Logo AT Medien

6.7 Rechtswissenschaft

Die im Folgenden aufgeführten rechtswissenschaftlichen Kurse geben einen breiten Überblick über allgemeine, grundlegende und spezielle Bereiche des deutschen Rechtswesens.

Sie entsprechen nicht dem Gesamtangebot der FernUniversität und sollen bespielhaft einen Einblick in die Struktur der Studienbriefe geben.

Konkret prüfungsrelevant angeforderte Kurse fragen wir in ihrer aktuellsten Version im Lehrgebiet direkt nach und beschaffen die den aktuellen Studienbriefen zugrunde liegenden word- oder pdf-Dateien. So können wir der sich ständig ändernden Gesetzesvorlagen Rechnung tragen.


0733 - MoL IV/1 Rechtsgeschichte

Kurs-Nr.: 07330 – 07331 – 07332 – 07334 – 07335

Original-Nr.: 5305
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 9 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Eisenhardt / Vormbaum / Bergmann / Rentrop

Dieses Modul beschäftigt sich mit der Entstehung, dem Wandel und dem Vergehen von Rechtsformen und Rechtseinrichtungen, aber auch mit den Ursachen und Kräften, den Gedanken und Strömungen, welche die Entwicklung des Rechts beeinflusst haben und im Gegenwartsrecht fortwirken. Dabei soll ein Schwerpunkt auf der Juristischen Zeitgeschichte liegen. Die Studierenden sollen erkennen, dass wir inmitten einer Entwicklung stehen, die uns in weitere Veränderungen führen wird; sie sollen das historisch Entwickelte als wandelbar verstehen. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen sollen die Studierenden dem heutigen System aufgeschlossen, aber auch kritisch gegenüber stehen.

Kurs 1: Grundzüge der deutschen Privatrechtsgeschichte

Kurs 1 beginnt mit der Rezeption des römischen und kanonischen Rechts und deren Folgewirkungen, ohne die die Entwicklung des Privatrechts ohne Verständnis bleibt. Es werden sodann die wesentlichen Entwicklungslinien bis zur Gegenwart gezogen. Dabei wird dem Kodifikationsstreit und der Entstehung des BGB eine besondere Bedeutung zugemessen. Die Entstehung des BGB bildet einen weiteren Schwerpunkt. Die Anwendung des Privatrechts unter der Herrschaft des Nationalsozialismus und die auseinander strebenden Entwicklungen in den beiden Teilen Deutschlands bilden das Schlusskapitel.

Kurs 2: Deutsche Verfassungsgeschichte

Kurs 2 des Moduls ist der neuzeitlichen Verfassungsgeschichte gewidmet. Hier wird der verfassungsmäßige und gesellschaftliche Rahmen skizziert, in dem sich Privatrecht (Kurs 1) und Strafrecht (Kurs 3) entwickeln konnten. Begonnen wird mit der Verfassung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, wie sie sich insbesondere im Zeitalter der Aufklärung mit ihren wesentlichen Veränderungen im Privat- und Strafrecht darstellte. Das Ende des Reiches, der Rheinbund und schließlich die Entstehung des Deutschen Bundes als verfassungsmäßiger Rahmen für die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts werden besonders betont. Ein besonderes Kapitel ist den gesellschaftlichen Wandlungen am Beginn des 19. Jahrhunderts, insbesondere den Reformbewegungen (Stein / Hardenberg), gewidmet. Ein Kapitel über die Entstehung von Verfassungen in Deutschland bis 1850 bildet einen Schwerpunkt. Dabei werden der Entwicklung von Grundrechten und einer Verfassungsgerichtsbarkeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Reichsgründung 1871, die Verfassung dieses Reiches und die Verwirklichung der Rechtseinheit in Deutschland werden dargestellt. Es folgen Kapitel über die Weimarer Republik und ihr frühes Ende durch die nationalsozialistische Machtergreifung, sowie über Totalität und Rechtsfeindlichkeit des Nationalsozialismus. Sodann werden der Wiederaufbau staatlicher Ordnungen nach 1945, die getrennten Wege, die in beiden Teilen Deutschlands beschritten wurden, und schließlich die Probleme der Wiedervereinigung behandelt.

Kurs 3: Einführung in die moderne Strafrechtsgeschichte

Kurs 3 macht mit den neueren Methodenfragen der juristischen Zeitgeschichte, insbesondere der Strafrechtsgeschichte, bekannt. Der darstellende Teil schildert die Entwicklung des modernen Strafrechts seit der Aufklärungszeit in Gesetzgebung und Rechtstheorie. Besondere Aufmerksamkeit findet das Strafrecht des 20. Jahrhunderts einschließlich der Frage, ob die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft einen Bruch oder nur eine Radikalisierung einer ohnehin längst angelegten Entwicklungslinie des Strafrechts bildet.


0751- BoL Bürgerliches Recht IV

Kurs-Nr.: 07510 – 07511 – 07512 – 07514 – 07515

Original-Nr.: 55113
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 6 Ringordner / 3 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: Prinz von Sachsen Gessaphe

Teil 1: Außergerichtliche Mittel zur Forderungsverwirklichung und Mahnverfahren

Teil 2: ZPO I Erkenntnisverfahren

Teil 3: ZPO II Zwangsvollstreckungsverfahren

Bei der Verwirklichung von Forderungen sind die unterschiedlichsten tatsächlichen und rechtlichen Szenarien möglich. Im Idealfall erbringt der Schuldner die geschuldete Leistung rechtzeitig, vollständig und ordnungsgemäß. In diesem Fall erlischt die Forderung des Gläubigers (§ 362 BGB), er ist befriedigt. In der Rechtswirklichkeit treten aber häufig Probleme für den Gläubiger auf, die ihm auf Grund eines – gewillkürten oder gesetzlichen – Schuldverhältnisses zustehende Leistung oder das geschuldete Unterlassen von seinem Schuldner zu erlangen. Es treten also Schwierigkeiten bei der Verwirklichung seiner Forderung auf. Diese können vielfältigste Ursachen haben und zu unterschiedlichsten Reaktionen des Gläubigers Anlass geben:

– In erster Linie wird der Gläubiger bestrebt sein, ohne Einschaltung von Gerichten zu seinem Ziel zu gelangen. Ist er sich mit dem Schuldner uneins über die Berechtigung seiner Forderung, so kann er versuchen, sich mit ihm hierüber zu einigen. Er kann die Eintreibung seiner Forderung aber auch einem Dritten überlassen; besonders häufig geschieht dies durch Verkauf und gleichzeitige Abtretung der Forderung an ein anderes Unternehmen. Bereits im Vorfeld kann aber auch Streit über das Bestehen einer Forderung und das Vorliegen ihrer tatsächlichen Voraussetzungen durch entsprechende Vertragsgestaltung vermieden oder die Verwirklichung der Forderung durch Einräumung von Sicherheiten (Bürgschaft, Hypothek etc.) abgesichert werden. Helfen außergerichtliche Mittel nicht, so bleibt dem Gläubiger die Möglichkeit, die Hilfe staatlicher Gerichte in Anspruch zu nehmen, und zwar auf einer ersten Stufe im Rahmen des Mahnverfahrens. Um diese ersten beiden Ebenen geht es in Teil 1 dieses Moduls.

