlichen Dienst steht oder nicht. Von der zuständigen Behörde gem. § 2 Abs. 1 LRKG angeordnete oder genehmigte Vorstellungsreisen von Landesbediensteten sind als Dienstreisen zu behandeln.
  9. Die obersten Landesbehörden können für Verwaltungsbereiche, in denen ein Bewerberüberhang besteht, bestimmen, daß von der Gewährung von Reisekostenvergütungen nach diesem Erlaß abzusehen ist. Die Bewerber sind bei der Aufforderung zur Vorstellung schriftlich darauf hinzuweisen, daß ihnen keine Reisekostenvergütung gewährt werden kann.
  10. Mein RdErl. v. 18. 10. 1977 (SMBl. NRW 203205) wird mit Ablauf des 31. 12. 1998 aufgehoben.

Reisekosten NW 64. Erg. August 2003

Dezernat 3.2 01.06.2017
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