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Bildungswissenschaft

0727 - Qualitative Sozialforschung: Ein Überblick

Kurs-Nr.: 072710 – 07271 – 07272 – 07274 – 07275

Original-Nr: 03702
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 1 Ringordner / 1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autore: Brüsemeister

Der Studienbrief für das Grundstudium stellt mehrere qualitative Methoden vergleichend vor. Die meisten davon werden in Hagen angeboten (Einzelfallstudie, narratives Interview, Grounded Theory, ethnomethodologische Konversationsanalyse, objektive Hermeneutik). Damit bildet er eine Grundlage für die Methodenkurse, die sich im Hauptstudium befinden (narratives Interview, ethnomethodologische Konversationsanalyse, objektive Hermeneutik). Darüber hinaus wird eine Anleitung gegeben, einen Fallvergleich für eine empirische Hausarbeit durchzuführen.



0801- Bildung und Gesellschaft

Kurs-Nr.: 08010 – 08011 – 08012 – 08014 – 08015

Original-Nr: 03812
GSWS: 8,0
SWS: 8,0
Versand: 12 Ringordner / 6 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Popp / Tillmann / Popp / Krüger-Potratz u.a.

Kurseinheit 1: Sozialisation – Eine Einführung
Sozialisation ist der zentrale Begriff, mit dem die komplexen Vorgänge bei der Vergesellschaftung von Individuen bezeichnet werden. Dabei geht es darum, die Beziehungen zwischen Individuen, zwischen Individuen und Gruppen sowie zur Gesellschaft aufzuhellen. Gängige Sozialisationstheorien unterscheiden diese Bedingungen je nach dem Alter, Geschlecht und der sozialen Stellung der Individuen; ethnische Differenzierung wird allenfalls am Rande thematisiert. In diesem Studienbrief wird erstmals der Versuch gemacht, ethnische Vielfalt als Regelfall gesellschaftlicher Existenz neben den anderen Unterscheidungsmerkmalen in die Sozialisationstheorie aufzunehmen. Der Kurs führt in die Fragestellung der Sozialisationstheorie insgesamt ein.

Kurseinheit 2: Interkulturelle Bildung
Erziehung ist ein altes Phänomen, Nationalstaaten entstanden erstmals im 19. Jahrhundert. In diesem Kurs wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die Nationalstaatsbildung auf organisierte Erziehungsprozesse hatte und noch hat. Abschließend wird gefragt, wie sich die Beziehungen zwischen Nationalstaat und staatlicher Erziehung entwickeln könnten.

Kurseinheit 3: Nationalstaat und Erziehung
Schwerpunktmäßig erkundet der Autor die Zeit zwischen 1848 und 1933, die er in folgende Etappen gliedert: 1848 bis 1872: Die Idee einer „Schule für alle“ verbreitet sich und stößt auf Widerspruch und Gegner, 1872 bis 1918: Veränderte „Fronten“ in der Schulpolitik im Kaiserreich, 1918 bis 1933: Zur Praxis demokratischer Schulpolitik in der Weimarer Republik. Ein Ausblick auf die weitere Entwicklung bis in die neunziger Jahre erlaubt einen Überblick über zweihundert Jahre Schulpolitik. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Entwicklung der Volksschule, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Schule von bis zu 95 % der Kinder ist. Die Darstellungsweise des Kurses orientiert sich an einer sozialgeschichtlichen historischen Pädagogik, die davon ausgeht, dass, „wer sich über die Geschichte der Erziehung Klarheit zu verschaffen sucht, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auch zu untersuchen hat“. Man muss hinzufügen: und damit eine unabdingbare Ergänzung zur Ideengeschichte der Pädagogik liefert. Die schulorganisatorischen und schulpolitischen Entscheidungen der im Kurs dargestellten Zeitspanne sind von exemplarischer Bedeutung für die Schulentwicklung in der Bundesrepublik bis heute.