– Das Mahnverfahren kann bei Widerspruch des Schuldners in ein streitiges Gerichtsverfahren münden oder im Sande verlaufen, der Gläubiger kann auch gleich Leistungsklage zum zuständigen Gericht erheben mit dem Ziel, den Schuldner zur Erbringung der versprochenen Leistung zu verurteilen. Mit einem solchen Urteil ist der Gläubiger jedoch noch nicht am Ziel, wenn der Schuldner hierauf nicht freiwillig leistet. Um dieses gerichtliche Verfahren – das so genannte Erkenntnisverfahren, welches auf die Erlangung eines vollstreckbaren Titels mithilfe der staatlichen Gerichte gerichtet ist, geht es in Teil 2 dieses Moduls.

– Als letzte Möglichkeit bleibt dem Gläubiger, die Zwangsvollstreckung aus einem Vollstreckungsbescheid oder einem Urteil gegen den Schuldner zu betreiben, um seine Forderung mit staatlichen Zwangsmitteln durchzusetzen. Diese Thematik wird in Teil 3 dieses Moduls behandelt.


0760- Juristische Methodenlehre

Kurs-Nr.: 07600 – 07601 – 07602 – 07604 – 07605

Original-Nr.: 05310
GSWS: 2,0
SWS: 2,0
Versand: 5 Ringordner / 14 Tonkassetten

Kursbeschreibung:

Autor: Raisch

Kurseinheit 1: Einleitung und Geschichte bis zum 16. Jahrhundert

Kurseinheit 2: Geschichte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert

Kurseinheit 3: Gegenwärtiger Stand

Problemstellung: Der Kurs behandelt die dem römischen Recht entlehnten tradierten juristischen Interpretationsweisen (Kanones) und erschließt die Erkenntnis, dass zwischen ihrer Eignung für die Lösung juristischer Fälle und einer systematisch angelegten Kodifikation ein nicht zu trennender Zusammenhang besteht.

Dieser Kurs ist Bestandteil des Zusatzstudiengangs Wirtschafts- und Arbeitsrecht.


0763- Einführung in das Sachenrecht

Kurs-Nr.: 07630 – 07631 – 07632 – 07634 – 07635

Original-Nr.: 05295
GSWS: 0,7
SWS: 0,7
Versand: 1 Ringordner /1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Eisenhardt / Stoffels

Dieser Kurs bietet eine komprimierte Einführung in das Sachenrecht. Haupt­anliegen ist es, die Strukturen und Grundprinzipien des Sachenrechts her­vortreten zu lassen und das Zusammenspiel mit den Vorschriften des All­gemeinen Teils des BGB und des Schuldrechts zu verdeutlichen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Mobiliarsachenrecht. Erläutert werden die Grundbegriffe des Sachenrechts, insbesondere die Regelung des Eigen­tums.


0764- Handelsrecht

Kurs-Nr.: 07640 – 07641 – 07642 – 07644 – 07645

Original-Nr.: 05316
GSWS: 1,5
SWS: 1,5
Versand: 3 Ringordner / 2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: (Raisch / Milanovic / Gudera)

Der Kurs beinhaltet die Grundzüge des allgemeinen Handelsrechts.
Neben den Grundlagen werden schwerpunktmäßig behandelt:

– der Kaufmannsbegriff,
– das Unternehmen als Rechtsobjekt,
– der besondere Vertrauensschutz im Handelsrecht,
– sowie die Handelsgeschäfte, insbesondere der Handelskauf.

Darüber hinaus vermittelt der Kurs Inhalte zu Fragen des Umfangs der Vertretungsmacht, bezüglich der unterschiedlichen Hilfspersonen und der Umsatzmittler des Kaufmanns.


0768- Öffentliches Umweltrecht

Kurs-Nr.: 07680 – 07681 – 07682 – 07684 – 07685

Original-Nr.: 55207
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 3 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: Repkewitz

Kurs 1: Öffentliches Umweltrecht
Der erste Teil behandelt die grundlegenden Strukturen des
Umweltverwaltungsrechts, seine Bezüge zum Verfassungs- und Gemeinschaftsrecht sowie seine prozessrechtlichen Besonderheiten. Erarbeitet werden außerdem die Grundlagen des Rechts der Umweltverträglichkeitsprüfung, des so genannten Öko-Audit sowie des Zugangs zu Umweltinformationen.

Der zweite Teil enthält eine Darstellung der Einzelmaterien des medialen Umweltschutzes. Er behandelt das Immissionsschutzrecht und gibt einen Überblick über das Treibhausgas-Emissionshandelsrecht. Außerdem werden das Wasserrecht und das Bodenschutzrecht thematisiert.

Im dritten Teil werden das Naturschutzrecht sowie die Materien des kau-salen Umweltschutzes behandelt. Er befasst sich mit den Strukturen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts und verschafft einen Überblick über das Gefahrstoffrecht sowie das Atom- und Strahlenschutzrecht.


0778- Öffentliches Recht

Kurs-Nr.: 07780 – 07781 – 07782 – 07784 – 07785

Original-Nr.: 55302
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 7 Ringordner / 4 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: Stober

Der Kurs behandelt das Öffentliche Wirtschaftsrecht, das heißt die Gesamtheit der Normen, die die Teilhabe des Staates am ökonomischen Prozess regeln. Gegenstand der Darstellung sind insbesondere zentrale Fragen der Regelungsbefugnis des Staates und die Beteiligung des Staates am Pro¬zess der Produktion sowie der Verteilung von Gütern und Dienstleistungen.


