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Geschichte

0705- Einführung in die Geschichtswissenschaft

Kurs-Nr.: 07050 – 07054 – 07055

Original-Nr: 03501
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 5 Ringordner

Kursbeschreibung:

Autoren: Brandt / Nagel / Ochs / Schmieder / Sokoll / Meyer-Zwiffelhoffer


Der Kurs führt ein in die spezifischen Arbeitsweisen und Methoden des Faches Geschichte im Rahmen des BA Kulturwissenschaften. Ausgangspunkt bildet das Spannungsfeld zwischen Kultur und Geschichte, wie es sich im 18. Jahrhundert herausgebildet und von dort aus zu unterschiedlichen Ansätzen der Kulturgeschichte, Sozialgeschichte und Alltagsgeschichte weiter entwickelt hat. Dabei kommen auch Fragen der Erinnerungskultur sowie der Begegnung und des Austausches mit „fremden“ Kulturen zur Sprache. Am Beispiel des „Ödipus“-Stoffes und seiner Bearbeitungen durch die Zeiten seit der klassischen griechischen Antike (5. Jh. v. Chr.) werden Probleme wie Traditionsbildung, kollektives und kulturelles Gedächtnis, hermeneutisches Verständnis in form eines weitausholenden Längsschnittes erörtert.

Ebenfalls im 18. Jahrhundert entstanden neue, wissenschaftliche Formen historischen Denkens, die in unterschiedlicher Intensität historisches Arbeiten bis heute bestimmen (der Spannungsbogen reicht vom Historismus bis zur Postmoderne – unterfüttert wird ihre Darstellung durch Blicke auf Geschichtsdenken in der europäischen Vormoderne sowie in außereuropäischen Kulturen.


0706- Soziale Ordnung durch Ungleichheit. Eine Einführung in die Geschichte Alteuropas

Kurs-Nr.: 07060 – 07064 – 07065
Original-Nr: 03502
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 4 Ringordner

Kursbeschreibung:

Autoren:Schmieder / Kleine / Sokoll / Zwiffelhoffer / Syrbe


Ziel des Kurses ist es, Studienanfängern im B.A. Kulturwissenschaften –Schwerpunkt Geschichte – einen Zugang zur Älteren Geschichte (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit) zu bieten. Hierzu sollen sie (in epochenübergreifender Perspektive und in Abgrenzung zu den Beiträgen der beiden anderen neuzeitlichen Lehrgebiete) in die Besonderheiten der vormodernen Gesellschafts- und Überlieferungsformen eingeführt werden. Dies soll aber nicht in der Art traditioneller Quellenkunden bzw. Epocheneinführungen geschehen, bei denen es ja vorrangig um die Vermittlung von Techniken der wissenschaftlichen Aufbereitung, Klassifizierung und Aneignung von historischen (Schrift-)Zeugnissen bzw. um einen Schnelldurchlauf durch Epochengeschichte und Methodenlehre geht. Unsere Idee ist es, anhand einer exemplarischen Auswahl konkreter Überlieferungstypen aus den drei Epochen nicht nur in die Eigentümlichkeiten der vormodernen Überlieferung, sondern auch in deren Kontext, sprich, in die vergangenen Gesellschafts­strukturen und Kulturtechniken einzuführen, chronologisch rückwärtsschreitend in folgenden Teilkapiteln: - Englische Armenbriefe des 17.-19. Jahrhunderts - Judenbürger in Frankfurter Ratsakten des 15. Jahrhundert - Mittelalterliche Wappen/ Kleidung - Herrscherbilder mittelalterlicher Kaiser - Lateinische Inschriften von Freigelassenen - Römische Münzen der Kaiserzeit.


0707- Einführung in die Neuere Geschichte

Kurs-Nr.: 07070 – 07071 – 07072 – 07074 – 07075

Original-Nr: 03503
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 3 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: Niethammer

Aus drei verschiedenen Perspektiven wird die neuere deutsche und europäische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert vorgestellt.
In Kurseinheit 1 werden fachliche und methodische Grundlagen, Zugangsweisen und Orientierungen vorgestellt.
Die Kurseinheit 2 behandelt die Periodisierungsprobleme der neueren Geschichte am Beispiel der Übergänge vom 18. zum 19. Jahrhundert, vom 19. zum 20. Jahrhundert und von der Geschichte des 20. Jahrhunderts zur Zeitgeschichte.

Zum Abschluss wird mit verschiedenen thematischen Beispielen die Praxis der Quelleninterpretation vorgeführt.