Kurseinheit 4: Zum Spannungsverhältnis von Integration und Segregation
Bildungsinstitutionen erfüllen Aufgaben für einzelne, für Gruppen innerhalb der Gesellschaft und für die Gesellschaft. Die Aufgabenerfüllung kann unterschiedlich wahrgenommen werden und auch unterschiedlich erfolgen; sie kann bestimmte Interessen berücksichtigen, andere vernachlässigen; in aller Regel aber wird betont werden, dass sie im gemeinsamen Interesse liege, dem Gemeinwohl diene. Bildungsprozesse als staatliche oder staatlich veranlasste Veranstaltungen - wobei der Staat gewissermaßen den organisatorischen Rahmen für Gesellschaft darstellt – können nicht unabhängig vom Reproduktionsinteresse der Organisation „Staat“ erklärt werden. Einen Erklärungsrahmen bietet die Analyse der gesellschaftlichen Funktionen von Schule (wie z. B. Qualifikation, Sozialisation, Selektion, Allokation und Legitimation).

Kurseinheit 5: Schule und Politik in Deutschland
Die Bandbreite der Schulen für ethnische Minderheiten in der BRD reicht von autonomen, fremdsprachigen Schulen für bestimmte Gruppen bis zum Unterricht in Regelklassen in deutschsprachigen Schulen. Es handelt sich um Schulen der Natostreitkräfte (z.B. belgische, britische, US-amerikanische) ohne irgendeine Schulaufsicht eines Kultusministers aus der BRD, um Schulen in privater Trägerschaft (z.B. lettisches Gymnasium in Münster), um Schulen parallel zum Schulbesuch deutscher Schulen (z.B. koreanische Nachmittagsschule in Bremen), um Vorbereitungsklassen, muttersprachlichen Ergänzungsunterricht und/oder Regelklassen für Kinder aus ehemaligen Anwerbeländern. Diese Vielfalt lässt sich nicht mit bildungspolitischen oder pädagogischen Überlegungen erklären – wohl aber mit außenpolitischen Opportunitätsüberlegungen.

Kurseinheit 6: Funktion schulischer Erziehung in der Gesellschaft
Dieser Kurs dient dazu, einen Einstieg in die spezifische Perspektive der interkulturellen Fragestellung zu bieten. In diesem Kurs wird versucht, den Zusammenhang der einzelnen Fragestellungen, wie sie in den verschiedenen Studienbriefen bearbeitet werden, in einer Art Überblick herzustellen und dadurch die Bezüge zwischen den Einzelfragestellungen deutlich zu machen.


0802- Soziale Konstruktion von Differenz

Kurs-Nr.: 08020 – 08021 – 08022 – 08024 – 08025

Original-Nr: 03816
GSWS: 8,0
SWS: 8,0
Versand: 18 Ringordner / 9 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Hansen / Mittag / Spetsmann-Kunkel u.a.

Kurseinheit 1: Ethnie, Ethnizität, Ethnisierung (+ Reader als pdf)
Ethnie ist von einem ursprünglich in der Wissenschaft verwendeten Begriff zu einer gebräuchlichen Bezeichnung geworden. In aller Regel steht der Begriff an Stellen, an denen früher „Volk“ benutzt wurde. Weder die Probleme des Begriffs noch die Folgen des Denkens in der ethnischen bzw. „völkischen“ Kategorien sind durch diesen Austausch beseitigt worden. Das Denken in ethnischen bzw. „völkischen“ Kategorien und die damit verbundenen Ethnisierungen haben unübersehbare Folgen für das Alltagshandeln, die Weltwahrnehmung, in der Politik und im Rechtssystem. Sowohl innerhalb von Einwanderungsgesellschaften als auch im Kontext der Überwindung klassischer Nationalstaaten im Europa am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts erweist sich Denken in ethnischen Kategorien als wenig produktiv und hinderlich.

Kurseinheit 2: Ethnozentrismus, Eurozentrismus, Teutozentrismus
An einigen ausgewählten Beispielen werden verschiedene ...-zentrismen (Ethno-, Euro-, Teuto-, Franko-) dargestellt. Außerdem wird die Funktionalität von Ethnozentrismen aufgegriffen und umrissen, in welcher Weise Interessen die Beibehaltung ethnozentrischer Positionen trotz besseren Wissens begünstigen.