0785- MM Verfahrensrecht

Kurs-Nr.: 07850 – 07851 – 07852 – 07854 – 07855

Original-Nr.: 55304
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 7 Ringordner / 5 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Völzman-Stickelbrock / Hufen / Zwiehoff

Kurs 1: Zivilverfahrensrecht
– Entwicklungstendenzen im Verhältnis materielles Recht/Verfahrensrecht
– Europäisierung des Verfahrensrechts
Bei dem im Zivilverfahrensrecht vermittelten Wissen sollen zwei Bereiche im Vordergrund stehen. Im ersten Teil geht es zunächst darum, das Ver-ständnis für die Rolle des Verfahrensrechts im Verhältnis zum materiellen Recht zu vertiefen. In einigen Bereichen des internationalen Wirtschaftsrechts und vor allem den „grenzenlosen“ Streitigkeiten im Internet kommt dem Verfahrensrecht über seine hergebrachte Funktion als Mittel zur Durchsetzung privater Rechte heute eine weitergehende Bedeutung als Regelungsinstrument zu. Demgemäß sind auch im Verfahrensrecht weit¬reichende Bemühungen zur Rechtsangleichung zu verzeichnen. Außerdem werden die im Bachelor of Laws noch nicht behandelten besonderen Verfahrensarten wie der Urkundenprozess, das familiengerichtliche Verfahren und die Schiedsgerichtsbarkeit behandelt.

Kurs 2: Verwaltungsprozessrecht
– Das Widerspruchsverfahren,
– Allgemeine Sachentscheidungsvoraussetzungen,
– Besondere Sachentscheidungsvoraussetzungen,
– Begründetheit der Klage,
– Vorläufiger Rechtsschutz,
– Verfahren im ersten Rechtszug,
– Rechtsmittel.
Das Verwaltungsprozessrecht ist ein Schlüssel zum theoretischen und praktischen Verständnis des Öffentlichen Rechts. Dies wird deutlich, wenn man anhand der Gliederung der drei Kurseinheiten einen konkreten Entscheidungsablauf vom Widerspruchsverfahren über den Verwaltungsprozess bis hin zum Rechtsmittelverfahren verfolgt. Die Darstellung entspricht den Grundlinien der verwaltungsprozessualen Falllösung.

Kurs 3 Strafverfahrensrecht (Vertiefung)
Das im Bachelor-Modul 55302 (0778-) vermittelte Wissen wird vorausgesetzt und nunmehr vertieft. Das Modul vertieft die Problematik der strafprozessualen Grundrechtseingriffe, insbesondere Untersuchungshaft (einschließlich des europäischen Haftbefehls), Durchsuchung und Beschlagnahme. Erörtert wird insbesondere die Problematik der strafprozessualen Beweiserhebungsverbote. Aus dem Hauptverhandlungsrecht werden Beweismittel und Beweisaufnahme vertieft. Aus dem Bereich der vereinfachen Verfahrenserledigung wird insbesondere das Strafbefehlsverfahren behandelt. Im Vordergrund steht die Perspektive der Strafverteidigung.


0786- Konzernrecht

Kurs-Nr.: 07860 – 07861 – 07862 – 07864 – 07865

Original-Nr.: 05346
GSWS: 1,0
SWS: 1,0
Versand: 3 Ringordner / 2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Raisch / Milanovic

Der Kurs „Konzernrecht“ schließt an den Kurs „Gesellschaftsrecht“ (Originalkursnummer: 00802) an.

Kurseinheit 1: Grundlagen, Vertragskonzerne
Kurseinheit 2: Faktische Konzerne, Konzerne außerhalb des Aktienrechts

Nach einer Erklärung der Grundbegriffe des Rechts der verbundenen Unternehmen wird schwerpunktmäßig das Recht der Aktienkonzerne behandelt. Vor allem der Vertragskonzern und der faktische Konzern werden gewürdigt. Ferner werden ausgewählte Probleme des Konzerns der GmbH und der Personengesellschaft behandelt.


0788- Wettbewerbsrecht

Kurs-Nr.: 07880 – 07881 – 07882 – 07884 – 07885

Original-Nr.: 05704
GSWS: 1,5
SWS: 1,5
Versand: 4 Ringordner / 2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Maasch / Raisch

Der Kurs besteht aus zwei Kurseinheiten:

Kurseinheit 1: Grundzüge des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen
Kurseinheit 2: Grundzüge des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb

Es werden Schwerpunkte des UWG und des GWB vertiefend dargestellt. Entwicklungslinien einzelner Normen werden anhand der höchstrichterlichen Rechtsprechung nachgezeichnet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Bußgeldvorschriften.
Bestandteil des Kurses sind auch zwei Anlagenbände, die vorwiegend gerichtliche Entscheidungen und interessante Aufsätze beinhalten.

Erforderliche Vorkenntnisse:
Kurs 00027 – Einführung in das Wettbewerbsrecht (KE 3)
Der Kurs ist identisch mit Kurs-Nr.: 00804 Wirtschaftswissenschaft


0798- MWM Bauen und Planen in der Kommune

Kurs-Nr.: 07980 – 07981 – 07982 – 07984 – 07985

Original-Nr.: 55307
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 11 Ringordner / 7 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Stober / Repkewitz

Kurs 1: Kommunalrecht
Der Kurs behandelt die Grundzüge des Kommunalrechts.

Teil 1 beschreibt zunächst den Gegenstand des Kommunalrechts, grenzt das Kommunalrecht von anderen Erscheinungsformen ab und stellt die Rechtsquellen dar. Anschließend werden die unterschiedlichen Gemeindeverfassungssysteme gegenübergestellt und die kommunalen Aufgabentypen und ihre rechtliche Unterscheidung dargestellt. Sodann erfolgt eine Einordnung der Kommunen als Glied der europäischen und nationalen Verwaltungsorganisation. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Selbstverwaltungsrecht der Kommunen, das aus verschiedenen Blickwinkeln problematisiert wird (Begriff, Inhalte, Hoheitsrechte, Verhältnis zu anderen Hoheitsträgern, Rechtsschutz).

Teil 2 behandelt unter dem Thema „Demokratieprinzip“ die Rechtstellung der in den Gemeinden lebenden Personen, die Legitimation der Repräsentanten sowie den dazugehörigen Rechtsschutz. Unter dem Thema „Rechtsstaatsprinzip“ wird der Rechtsstatus der gemeindeangehörigen Personen sowie das staatliche Aufsichtsrecht über Gemeinden erörtert. Weitere Kapitel geben einen Überblick über kommunalrechtsrelevante Gemeinschafts- und Staatsaufgaben (Infrastrukturauftrag, Sozialauftrag, Kulturauftrag, Umweltauftrag und Wirtschaftsförderung).

