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6.7 Rechtswissenschaft

Die im Folgenden aufgeführten rechtswissenschaftlichen Kurse geben einen breiten Überblick über allgemeine, grundlegende und spezielle Bereiche des deutschen Rechtswesens.

Sie entsprechen nicht dem Gesamtangebot der FernUniversität und sollen bespielhaft einen Einblick in die Struktur des Studiums und der Studienbriefe geben.

Konkret prüfungsrelevant angeforderte Kurse fragen wir in ihrer aktuellsten Version im Lehrgebiet direkt nach und beschaffen die den aktuellen Studienbriefen zugrunde liegenden word- oder pdf-Dateien. So können wir der sich ständig ändernden Gesetzesvorlagen Rechnung tragen.

Angebotene Kurse, die wir zur Braille-Ausgabe umgearbeitet beziehungsweise auf DAISY produziert haben, werden nicht revidiert. Sie geben aber einen grundlegenden Überblick über die Rechtssituation. Bei diesen Kursen bieten wir die aktuellen word/pdf-Dokumente an.

Akademiestudium

Die FernUniversität in Hagen bietet Interessentinnen und Interessenten die Möglichkeit des Akademiestudiums an, um einzelne Module zu studieren. Akademiestudierende können – abgesehen von wenigen Ausnahmen* – alle Module der rechtswissenschaftlichen Fakultät im Rahmen des Akademiestudiums belegen.

Auch wenn grundsätzlich alle Module der rechtswissenschaftlichen Fakultät (mit Ausnahme der Module des Studiums Erste Juristische Prüfung) von Akademiestudierenden belegt werden können, ist eine Teilnahme an den dazugehörigen Modulabschlussprüfungen auf folgende Module beschränkt:

  • 55100 (0867) – Propädeutikum unter Einbeziehung einer Einführung in die Wirtschaftswissenschaften
  • 55101 (0868) – Allgemeiner Teil des BGB
  • 55103 (0870) – Schuldrecht Allgemeiner Teil
  • 55104 (0774) – Staats- und Verfassungsrecht sowie Grundlagen des Europarechts
  • 55105 (0812) – Arbeitsvertragsrecht
  • 55106 (0866) – Schuldrecht Besonderer Teil
  • 55107 (0826) – Einführung in das Strafrecht
  • 55108 (0817) – Sachenrecht, Recht der Kreditsicherung und Insolvenzrecht
  • 55111 (0825) – Allgemeines Verwaltungsrecht und Grundzüge des Verwaltungsprozessrechts.

Voraussetzung für die Teilnahme an den jeweiligen Modulabschlussprüfungen ist – wie auch bei ordentlich eingeschriebenen Studierenden – die oben beschriebene Erbringung der zur Erlangung der Prüfungsberechtigung vorgesehenen Leistungen.

*Ausnahme: Module des Studiengangs Erste Juristische Prüfung können nur von Studierenden belegt werden, die in den Studiengang Rechtswissenschaft Erste Juristische Prüfung eingeschrieben sind.


0733 - MoL IV/1 Rechtsgeschichte

Kurs-Nr.: 07330 – 07331 – 07332 – 07334 – 07335

Original-Nr.: 5305
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 9 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Eisenhardt / Vormbaum / Bergmann / Rentrop

Dieses Modul beschäftigt sich mit der Entstehung, dem Wandel und dem Vergehen von Rechtsformen und Rechtseinrichtungen, aber auch mit den Ursachen und Kräften, den Gedanken und Strömungen, welche die Entwicklung des Rechts beeinflusst haben und im Gegenwartsrecht fortwirken. Dabei soll ein Schwerpunkt auf der Juristischen Zeitgeschichte liegen. Die Studierenden sollen erkennen, dass wir inmitten einer Entwicklung stehen, die uns in weitere Veränderungen führen wird; sie sollen das historisch Entwickelte als wandelbar verstehen. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen sollen die Studierenden dem heutigen System aufgeschlossen, aber auch kritisch gegenüber stehen.

Kurs 1: Grundzüge der deutschen Privatrechtsgeschichte

Kurs 1 beginnt mit der Rezeption des römischen und kanonischen Rechts und deren Folgewirkungen, ohne die die Entwicklung des Privatrechts ohne Verständnis bleibt. Es werden sodann die wesentlichen Entwicklungslinien bis zur Gegenwart gezogen. Dabei wird dem Kodifikationsstreit und der Entstehung des BGB eine besondere Bedeutung zugemessen. Die Entstehung des BGB bildet einen weiteren Schwerpunkt. Die Anwendung des Privatrechts unter der Herrschaft des Nationalsozialismus und die auseinander strebenden Entwicklungen in den beiden Teilen Deutschlands bilden das Schlusskapitel.