Kurseinheit 3: Ethnozentrismus in Unterrichtsmaterialien
Schule beteiligt sich offen und versteckt an der Herstellung und Verfestigung von Ethnozentrismen. Dabei spielen auch Unterrichtsmaterialien im Geschichtsunterricht eine bedeutsame Rolle, sie tragen häufig zur Produktion von ethnozentristischen Geschichtsbildern bei. Anhand einer Auswahl ehemals und gegenwärtig genutzter Schulgeschichtsatlanten werden Kontinuitäten und Brüche dieses oft nur schwer erkennbaren Vorgangs beschrieben und erörtert.

Kurseinheit 4: Materialien zur Rassismusanalyse (+ Rechtsextreme Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Überblick als pdf)
Der Reader versucht in mehreren Schritten einen Einstieg in die Rassismusanalyse zu vermitteln. In einem ersten Schritt werden die Begriffe „Rassismus“ und „Rasse“ definitorisch und begriffsgeschichtlich erläutert. Im Anschluss daran wird die inhaltliche Nähe der Kategorie „Rasse“ zu vergleichbaren Kategorien wie „Geschlecht“ oder „Kultur“ dargelegt, um damit die Logik des Rassismus und verwandter Phänomene zu veranschaulichen. Die Darstellung ausgewählter multidisziplinärer Erklärungsansätze, die das Phänomen „Rassismus“ zu erklären versuchen, schließt sich an. In einem dritten Schritt werden unterschiedliche Formen rassistischer Praktiken aufgezeigt. Zu diesem Zweck wird der Rassismus in den Wissenschaften, den Medien, den sozialen und politischen Alltagspraktiken sowie der Populärkultur exemplarisch anschaulich gemacht. Abschließend werden in einem vierten Schritt Formen rassistisch begründeter Politik anhand ausgewählter historischer und zeitgenössischer Beispiele vorgestellt.

Kurseinheit 5: Materialien zu „Kultur“
„Kultur“ wird im aktuellen Sprachgebrauch in Publizistik, Politik und Alltag als Begriff mit hohem Erklärungswert für Unterschiede oder auch zur Beschwörung von Gemeinsamkeit benutzt. Gleichzeitig ist dieser Begriff in diesem Sprachgebrauch weitgehend undefiniert: Hier liegt ein Grund für den inflationären Gebrauch. Er erhält den Charakter einer Beschwörungsformel, die Realität (Empirie) und Sollvorstellung (normativer Anspruch) nicht unterscheidet. In diesem Kurs soll ein Beitrag zur Bestimmung der Tauglichkeit des Begriffes in diesem Sprachgebrauch geleistet werden.

Kurseinheit 6: Materialien zu „Nation“
Mit dieser Kurseinheit sollen Probleme des Begriffs „Nation“ dargestellt werden. Hierzu gehören, die Nation

  • als besondere „Wir-Gruppe“ zu präsentieren, deren Gemeinsamkeiten empirisch überprüft werden können,
  • als historische Größe einzuordnen, die demzufolge im Geschichtspro­zess Veränderungen unterliegt,
  • in ein Verhältnis zu Regionalismen einerseits und zu Prozessen der Internationalisierung andererseits zu stellen.

Diese Darstellung wird ergänzt durch einige Texte aus über einhundert Jahren. Sie soll ein Beitrag zur Relativierung des Begriffes „Nation“ sein, wie er heute verwendet wird zur Erklärung und Deutung von Prozessen, wie sie aktuell in Europa zu verfolgen sind.