Teil 3 ist dem Kommunalverfassungsrecht gewidmet. Zunächst wird auf die einzelnen Gemeindeorgane (Bedeutung, Zuständigkeit und Rechtsstellung) eingegangen und es wird zum einschlägigen Rechtsschutz Stellung genommen. Im Anschluss werden Rechts- und Organisationsformen der kommunalen öffentlichen Einrichtungen und die Rechtstellung der Benutzer dargestellt. Sodann wird ein Überblick über die Bedeutung und Grundlagen sowie die verschiedenen Rechtsformen kommunaler Zusammenarbeit gegeben. Einen weiteren Schwerpunkt bildet schließlich das Satzungsrecht, dessen Verfahren im Einzelnen auch im Rahmen einer Rechtmäßigkeitsprüfung erörtert wird.

Teil 4 beleuchtet die Rechtsstellung der Kommune bei der Teilnahme am Rechtsverkehr und Fragen kommunaler Haftung. Umfassend wird auf das Haushalts- und Finanzrecht sowie auf das Wirtschaftsrecht der Kommunen eingegangen.

Kurs 2: Öffentliches Baurecht

Das öffentliche Baurecht umfasst die Gesamtheit der Rechtsvorschriften, die die Zulässigkeit und Grenzen sowie die Ordnung und Förderung der baulichen Nutzung des Bodens betreffen. Diese stellt einen wesentlichen Aspekt der wirtschaftlichen Tätigkeit dar. Das Baurecht lässt sich in drei Komplexe aufteilen: das Bauplanungsrecht, das Bodenordnungsrecht und das Bauordnungsrecht. Die bauliche Nutzung des Bodens findet insbesondere durch Errichtung, bestimmungsgemäße Nutzung, wesentliche Veränderung und Beseitigung baulicher Anlagen statt. Zum Raumordnungsrecht gehören die Normen, die die überörtliche und überfachliche Raumplanung und Planverwirklichung betreffen.

Teil 1 enthält zunächst eine begriffliche Bestimmung und Abgrenzung dieses Rechtsgebietes sowie eine Einführung in die Grundstrukturen des Raumplanungsrechts. Dem folgt eine Darstellung der Grundzüge des Rechts der Raumordnung und Landesplanung, die die Grundlage für das Bauplanungsrecht bildet.

Teil 2 behandelt zunächst die Bauleitplanung und stellt die Bauleitpläne, das Verfahren zu ihrer Aufstellung und die Anforderungen an eine rechtmäßige Planung dar. Die Instrumente zur Sicherung und Verwirklichung der Planung werden in den Grundzügen dargestellt. Zweiter Schwerpunkt dieses Teils sind die Bestimmungen über die städtebauliche Zulässigkeit von Vorhaben.

Teil 3 erhalten Sie zunächst einen Überblick über die Instrumente des besonderen Städtebaurechts. Sie lernen die Grundzüge des Bauordnungsrechts kennen und erhalten eine Darstellung des gerichtlichen Rechtsschutzes im Bau- und Raumordnungsrecht. Auf die Bestimmungen über staatliche Ersatzleistungen, soweit sie für das Bauplanungs- und Bauordnungsrecht von Bedeutung sind, werden Sie kurz hingewiesen.


0800- Fallbearbeitung im Verfassungsrecht

Kurs-Nr.: 08000 – 08001 – 08002 – 08004 – 08005

Original-Nr.: 05314
GSWS: 0,7
SWS: 0,7
Versand: 1 Ringordner / 1 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Tsatsos / Wietschel / Holljesiefken

Im vorliegenden Kurs soll den Studierenden des Kurses Nr. 05315 „Einführung in das Verfassungsrecht der Bundesrepublik Deutschland“ vermittelt werden, wie verfassungsrechtliche Fragestellungen im Rahmen des Kurses 05315 bearbeitet werden müssen. Bekannt gemacht wird ansatzweise auch mit grundsätzlichen Fragen der Falllösung.


0806- Recht der Kreditsicherung (mit Fühlgrafiken)

Kurs-Nr.: 08060 – 08061 – 08062 – 08064 – 08065

Original-Nr.: 05347
GSWS: 1,5
SWS: 1,5
Versand: 2 Ringordner / 1 CD im Daisy-Format
Diesem Kurs sind in der Punktschrift-Version Fühlgrafiken beigefügt.

Kursbeschreibung:

Autoren: Eisenhardt

Dieser Kurs soll Grundkenntnisse über die so genannten Sicherungsgeschäfte vermitteln, d.h. diejenigen Rechtsgeschäfte, die dazu dienen, den Gläubiger einer Darlehensrückzahlungsforderung weitgehend vor Verlusten zu schützen, wenn der Schuldner nicht leistet.
Im Einzelnen werden daher behandelt:
– Bürgschaft,
– Sicherungsübereignung,
– Hypothek und Grundschuld etc.
Der Kurs enthält ferner eine kurze Einführung in das Einzelzwangsvollstreckungs- und Insolvenzrecht, da ohne Grundkenntnisse auf diesen Gebieten der Sinn und Zweck der Kreditsicherung nicht deutlich wird.


0809- Insolvenzrecht

Kurs-Nr.: 08090 – 08091 – 08092 – 08094 – 08095

Original-Nr.: 05584
GSWS: 1,5
SWS: 1,5
Versand: 3 Ringordner / 2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: v. Olshausen

Wenn eine Person insolvent ist, das heißt, sie ist nicht mehr in der Lage, alle ihre Verbindlichkeiten zu begleichen, erscheint das System der Einzelvollstreckung, bei dem befriedigt wird, wer zuerst vollstreckt, als nicht mehr sachgerecht. Sinnvoll erscheint dann vielmehr ein Verfahren, in dem das gesamte Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös zur gleichmäßigen anteiligen Befriedigung aller Gläubiger verwendet wird: das Insolvenzverfahren.
Der Kurs stellt die Grundzüge dieses Verfahrens (Voraussetzungen, Durchführung, Beteiligte) dar und erläutert, warum auch in der Insolvenz einige Gläubiger „gleicher als gleich“ sind.
Zum Abschluss wird ein Überblick über das Vergleichsverfahren zur Abwendung der Insolvenz als zweite Form eines Insolvenzverfahren gegeben.