0708- Transfer und Transformationen

Kurs-Nr.: 07080 – 07081 – 07082 – 07084 – 07085

Original-Nr: 03504
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 5 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Wendt / Nagel


Die Beschäftigung mit der Geschichte außereuropäischer Regionen ist integraler Bestandteil des Bereichs Geschichte im BA-Studiengang Kulturwissenschaften.
Im Verständnis des zuständigen Lehrgebiets stehen dabei die Wechselbeziehungen zwischen Europa und der außereuropäischen Welt während der Neuzeit im Mittelpunkt, welche die unterschiedlichsten Transfer- und Transformationsprozesse in beide Richtungen bedingt haben.
Die Kurseinheit 1 des Kurses stellt diesen Zugang zur Übersee-Geschichte vor, führt in seine historiografischen Traditionen und interdisziplinären Vernetzungen ein und bietet grundlegende Hinweise für den eigenständigen Umgang mit entsprechenden Themen.
Die Kurseinheit 2 beginnt mit einem Überblick der wichtigsten einschlägigen Quellentypen und ihrer besonderen Eigenschaften und Probleme, an den sich fünf Fallbeispiele anschließen, die jeweils eine exemplarische Quelle oder Quellengruppe vorstellen und interpretieren (Reisebericht, koloniale Verwaltungsakte, autobiografischer Roman, Missionsbericht, Orientbilder).

Auf dieser Grundlage werden Einblicke in ausgewählte Themenbereiche der Geschichte europäisch-außereuropäischer Beziehungen ermöglicht (Wissenstransfer, koloniale Herrschaft, Diaspora-Erfahrung, christliche Mission, Orientwahrnehmung). Der Kurs will auf diese Weise ein Verständnis für die Rolle der außereuropäische Geschichte im Rahmen des Studiengangs entwickeln, Hilfestellungen für die praktische Arbeit im Laufe des Studiums anbieten und einen Einblick in die thematischen Möglichkeiten des Teilfachs vermitteln.


0742- Erfahrungsgeschichte

Kurs-Nr.: 07420 – 07421 – 07422 – 07424 – 07425

Original-Nr: 03517
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 4 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: von Plato / Schlegelmilch / Leh

Der Kurs führt in das Konzept der Erfahrungsgeschichte ein und setzt sich mit der Problematik des wissenschaftlichen Umgangs mit Zeitzeugen sowie der geschichtswissenschaftlichen Verwertbarkeit autobiographischer Texte auseinander. Anhand konkreter Fallbeispiele werden die Erfahrungen verschiedener sozialer Gruppen sowie einzelner Protagonisten im geteilten Nachkriegsdeutschland vorgestellt.


0743- Oral History

Kurs-Nr.: 07430 – 07431 – 07432 – 07434 – 07435

Original-Nr: 03518
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 5 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Brüggemeier / Wierling

Die Methode der Oral History hat in der jüngsten Zeit innerhalb der Geschichtswissenschaften eine enorme Verbreitung erfahren.

Möglichkeiten, Vorzüge, Grenzen wie auch Nachteile dieses Verfahrens sollen in diesem Kurs vorgestellt werden. Darüber hinaus werden technische Hilfestellungen gegeben, Hinweise zum Umgang mit dem erhaltenen Material, dessen Bearbeitung und Auswertung. Anhand wichtiger Themenbereiche wird in die aktuelle Diskussion, bisher vorliegende Ergebnisse und weitere Arbeitsmöglichkeiten sowie Fragestellungen eingeführt.


0772- Debatte um den "deutschen Sonderweg"

Kurs-Nr.: 07720 – 07721 – 07722 – 07724 – 07725
Original-Nr.: 04122
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 3 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Grebing / von der Brelie-Lewien / Franzen

Die Frage, ob es einen "deutschen Sonderweg" in die bürgerliche Gesellschaft und in die industriekapitalistische Modernisierung gegeben hat, beschäftigt seit dem 19. Jahrhundert deutsche Historiker und Staatswissenschaftler. Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges spitzte sich das historisch-politische Erkenntnisinteresse am "deutschen Sonderweg" auf die Frage zu: Wie und warum hatte es unter allen demokratischen Industriegesellschaften nur in Deutschland zu einer faschistischen Diktatur kommen können? Das Hauptdeutungsschema wurde das Bild von der "verspäteten Nation", die zwar in Riesenschritten den Industrialisierungsrückstand aufholte, deren Bürgertum aber zuvor die politische Macht nicht errungen hatte: Vorindustrielle und vorkapitalistische Traditionen hätten das Konflikt- und Protestpotential bereitgestellt, auf deren Boden die Weltwirtschaftskrise unter besonderen Bedingungen seit Ende der 20er Jahre zum Faschismus führte. Angelsächsische Historiker hielten jüngst dagegen, dass es problematisch sei, von historischen Sonderfällen zu sprechen.
Die Gesamtstudieneinheit umfasst 3 Teile:

  • Die Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft und industriekapitalistische Modernisierung - ein Weg oder viele?
  • Preußen - Deutschland - die "verspätete Nation"?
  • Nationalsozialismus - deutscher Irrweg oder universelle Tendenz des 20. Jahrhunderts? Insgesamt geht es in dieser Studieneinheit darum, unterschiedliche historiographische Ansätze und Methoden kennenzulernen und Einsichten in ihre Argumentationen und erkenntnisleitenden Interessen zu gewinnen.

0775- Politische Geschichte Deutschlands 1871 - 1945

Kurs-Nr.: 07750 – 07751 – 07752 – 07754 – 07755
Original-Nr.: 34194
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 3 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format


Kursbeschreibung:

Autoren: Brand / Daum

Der dreiteilige Kurs gibt einen Überblick über die Geschichte des ersten deutschen Nationalstaates zwischen der Reichsgründung 1871 und der Totalkapitulation des Großdeutschen Reiches 1945. Politische Geschichte ist dabei als Schwerpunktsetzung zu verstehen, nicht als Ausklammerung wirtschaftlich-sozialer und kultureller Bedingungsfaktoren.
Der Kurs beansprucht nicht allein die Faktische Entwicklung zu skizzieren und zu akzentuieren, sondern er will auch problemorientiert mit zentralen Forschungskontroversen vertraut machen. Es geht also um eine Einführung in die moderne deutsche Nationalgeschichte mit den Etappen des bismarckschen und wilhelminischen Kaiserreichs, der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur in einem durchaus fachwissenschaftlichen Sinn.


0780- Grundzüge der europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert

Kurs-Nr.: 07800 – 07801 – 07802 – 07804 – 07805

Original-Nr: 34124
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 6 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Daum / Kirsch / Schlegelmilch


Der Kurs eröffnet einen Zugang zu den Grundzügen der gesamteuropäischen Verfassungsgeschichte im langen 19. Jahrhundert (1789-1914), wobei auch die englische Revolution von 1689 mit in die Betrachtung einfließt. Die chronologisch aufeinander aufbauenden drei Kurseinheiten vermitteln einen typologischen Zugang zur europäischen Verfassungsgeschichte, indem sie anhand ausgewählter nationalstaatlicher Fälle deren Hauptlinien als Ausprägungen allgemeiner Verfassungstypen verständlich machen. Dabei kommt ein erweiterter Verfassungsbegriff zur Anwendung, der dem Verhältnis von Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit sowie den gegenseitigen Verflechtungen der einzelstaatlichen Verfassungsentwicklungen besondere Aufmerksamkeit schenkt.

0781- Politischer Islam

Kurs-Nr.: 07810 – 07811 – 07812 – 07814 – 07815

Original-Nr: 04179
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 4 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Krämer / Gräf


Spätestens seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts bestimmt die Auseinandersetzung mit einem politisch aktiven Islam das politische und geistige Leben im Nahen und Mittleren Osten. Als Ausdruck einer drängenden Suche nach Authentizität und Selbstbehauptung richtet sich der Protest islamischer Aktivisten in erster Linie gegen die eigenen Eliten, denen sie vorwerfen, von den islamischen Normen in Politik, Recht und Gesellschaft abgewichen zu sein. Sie wenden sich weiterhin gegen jede Einmischung nicht-islamischer, vor allem westlicher Mächte. Bereits 1979 sind diese Kräfte im Iran an die Macht gelangt. Der Kurs, der aus drei KE besteht, gibt einen Überblick über die Entwicklungen innerhalb des Islam vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Er beleuchtet dabei auch die Wechselwirkungen zwischen dem islamischen Raum und dem Westen. Entgegen einem verbreiteten Klischee vom monolithischen "Fundamentalismus" wird die Vielfalt der politischen Strömungen, auch solcher liberaler Orientierung, innerhalb der muslimischen Welt auf der Grundlage übersetzter Quellenschriften herausgearbeitet.

Angela Trothe-Voß | 29.11.2017
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