Kurseinheit 7: Interkulturelle Kommunikation
Der Studienbrief befasst sich mit der Frage, was Kommunikation und was interkulturelle Kommunikation ist und wieweit der Verständigungsprozess durch die spezifische Kultur bereits geprägt ist und dadurch interkulturelle Missverständnisse vorprogrammiert sind. Dazu werden verschiedene Elemente von Kommunikation untersucht: Sprache und nicht-sprachliche Informationen wie mimische Ausdruckformen und Gesten des Körpers und ihr Zusammenspiel in Interaktionsritualen wie Begrüßung und Abschied. Es geht auch um kulturelle Kodes, die den Ablauf einer Kommunikation beeinflussen, wie das Verständnis von Raum und Zeit, vorherrschende Symbole und Tabus in der Kommunikation. Welche Möglichkeiten gibt es, diesen komplexen und schwierigen Verständigungsprozess überschaubar und gestaltbar zu machen, d. h. mit Missverständnissen umgehen zu lernen ohne Konflikte zu erzeugen. Verständigung ist nur über Verständnis für eine andere Kultur zu erreichen.

Kurseinheit 8: Interkulturelle Kommunikation II
In jeder interkulturellen Kommunikation begegnen sich nicht nur reale Personen, sondern auch Bilder, die im Hintergrund als Wissen über Gruppen bestehen. Durch diese Bilder wird die Haltung zum anderen, Fremden, wesentlich mitbestimmt. Dieser Studienbrief befasst sich mit Fremdbildern.

Sie sind Resultat vorangegangener Kommunikationsprozesse, wenn auch nur zum Teil Bestandteil eigener individueller Erfahrung, sondern historischer Überlieferungen und „second-hand“-Erfahrungen von Freunden und Verwandten. Diese Bilder enthalten reale Erfahrungen, aber auch fiktive Verallgemeinerungen. Die Fremdbilder schwanken zwischen den Extremen Feindbild und Wunschbild.

Der Studienbrief befasst sich u.a. mit folgenden Schwerpunkten: die Kategorie Fremdheit; Wissenschaftliche Deutungsmuster der Haltung zum Fremden; Interkulturelle Begegnungen waren immer begleitet von Bildern des anderen (z.B. Geschichte der Entdeckungen, Kolonisierung etc.); bestehende Fremdbilder enthalten historische Erfahrungen von Begegnungen (Beispiele: Fremdbilder Japan, China, Türkei); Fremdbilder werden als idealisierte Konstrukte überliefert (Beispiel Indien); Beispiele für Völkerstereotypen; Selbstbild - Fremdbild (Beispiel: die Deutschen aus eigener und fremder Sicht) und das vorprogrammierte interkulturelle Missverständnis.

Kurseinheit 9: Interkulturelle kommunikative Kompetenz
Interkulturelle Kompetenz ist ein zentrales Thema in allen Bereichen, in de­nen Menschen mit unterschiedlichem kulturellen, sprachlichen, ethnischen und/oder religiösen Hintergrund miteinander agieren. Da Dominanz und Machtdemonstration mit modernen Vorstellungen kaum mehr vereinbar sind und in der auch wirtschaftlich zunehmend verflochtenen Welt wenig hilfreich sind, müssen diejenigen, die einen konstruktiven Umgang mit solchen Menschen praktizieren wollen, die einen anderen Hintergrund haben, eine entsprechende Kompetenz erwerben.
In diesem Kurs wird der Schwerpunkt auf kommunikative Kompetenzen gelegt. Neben der Auseinandersetzung mit verschiedenen Ebenen von Kommunikation, die zugleich Ebenen von Missverständnissen sein können, werden Verknüpfungen zwischen Sprache, Kommunikation, Kultur, Werten, Normen, Vorurteilen und Stereotypen aufgezeigt.

Mit Hilfe einer Vielzahl von Übungen werden Schwierigkeiten interkultureller Kommunikation und Wege zu ihrer Verbesserung aufgezeigt.


0803- Betriebliches Lernen und Organisationsentwicklung

Kurs-Nr: 08030 – 08031 – 08032 – 08034 – 08035

Original-Nr: 04325
GSWS: 8,0
SWS: 8,0
Versand: 15 Ringordner / 7 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Georg / Mattern / Sattel u.a.

Das Modul zielt auf den Erwerb von Kenntnissen und Kompetenzen, die Voraussetzung sind für ein theoriegeleitetes und reflexives Handeln in Tätigkeitsfeldern des betrieblichen Bildungs- und Personalwesens und der beruflichen Weiterbildung. Betriebliche Arbeitsgestaltung und Technikanwendung stehen in engem Zusammenhang mit den verfügbaren Qualifikationen und den Strategien betrieblicher Qualifizierung.