0810- Deutsches Verfassungsrecht

Kurs-Nr.: 08100 – 08101 – 08102 – 08104 – 08105

(Nur für Studierende der KSW)

Original-Nr.: 56051
GSWS: 1,5
SWS: 1,5
Versand: 7 Ringordner / 5 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Rux, Haratsch, Holljesiefken, Huster, u.a.

Der Kurs "Deutsches Verfassungsrecht" bietet nach einer kurzen verfassungstheoretischen und -historischen Einführung (Teil 1) eine Darstellung der Grundrechte des Grundgesetzes (Teil 2) und des nationalen Staatsorganisationsrechts (Teil 3).
Die Studierenden bekommen einen Überblick über die wesentlichen Grundlagen der deutschen Verfassungsordnung. Bei der Auswahl der Themen war man bemüht, möglichst alle Fragestellungen abzudecken, die im Zusammenhang mit der Bearbeitung verfassungsrechtlicher Probleme regelmäßig beantwortet werden müssen. Auf diese Weise soll eine solide Basis für die verfassungsrechtliche Fallbearbeitung geschaffen werden.


0811- Grundlagen des Bürgerlichen Rechts

Kurs-Nr.: 08110 – 08111 – 08112 – 08114 – 08115

Original-Nr.: 05009
GSWS: 4,0
SWS: 4,0
Versand: 6 Ringordner / 6 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: Eisenhardt

Kurseinheit 1: Grundprinzipien des deutschen Privatrechts, Rechtsgeschäft, Willenserklärung, AGB-Gesetz
Kurseinheit 2: Auslegung, Abstraktionsprinzip, Geschäftsfähigkeit, Form, Nichtigkeit, Anfechtbarkeit
Kurseinheit 3: Stellvertretung, Bedingung, Verjährung, Recht der unerlaubten Handlung
Kurseinheit 4: Inhalt vertraglicher Schuldverhältnisse, Erlöschen von Schuldverhältnissen, Leistungsstörungen, Beteiligung Dritter an Schuldverhältnissen
Kurseinheit 5: Kaufrecht, Mietvertrag, Leasingvertrag, Dienstvertrag
Kurseinheit 6: Werkvertrag/Werklieferungsvertrag, Auftrag, Geschäftsführung ohne Auftrag, Maklerrecht, Darlehen, Vergleich /Schuldversprechen/ Schuldanerkenntnis, ungerechtfertigte Bereicherung, Eigentumsübertragung

Der Kurs entspricht inhaltlich Kurs 55101 u. 55103 Bürgerl. Recht I u. II.


0813- Arbeitsverfahrensrecht

Kurs-Nr.: 08130 – 08131 – 08132 – 08134 – 08135
Original-Nr.: 05341
GSWS: 1,5
SWS: 1,5
Versand: 2 Ringordner / 2 CDs Daisy-Format / Kursbeschreibung:

Autoren: Vogg / Palonka

Kurseinheit 1: Das Arbeitsgericht
Kurseinheit 2: Das Verfahren vor dem Arbeitsgericht


0815- Arbeitsrecht I – Individualarbeitsrecht

Kurs-Nr.: 08150 – 08151 – 08152 – 08154 – 08155

Original-Nr.: 05390
GSWS: 4,0
SWS: 4,0
Versand: 9 Ringordner / 4 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Preis / Waas u. a.

Der Kurs behandelt in vier Kurseinheiten das Arbeitsvertragsrecht. Dabei werden auch schon Grundlagen des kollektiven Arbeitsrechts vermittelt, die im Kurs 05391 (Arbeitsrecht II - Kollektives Arbeitsrecht) vertieft werden. Außerdem werden die Einflüsse des EG-Rechts auf das nationale Arbeitsrecht erläutert.

Kurseinheit 1 stellt die Grundlagen des Arbeitsrechts dar (Beispiel: Welche Rechtsquellen gibt es im Arbeitsrecht und in welchem Verhältnis stehen diese zueinander?) und befasst sich mit der Begründung des Arbeitsverhältnisses (Abschluss des Arbeitsvertrages, Nichtigkeitsgründe usw.).

Kurseinheit 2 beschreibt den Inhalt des Arbeitsverhältnisses (Haupt- und Nebenpflichten, EFZG, BUrlG, Haftung etc.)

Die Kurseinheiten 3 und 4 schildern die Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Kündigung und andere Tatbestände).

Kurseinheit 4 erklärt außerdem den Wechsel des Betriebsinhabers (Betriebsübergang) und liefert einen Einblick in das arbeitsgerichtliche Verfahren.

Der Kurs entspricht inhaltlich dem Kurs 55105 – Arbeitsvertragsrecht.


0816- Arbeitsrecht II – Kollektives Arbeitsrecht

Kurs-Nr.: 08160 – 08161 – 08162 – 08164 – 08165

Original-Nr.: 05391
GSWS: 4,0
SWS: 4,0
Versand: 4 Ringordner / 2 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autorin: Tillmanns

Kurseinheit 1:
Fragen der betrieblichen und unternehmerischen Mitbestimmung stehen im Vordergrund.
Kurseinheit 2:
Fragen des Tarifvertragsrechts und das Arbeitskampfrecht.


0826- BoL - Strafrecht

Kurs-Nr.: 08260 – 08261 – 08262 – 08264 – 08265

Original-Nr.: 55107
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 7 Ringordner / 5 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Vormbaum, Haumann, Zwiehoff

Kurs 1 Teil 1: Tötung und Körperverletzung (zugleich Vertiefung von Problemen des Allgemeinen Teils). Klassische Straftatsbestände.
Kurs 1 Teil2: Eigentums-, Vermögens- und Wirtschaftsstraftaten (zugleich Vertiefung von Problemen des Allgemeinen teils)
Kurs 2: Einführung in das Strafverfahrensrecht. Zentrale Verfahrensgrundsätze für das grundlegende Verständnis sowie für das Funktionieren des Strafprozessrechts.
Kurs 3: Einführung in das Ordnungswidrigkeitenrecht. Grundzüge unter Einbeziehung des Bußgeldverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens.
Kurs 4: Steuerstrafrecht. Grundlagen und Einstieg in die Rechtsmaterie im Schnittpunkt zwischen Strafrecht und Steuerrecht.
Vertiefung der entsprechenden Teile des Propädeutikums , Kurs Nr. 0867.


