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Mehrarbeit / Überstunden

Die Begriffe Mehrarbeit und Überstunden sind im § 7 TV-L erklärt.


Mehrarbeit sind die Arbeitsstunden, die Teilzeitbeschäftigte über die vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit hinaus bis zur regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von Vollbeschäftigten (§ 6 Absatz 1 Satz 1) leisten.

  • Mehrarbeitsstunden sind grundsätzlich gem. § 6 (2) TV-L innerhalb eines Jahres durch Freizeitausgleich auszugleichen.
  • Können Mehrarbeitsstunden innerhalb dieses Zeitraumes ausnahmsweise einmal nicht durch Freizeit ausgeglichen werden, erhält der/die Beschäftigte gem. § 8 (4) TV-L nach Ablauf eines Jahres für jede Stunde 100 v.H. des auf eine Stunde entfallenden Anteils des Tabellenentgelts der jeweiligen Entgeltgruppe und Stufe.
  • Einen Zeitzuschlag gibt es für Mehrarbeitsstunden nicht

Überstunden sind die auf Anordnung des Arbeitgebers geleisteten Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit von Vollbeschäftigten (§ 6 Absatz 1) für die Woche dienstplanmäßig beziehungsweise betriebsüblich festgesetzten Arbeitsstunden hinausgehen und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden.

  • Überstunden sind ebenfalls grundsätzlich durch entsprechende Freizeit auszugleichen, möglichst bis zum Ende des nächsten Kalendermonats nach ihrem Entstehen.
  • Für angeordnete Überstunden, die nicht bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach ihrem Entstehen durch Freizeit ausgeglichen worden sind, erhalten je Stunde 100 v.H. des auf die Stunde anfallenden Anteils des Tabellenentgelts der jeweiligen Entgeltgruppe und Stufe (höchstens aber Stufe 4).
  • Zustäzlich wird ein Zeitzuschlag gem. § 8 (1) Buchstabe a TV-L gewährt.

Thomas Schaarschmidt 04.03.2010
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