Die Auseinandersetzung mit Fragen der Organisations- und Personalentwicklung sowie mit curricularen, didaktisch-methodischen und medialen Fragestellungen liefert Orientierungen für die Ziel- und Inhaltsbestimmung betrieblicher Aus- und Weiterbildung, die Gestaltung beruflicher Lehr- und Lernprozesse, die Ermittlung und Evaluation von Lernvoraussetzungen und -ergebnissen sowie die Entwicklung von Rahmenbedingungen für betriebliches Lernen. Wandel der Arbeit und Qualifikationsentwicklung – Berufliche Sozialisation – Betriebliche Organisations- und Personalentwicklung – Informelles Lernen; Lernen im Prozess der Arbeit – Lernen und Lernprobleme in der beruflichen Bildung – Betriebliches Bildungsmanagement und Bildungscontrolling.


0804- Bildung, Arbeit und Beruf

Kurs-Nr.: 08040 – 08041 – 08042 – 08044 – 08045

Original-Nr: 04333
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 17 Ringordner / 12 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Georg / Mattern / Sattel / Klemm u.a.

Die Institutionalisierung von Bildung, also die Entwicklung dauerhafter, mit Regeln ausgestatteter und gesellschaftlich kontrollierter Formen der Kulturvermittlung und -aneignung, ist mit einer zunehmenden Verselbstständigung, Formalisierung, Verrechtlichung und Differenzierung des Bildungswesens verbunden.
Die Kurse dieses Moduls vermitteln zunächst einen grundlegenden Überblick über Aufbau, Struktur und institutionelle Ausprägungen des bundesdeutschen Bildungssystems.
Aktuelle Problemlagen der jeweiligen Bildungsstufen und -bereiche werden auf der Basis ihrer rechtlichen Verankerung und im Kontext ihrer organisatorischen, sozialen und politischen Bedingungen dargestellt und analysiert. Abschließend werden internationale Aspekte des Bildungswesens thema­tisiert, die sich insbesondere aus der Diskussion um die Voraussetzungen und Folgen der Europäischen Integration und der Globalisierung ergeben. Bildungsabschlüsse eröffnen bzw. verschließen den Zugang zu verschie­denen Segmenten des Arbeitsmarktes und legen damit den Grundstein für unterschiedliche Erwerbsverläufe.
Die Klärung des Verhältnisses von Bildung, Arbeit und Beschäftigung erfordert die Synthese einer Vielzahl von Theorien und Forschungsansätzen aus der Bildungs- und Sozialisationsforschung, der Organisations- und Arbeitspsychologie, der Arbeitsmarktforschung und Industriesoziologie. Die Sozialisationsprozesse für und durch die Erwerbsarbeit dienen nicht allein der Qualifizierung für die Arbeitstätigkeit, sondern beeinflussen die gesamte Persönlichkeitsentwicklung, also auch die Lebensführung und Wertorientierungen der Individuen. Berufliche Sozialisation als lebenslanger Prozess der Auseinandersetzung mit Arbeit und Beruf steht in einem Spannungsverhältnis zwischen den Entwicklungsbedürfnissen der Individuen und der Veränderung der Arbeits- und Arbeitsmarktbedingungen.
Mit der Ausbreitung neuer Technologien und neuer Formen der Arbeit verändern sich die Arbeitsanforderungen und die Ansprüche des Beschäftigungssystems an das Bildungssystem, aber auch die Erwartungen der Bildungsabsolventen an die Bedingungen der Arbeit. Auch von den Debatten um Internationalisierung und Globalisierung gehen wichtige Impulse zur Veränderung des Strukturzusammenhangs von Bildung und Beschäftigung aus.