0867- BoL Propädeutikum

Kurs-Nr.: 08670 – 08671 – 08672 – 08674 – 08675
Original-Nr.: 55100
GSWS: 5,0
SWS: 5,0
Versand: 7 Ringordner/ 6 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Haratsch / Huster / Kubis / Preis / Prinz von Sachsen-Gessaphe / Gräfin von Schlieffen / Vormbaum / Waas / Wackerbarth / Zwiehoff

Im Modul 1 gewinnen die Studierenden einen ersten Überblick über die verschiedenen Rechtsgebiete. Die Anfängerinnen und Anfänger erhalten einen motivierenden Einstieg und beherrschen erste Leitbegriffe und Systematisierungen des Rechts im Gesamtzusammenhang. Darüber hinaus haben sie die Grundzüge der juristischen Methode und ihre praktische Anwendung erlernt und können mit den gängigen Informationsquellen umgehen.

Teil 1: Illustrative Einführung in das Recht
– Annäherung an den Lehrstoff durch Beispiele aus dem wirtschaftlichen Alltag
– Hinweise auf die wichtigsten Gebiete des deutschen Rechts
– Zentrale Funktionen, Gliederungen und Definitionen der einzelnen Rechtsgebiete
– Eröffnung von Sachebenen zunehmender Abstraktheit durch Verweise auf die folgenden Kurse und auf die anschließenden Module
– Illustration der Praxisrelevanz des Bachelor-Programms

Ausgangspunkt der Orientierung über den gesamten Lehrstoff des Bachelor-Studiengangs ist ein Einblick in den Arbeitsalltag eines Start-up Unternehmens. Hier stehen eine Geschäftsführerin mit juristischer Vorbildung und ein wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeter Geschäftsführer vor ver-schiedenen Problemen, die sie mit den unterschiedlichen Rechtsgebieten und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen in Berührung bringen.
Die Studierenden werden dazu angeleitet, sich von den konkreten Fällen (Unternehmensalltag) in tiefere Ebenen vorzuarbeiten, wo sie weitergehende Informationen über die diskutierten Rechts- und Wirtschaftsfragen erwarten.
Der Kurs erfüllt mehrere Zwecke: Die Referenzstruktur (vom anschaulichen Beispiel zu den Lernebenen unterschiedlicher Abstraktion) weckt die Neugier auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff. Der Kurs hilft durch die praxisnahe Verankerung der Studieninhalte die Motivation über mehrere Jahre aufrechtzuerhalten. Er verdeutlicht die Interdependenzen der folgenden Module und betont die untrennbare Verflechtung von natio-nal- und europarechtlichen Regelungen sowie die Verbindung von rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Problemen.

Teil 2: Basiskurs Rechtswissenschaft
Der Basiskurs Rechtswissenschaft gliedert sich in drei Teile.
Im zivilrechtlichen Teil werden die Stellung des Privatrechts im Gesamtsystem der Rechtsordnung und die Bedeutung des Bürgerlichen Rechts als Kern des deutschen Privatrechts erörtert. Neben den Quellen des Privatrechts wird auch das Verhältnis von politischer Ordnung und Privatrecht behandelt. Die Hauptprinzipien des Privatrechts, insbesondere die Privatautonomie, werden dargestellt. Am Beispiel der Rechtsgeschäftslehre, vor allem anhand des Zustandekommens eines Vertrages, wird den Studierenden ein erster praktischer Eindruck von der Funktion des Privatrechts vermittelt.
Die Einführung ins Öffentliche Recht soll die Antwort auf Grundfrage aller Anfangssemester bereithalten – was heißt und zu welchem Ende studiert man Öffentliches Recht? Ansatzpunkt ist eine funktionale Annäherung an das Bezugsgebiet des Öffentlichen Rechts, der öffentlichen Gewalt und ihrer Aufgaben. Auf dieser Grundlage werden die vier Dimensionen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts entwickelt – Eingriff, Leistung, Infrastruktur und Vorsorge sowie Organisation – und mit Fallbeispielen veranschaulicht. Die Gliederungsstrukturen des Öffentlichen Rechts werden im Zusammenhang mit der Vielschichtigkeit der erfassten Lebensgebiete aufgezeigt. Im Weiteren werden spezifische Grundstrukturen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts in nationaler und europäischer Dimension dargestellt.
Der dritte Teil des Basiskurses befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des Strafrechts. Dazu gehört in erster Linie die grundlegende Frage, was die Strafe ist. Das seit Jahrhunderten umstrittene Problem, welchen Sinn Strafrecht überhaupt hat, wird daraufhin in philosophischer und geschichtlicher Perspektive erläutert. Im Weiteren wird den Studierenden das Gesetzlichkeitsprinzip „nullum crimen, nulla poena sine lege“ mit seinen Konsequenzen als ein Grundbegriff des modernen Strafrechts und das System der strafrechtlichen Sanktionen nähergebracht. Die abschließende Einführung in das System der Straftat gibt einen Ausblick auf die vertiefende Auseinandersetzung im folgenden Strafrechtsmodul.

Teil 3: Juristisches Arbeiten
Der Kurs Juristisches Arbeiten stellt die besonderen Arbeitsmittel und Methoden des juristischen Denkens im Öffentlichen Recht, Zivilrecht und Strafrecht dar. Die Studierenden erhalten einen Überblick, welche Informationsquellen ihnen in den einzelnen Rechtsbereichen zur Verfügung stehen und wie sie diese Quellen für eigene Arbeiten kritisch und reflektiert nutzen. Sie erwerben damit ein Orientierungswissen, das sie befähigt, sich in der Flut juristischer Informationen zurechtzufinden. Daneben werden die grundlegenden Regeln der juristischen Textproduktion und Darstellungs-methode, die sowohl für das Studium als auch die spätere berufliche Tätigkeit von Bedeutung sind, vorgestellt und erläutert.

Teil 4: Juristisches Arbeiten - Praktische Hinweise
Die letzte Kurseinheit des Moduls besteht aus acht Beiträgen verschiedener Autoren, die den Studierenden praktische Hilfestellung bei der Falllösung und der Erstellung eigener juristischer Texte bieten sollen.
Nach einer allgemeinen Einführung in die juristische Methode für Anfänger werden die Einzelprobleme der Fallbearbeitung wie juristisches Argumentieren, Umgang mit Sachverhalt und Subsumtion sowie Auslegung von Gesetzen angesprochen.
Die folgenden drei Beiträge erläutern den Umgang mit fachspezifischen Schwierigkeiten, mit denen Studierende in den drei Rechtsgebieten Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht konfrontiert werden.
Zum Abschluss werden die formalen Anforderungen an eine Seminar- oder Bachelorarbeit erläutert.