0807- Bildungstheorie als Wissenschaftstheorie (mit Fühlgrafiken)

Kurs-Nr.: 08070 – 08071 – 08072 – 08074 – 08075

Original-Nr: 03051
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 1 Ringordner / 1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Bast / Baumgartner

In den 70er Jahren war der pädagogische Diskurs im Zusammenhang der grundlegenden Fragen um Erziehung und Bildung im Wesentlichen durch wissenschaftstheoretische Auseinandersetzungen der unterschiedlichen konkurrierenden erziehungstheoretischen Konzeptionen geprägt. Auf der Grundlage von Quellentexten jener Zeit, die die einschlägigen Positionen exemplarisch verdeutlichen und durch kommentierende Interpretationshilfen soll durch das hier vorliegende Studienmaterial in die Debatte jener Zeit eingeführt werden. Vor diesem Hintergrund ist der Kurs insbesondere dazu geeignet, den Studierenden, die in die gegenwärtige Diskussion um Möglichkeiten und Grenzen einer systematischen Pädagogik vertiefend einsteigen wollen, die hierfür relevanten historischen Voraussetzungen zu erschließen, zumal die gegenwärtigen Erörterungen hinsichtlich der Normen- und Zielfragen von Erziehung und Bildung in anderen thematischen Kontexten als in wissenschaftstheoretischen geführt werden.

Diesem Kurs sind in der Punktschrift-Version Fühlgrafiken beigefügt.


0848- Empirische Sozialforschung

Kurs-Nr.: 08480 – 08481 – 08482 – 08484 – 08485

Original-Nr: 03607
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 5 Ringordner / 2 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autore: Komrey

Der Kurs gibt einen Überblick über die Forschungsschritte in der quantitativen Sozialforschung und welche methodischen Probleme dabei auftreten können. Nach einigen methodologischen Klärungen geht es z.B. darum, wie man von einer Forschungsfrage zu einem Kategoriensystem für eine Beobachtung / Inhaltsanalyse oder zu einem Fragebogen kommt, um Auswahlverfahren und um Grundzüge des Messens und der deskriptiven Statistik.

Diesem Kurs sind in der Punktschrift-Version Fühlgrafiken beigefügt.


0865- Bildung - Erziehung - Sozialisation

Kurs-Nr.: 08650 – 08651 – 08652 – 08654 – 08655

Original-Nr: 33040
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 1 Ringordner / 1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Dörpinghaus / Uphoff

Dieser Studienbrief ist eine Einführung in die Bildungswissenschaft. Er gibt zunächst einen Einblick in die Etablierung der Bildungswissenschaft als Disziplin. Dabei verwenden wir Bildungswissenschaft synonym mit Pädagogik und Erziehungswissenschaft, da es sich um dieselben Gegenstandsbereiche handelt. Allerdings hat sich deren Ausrichtung im Laufe der Geschichte verändert: Die eher empirisch ausgerichtete Erziehungswissenschaft hat die Pädagogik als eher personale Pädagogik abgelöst, und im Kontext des lebenslangen Lernens scheint sich nunmehr Bildungswissenschaft zu etablieren. Im historischen Rückgriff auf die klassischen Ansätze ist in diesem Studienbrief allerdings weiterhin von Pädagogik oder Erziehungswissenschaft die Rede. Bevor die Autoren auf die drei wesentlichen Grundbegriffe Erziehung, Bildung und Sozialisation eingehen, erläutern sie, was eine Wissenschaft ausmacht und was eine Theorie überhaupt ist. Sie beschreiben, was generell unter wissenschaftlichem Wissen, bildungswissenschaftlichen Wissensformen und Grundbegriffen zu verstehen ist. Zu jedem der drei Grundbegriffe führen die Autoren zunächst in den Begriff selbst und seine Grundaussagen ein, um dann exemplarisch klassische Theorieansätze zu erläutern. So stellen die Autoren den ersten Grundbegriff Erziehung anhand anthropologischer und metaphorischer Aspekte vor. Ausführlich erläutern sie anschließend Theorien der Erziehung anhand der Klassiker Jean-Jaques Rousseau und Immanuel Kant. Den Grundbegriff der Bildung führen die Autoren entlang seiner Bestimmungen ein und stellen ihn dem Kompetenzbegriff gegenüber. Sie ziehen als bedeutende Vertreter des Bildungsgedankens Platon, Wilhelm von Humboldt und Theodor W. Adorno heran und erläutern deren jeweilige bildungstheoretischen Ansätze. Den dritten Grundbegriff des Studienbriefs bildet die Sozialisation. Nach den Bestimmungen, Phasen und Instanzen sowie rollentheoretischen Ansätzen von Sozialisation folgt die Auseinandersetzung mit den Klassikern der Sozialisationstheorie, Émile Durkheim und Pierre Bourdieu. Mit der Auswahl der klassischen Vertreter machen die Autoren u. a. auch deutlich, dass die Bildungswissenschaft interdisziplinäre Bezüge herstellt, um Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationsprozesse umfassend erklären und gestalten zu können. Jedes Kapitel schließt mit Reflexionsfragen zur eigenen Selbstlernkontrolle ab.