0868- BoL Bürgerliches Recht I Das Rechtsgeschäft und die Instrumente des Privatrechts

Kurs-Nr.: 08680 – 08681 – 08682 – 08684 – 08685

Original-Nr.: 55101
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 8 Ringordner / 8 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Einenhardt, Kubis, Wackerbarth

Das Modul 2 bereitet die Studenten auf ihre spätere Tätigkeit als Wirt-schaftsrechtler vor, indem es ihnen nach einer Einführung in das Privatrecht die im Wesentlichen im Allgemeinen Teil des BGB geregelten Institute des Privatrechts erläutert, die sie später in der Praxis beherrschen müssen.

Der Kurs gliedert sich in drei Teile:

Teil1: - Einführung in das Privatrecht
– Privatrecht im System des deutschen Rechts
– Grundprinzipien
– Privatrecht und Verfassung
– Quellen des bürgerlichen Rechts
In der Einführung wird den Studenten erläutert, welche Rechtsgebiete das Privatrecht umfasst, unter welchen Gesichtspunkten man es unterteilen kann und welche Stellung das Bürgerliche Recht innerhalb des Privatrechts einnimmt, nämlich eine zentrale. Das Prinzip der Privatautonomie wird erklärt, die Bedeutung von Grundrechten und schließlich auch die Bedeutung von Gesetz und Richterrecht als wesentliche Rechtsquellen des Privatrechts.

Die Grundzüge der Rechtsgeschäftslehre
– Rechtsgeschäft und Willenserklärung
– Zugang
– Formerfordernisse
– Anfechtbarkeit und Anfechtung
– Das Zustandekommen eines Vertrages
– Allgemeine Geschäftsbedingungen
– Die Auslegung der Rechtsgeschäfte

Teil2:
Der zweite Teil bringt den Studenten das wesentliche Handwerkszeug des Vertragsrechtlers nahe. Die zentrale Bedeutung der Rechtsgeschäftslehre verdeutlicht die Gliederung, die sich zunächst mit dem Zustandekommen und der Wirksamkeit von Willenserklärungen einschließlich der Auslegung beschäftigt und sodann das Zustandekommen von Verträgen unter Einbeziehung der in der Praxis wichtigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen beschäftigt.
Weitere Institute des Privatrechts
– Stellvertretung
– Fristen und Termine
– Verjährung
– Bedingungen
– Sittenwidrigkeit und andere Nichtigkeitsgründe
– Teilnichtigkeit und Umdeutung

Teil 3:
Der dritte Teil behandelt weitere Institute und Rechtsfiguren des BGB, die ebenfalls im Zusammenhang mit der Rechtsgeschäftslehre stehen und dem Wirtschaftsrechtler vertraut sein müssen und ihm später bei der Aufgabe, Verträge zu gestalten, hilfreich sein werden.


0870- BoL Bürgerliches Recht II – Das Schuldverhältnis

Kurs-Nr.: 08700 – 08701 – 08702 – 08704 – 08705

Original-Nr.: 55103
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 8 Ringordner / 8 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Wackerbarth / Waas

Im zweiten Modul des Bürgerlichen Rechts steht das Schuldrecht des BGB im Vordergrund. Die Regeln des Schuldrechts sind weitgehend dispositiver Natur, gesetzlich geregelt sind – von einigen Ausnahmen abgesehen – im Wesentlichen punktuelle Austauschverhältnisse. Die Gestaltung von Verträgen, insbesondere von auf längere Dauer angelegten Verträgen, steht aufgrund der Vertragsfreiheit weitgehend im Ermessen der Vertragsparteien. Eine der Hauptaufgaben des ausgebildeten Wirtschaftsrechtlers wird es sein, Verträge zu entwerfen. Dabei sollte er die in der Praxis regelmäßig auftauchenden Probleme der Entstehung und der Durchführung von Schuldverhältnissen kennen und mit den denkbaren Leistungsstörungen und Problemen der Vertragserfüllung und ihres Nachweises vertraut sein.

Der Kurs gliedert sich in mehrere Teile:

  • Gliederung,
  • Prinzipien,
  • Rechtsquellen des Schuldrechts,
  • Das Schuldverhältnis – von der Entstehung bis zum Erlöschen,
  • Leistungsstörungen,
  • Einzelne Schuldverhältnisse:

Gliederung, Prinzipien, Rechtsquellen des Schuldrechts

  • Übersicht über die Regeln des Schuldrechts
  • Lernziel: Die 7 Prinzipien des Schuldrechts
  • Die Schuldrechtsreform

Den Studenten soll zunächst die Gliederung des Gesetzes nach der Schuldrechtsreform nahe gebracht werden, sie sollen sich im zweiten Buch des BGB zurechtfinden. Anschließend werden wichtige Grundsätze des Schuldrechts (z.B. das Relativitätsprinzip, das Verschuldensprinzip oder der Grundsatz pacta sunt servanda) erläutert, die nach Durcharbeitung des Moduls den Lernenden in Fleisch und Blut übergegangen sein sollen.Schließlich werden sie auf einige Schwierigkeiten hingewiesen, die die Änderungen durch die Schuldrechtsreform für den Rechtsanwender mit sich bringen.

Teil 1: Das Schuldverhältnis – vom Zustandekommen bis zur Erfüllung

  • Begriff und Entstehung
  • Inhalt
  • Erlöschen des Anspruchs
  • Beendigung des Schuldverhältnisses

Nach einer erläuternden Übersicht werden Einteilungen der Schuldverhältnisse und Leistungsmodalitäten besprochen. Um die später folgenden Regeln des Leistungsstörungsrechts, aber auch die der Erfüllung oder der Aufrechnung besser verstehen zu können, erfolgt in diesem Rahmen auch eine beschreibende Einführung in das Recht der Durchsetzung von Forderungen (Klage, Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung). Weiter wird erläutert, welche Hilfsmittel dem Rechtsanwender, aber auch dem Vertragsgestalter zur konkretisierenden Bestimmung des Inhalts eines Schuldverhältnisses zur Verfügung stehen. Es werden so wichtige Institute wie Erfüllung, Aufrechnung, Hinterlegung und Erlass besprochen, sowie andere Gründe für die Beendigung des Schuldverhältnisses angesprochen (Aufhebungsvertrag, Novation, Rücktritt, Verbraucherwiderruf, Kündigung usw.).

Teil 2: Leistungsstörungen

  • Pflichtverletzung als Grundbegriff des Leistungsstörungsrechts
  • Unmöglichkeit: Verzug und Verzögerung, Schlechtleistung
  • Vertretenmüssen
  • Wegfall der Geschäftsgrundlage
  • Fristsetzung und Abmahnung
  • Minderung und sonstige Vertragsanpassung, Vertragsstrafe
  • Schadenersatz, Rücktritt und Kündigung
  • Der Verbraucherwiderruf

Ein wichtiges Kapitel stellt sicherlich das Recht der Leistungsstörungen dar. Nachdem klar ist, zu welchen Störungen es innerhalb des Schuldverhältnisses überhaupt kommen kann (Spät-, Nicht-, Schlechterfüllung), sollen die Studenten die grundsätzliche Interessenlage bei Leistungsstörungen kennenlernen und als Wirtschaftsrechtler genau wissen, welche Reaktionsmöglichkeiten und Rechtsmittel der jeweils betroffenen Partei zur Verfügung stehen. Dabei wird insbesondere Wert auf die Behandlung von Störungen bei Dauerschuldverhältnissen gelegt und die Möglichkeit vertraglicher Vorsorge, z.B. durch eine Vertragsstrafe oder Bedingung sowie Haftungsbeschränkungen, Gefahrtragungsregelungen, Klauseln über das Vertretenmüssen oder die Folgen unvorhersehbarer Veränderung äußerer Umstände. Der Begriff des Schadensersatzes statt der Leistung neben dem allgemeinen Begriff des Schadensersatzes wird hier ebenso erläutert wie die Kombination der verschiedenen zur Verfügung stehenden Mittel. Das Gewährleistungsrecht des Kaufvertrages als praktisch bedeutsamste Sonderregelung und zugleich Anwendungsfall des Leistungsstörungsrechts wird an dieser Stelle z.T. mit besprochen, ebenso das stets komplizierter werdende Recht des Verbraucherwiderrufs.

Einzelne Schuldverhältnisse und besondere Regeln für bestimmte Personen

Teil 3: Vertragliche Schuldverhältnisse

  • Kauf-, Miet-, Dienstverträge
  • Werk- und Werklieferungsverträge
  • Darlehens-, Leasingvertrag,
  • Factoring, Franchising

Teil 4: Gesetzliche Schuldverhältnisse

  • Deliktsrecht/Produkthaftungsrecht
  • Geschäftsführung ohne Auftrag
  • Bereicherungsrecht

Ein Schwerpunkt wird hier – im Gegensatz zum herkömmlichen Studium – neben dem Kauf- und Werkvertragsrecht auf dem in der Praxis wichtigen Darlehensrecht liegen sowie bei den nicht geregelten Vertragstypen und beim Produkthaftungs- und allgemeinem Deliktsrecht. Vor allem der Schwerpunkt auf nicht geregelten Vertragstypen ist für den Wirtschaftsjuristen von Belang. Denn die Tatsache, dass sich im Laufe der Zeit Vertragstypen aufgrund der Bedürfnisse der Wirtschaft herausgebildet haben, die im BGB nicht vorgesehen sind, zeigt, dass ein darauf abgestimmtes Modul zwingend erforderlich ist.


0871- BWM Polizei- und Ordnungsrecht sowie Staatshaftungsrecht

Kurs-Nr.: 08710 – 08711 – 08712 – 08714 – 08715

(Nur für Akademiestudierende)

Original-Nr.: 55213
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 8 Ringordner / 4 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Gusy / Battis / Haratsch / Holljesiefken

Kurs 1: Polizei- und Ordnungsrecht
Das Polizei- und Ordnungsrecht beschäftigt sich mit der Gefahrenabwehr durch Polizei- und Ordnungsbehörden. Der staatliche Schutz gegen Risiken, vor deren Verwirklichung das Polizei- und Ordnungsrecht schützen soll, schafft den Rahmen dafür, dass die Bürger in einem Klima relativer Sicherheit leben und wirtschaften können. Je weiter der staatliche Schutz gegen Risiken aus der Sphäre Dritter reicht, desto schutzloser ist der Beschützte dabei aber gegenüber dem Staat. Das Polizei- und Ordnungsrecht gibt den Staatsorganen damit nicht nur Handlungsbefugnisse, sondern beschränkt auch den Bereich der staatlichen Einflussnahme. Behandelt werden sollen im Einzelnen die Organisation sowie die Aufgaben und Befugnisse der Polizei- und Ordnungsbehörden, die polizeirechtliche Verantwortlichkeit, das Vollstreckungs- und Kostenrecht sowie Entschädigungsansprüche des Einzelnen und Fragen des Rechtsschutzes gegen polizeiliche und ordnungsbehördliche Maßnahmen. Auch die Bezüge zum internationalen Recht, insbesondere zum Recht der Europäischen Union (z.B. Europol, Eurojust), werden aufgezeigt.

Kurs 2: Staatshaftungsrecht
Das Staatshaftungsrecht behandelt die Frage, welche Ansprüche ein Bürger hat, der durch das rechtswidrige Verhalten oder die rechtswidrigen Verhaltensfolgen eines Trägers öffentlicher Gewalt geschädigt worden ist. Auf der Rechtsfolgenseite geht es dabei nicht nur um Schadensersatz oder Entschädigung, sondern auch – und primär – um die Wiederherstellung des Zustandes, der vor der Rechtsverletzung bestand. Im Einzelnen behandelt werden der Folgenbeseitigungsanspruch, die Amtshaftung bei hoheitlichem und fiskalischem Handeln, Ansprüche aus Enteignung, die Haftungsinstitute des enteignungsgleichen Eingriffs, des enteignenden Eingriffs und der ausgleichspflichtigen Inhaltsbestimmung sowie der Aufopferung. Dargelegt wird zudem das Verhältnis der Anspruchsgrundlagen untereinander. Bedeutung hat im Bereich des Staatshaftungsrechts auch das Europäische Gemeinschaftsrecht gewonnen. Unter dem Einfluss der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs hat sich insbesondere das bundesdeutsche Amtshaftungsrecht gewandelt. Daneben werden auch die (Amts-)Haftung der Europäischen Gemeinschaft selbst sowie die Staatshaftung für die Verletzung von Europäischem Gemeinschaftsrecht eingehend dargestellt.

Angela Trothe-Voß | 01.06.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, ZMI, Audiotaktile Medien, 58084 Hagen