0891- Wissenschaftstheoretische Zugänge zur Bildungswissenschaft

Kurs-Nr.: 08910 – 08911 – 08912 – 08914 – 08915

Original-Nr: 33041
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 1 Ringordner / 1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Baumgartner / Glameyer

Bei den wissenschaftstheoretischen Zugängen zur Bildungswissenschaft handelt es sich um den hermeneutischen Zugang und die geisteswissenschaftliche Pädagogik, den empirisch-analytischen Zugang sowie um die Bildungswissenschaft aus Sicht der kritischen Gesellschaftstheorie. Alle drei Zugänge werden anhand folgender Fragen erschlossen: - Auf welche erkenntnistheoretischen Voraussetzungen muss Bildungswissenschaft zurückgreifen können? - Wie kann die Bildungswirklichkeit erkannt werden? - Welche allgemeinen Merkmale kennzeichnen eine wissenschaftliche Methode? - Welchen Geltungsanspruch haben die verschiedenen Aussagen? Ziel des Kurses ist es, diese Zugänge kennen zu lernen und deren historisch-systematische Entwicklung reflektierend nachvollziehen zu können.


0892- Entwicklung und Kommunikation als Grundbegriffe der Bildungswissenschaft

Kurs-Nr.: 08920 – 08921 – 08922 – 08924 – 08925

Original-Nr: 33045
GSWS: 4,0
SWS: 4,0
Versand: 6 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Gartz / Schäfer / Piecha

Der Studienbrief „Entwicklung und Kommunikation als Grundbegriffe der Bildungswissenschaft“ stellt im Teil „Entwicklung“ mit dem strukturgenetischen und dem lebenslauforientierten Ansatz zwei grundsätzliche Herangehensweisen zur Erforschung menschlicher Entwicklungsprozesse vor. Besonderes Gewicht haben die Entwicklungstheorien von Piaget, Kohlberg und Keegan. Der Teil „Kommunikation“ stellt einige klassische Kommunikationstheorien vor; dazu gehören das informationstheoretische Sender-Empfängermodell nach Shannon/Weaver, die Kommunikationstheorie Watzlawicks, die Sprechakttheorie von Austin/Searle und die Theorie des Kommunikativen Handelns von Habermas. Letztlich wird die Bedeutung der Kommunikation in der Pädagogik des forschenden Lernens von Dewey herausgearbeitet.


0894- Wissenschaftliches Arbeiten im Netz

Kurs-Nr.: 08940 – 08941 – 08942 – 08944 – 08945

Original-Nr: 33048
GSWS: 1,0
SWS: 2,0
Versand: 2 Ringordner / 1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Baumgartner / Payr

Das Internet ist im Studier- und Forschungsalltag nicht bloß ein zusätzliches Medium, sondern es verändert auch die wissenschaftliche Arbeitsweise. Im Kurs wird der wissenschaftliche Arbeitsprozess von der Idee einer Hausarbeit bis zu ihrer Fertigstellung behandelt. Es wird dabei u. a. behandelt:

  • Themeneingrenzung
  • Recherchieren
  • Lesen und Exzerpieren
  • Schreiben
  • Zitieren

Angela Trothe-Voß | 05.07.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, ZMI, Audiotaktile Medien, 58084 Hagen