Kurs 2: Deutsche Verfassungsgeschichte

Kurs 2 des Moduls ist der neuzeitlichen Verfassungsgeschichte gewidmet. Hier wird der verfassungsmäßige und gesellschaftliche Rahmen skizziert, in dem sich Privatrecht (Kurs 1) und Strafrecht (Kurs 3) entwickeln konnten. Begonnen wird mit der Verfassung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, wie sie sich insbesondere im Zeitalter der Aufklärung mit ihren wesentlichen Veränderungen im Privat- und Strafrecht darstellte. Das Ende des Reiches, der Rheinbund und schließlich die Entstehung des Deutschen Bundes als verfassungsmäßiger Rahmen für die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts werden besonders betont. Ein besonderes Kapitel ist den gesellschaftlichen Wandlungen am Beginn des 19. Jahrhunderts, insbesondere den Reformbewegungen (Stein / Hardenberg), gewidmet. Ein Kapitel über die Entstehung von Verfassungen in Deutschland bis 1850 bildet einen Schwerpunkt. Dabei werden der Entwicklung von Grundrechten und einer Verfassungsgerichtsbarkeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Reichsgründung 1871, die Verfassung dieses Reiches und die Verwirklichung der Rechtseinheit in Deutschland werden dargestellt. Es folgen Kapitel über die Weimarer Republik und ihr frühes Ende durch die nationalsozialistische Machtergreifung, sowie über Totalität und Rechtsfeindlichkeit des Nationalsozialismus. Sodann werden der Wiederaufbau staatlicher Ordnungen nach 1945, die getrennten Wege, die in beiden Teilen Deutschlands beschritten wurden, und schließlich die Probleme der Wiedervereinigung behandelt.

Kurs 3: Einführung in die moderne Strafrechtsgeschichte

Kurs 3 macht mit den neueren Methodenfragen der juristischen Zeitgeschichte, insbesondere der Strafrechtsgeschichte, bekannt. Der darstellende Teil schildert die Entwicklung des modernen Strafrechts seit der Aufklärungszeit in Gesetzgebung und Rechtstheorie. Besondere Aufmerksamkeit findet das Strafrecht des 20. Jahrhunderts einschließlich der Frage, ob die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft einen Bruch oder nur eine Radikalisierung einer ohnehin längst angelegten Entwicklungslinie des Strafrechts bildet.


0751- Zivilprozessrecht

Kurs-Nr.: 07510 – 07511 – 07512 – 07514 – 07515

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument belegen Sie unter 07515.)

Original-Nr.: 55113
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 6 Ringordner / 3 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: Prinz von Sachsen Gessaphe

Teil 1: Außergerichtliche Mittel zur Forderungsverwirklichung und Mahnverfahren

Teil 2: ZPO I Erkenntnisverfahren

Teil 3: ZPO II Zwangsvollstreckungsverfahren

Bei der Verwirklichung von Forderungen sind die unterschiedlichsten tatsächlichen und rechtlichen Szenarien möglich. Im Idealfall erbringt der Schuldner die geschuldete Leistung rechtzeitig, vollständig und ordnungsgemäß. In diesem Fall erlischt die Forderung des Gläubigers (§ 362 BGB), er ist befriedigt. In der Rechtswirklichkeit treten aber häufig Probleme für den Gläubiger auf, die ihm auf Grund eines – gewillkürten oder gesetzlichen – Schuldverhältnisses zustehende Leistung oder das geschuldete Unterlassen von seinem Schuldner zu erlangen. Es treten also Schwierigkeiten bei der Verwirklichung seiner Forderung auf. Diese können vielfältigste Ursachen haben und zu unterschiedlichsten Reaktionen des Gläubigers Anlass geben:

– In erster Linie wird der Gläubiger bestrebt sein, ohne Einschaltung von Gerichten zu seinem Ziel zu gelangen. Ist er sich mit dem Schuldner uneins über die Berechtigung seiner Forderung, so kann er versuchen, sich mit ihm hierüber zu einigen. Er kann die Eintreibung seiner Forderung aber auch einem Dritten überlassen; besonders häufig geschieht dies durch Verkauf und gleichzeitige Abtretung der Forderung an ein anderes Unternehmen. Bereits im Vorfeld kann aber auch Streit über das Bestehen einer Forderung und das Vorliegen ihrer tatsächlichen Voraussetzungen durch entsprechende Vertragsgestaltung vermieden oder die Verwirklichung der Forderung durch Einräumung von Sicherheiten (Bürgschaft, Hypothek etc.) abgesichert werden. Helfen außergerichtliche Mittel nicht, so bleibt dem Gläubiger die Möglichkeit, die Hilfe staatlicher Gerichte in Anspruch zu nehmen, und zwar auf einer ersten Stufe im Rahmen des Mahnverfahrens. Um diese ersten beiden Ebenen geht es in Teil 1 dieses Moduls.

– Das Mahnverfahren kann bei Widerspruch des Schuldners in ein streitiges Gerichtsverfahren münden oder im Sande verlaufen, der Gläubiger kann auch gleich Leistungsklage zum zuständigen Gericht erheben mit dem Ziel, den Schuldner zur Erbringung der versprochenen Leistung zu verurteilen. Mit einem solchen Urteil ist der Gläubiger jedoch noch nicht am Ziel, wenn der Schuldner hierauf nicht freiwillig leistet. Um dieses gerichtliche Verfahren – das so genannte Erkenntnisverfahren, welches auf die Erlangung eines vollstreckbaren Titels mithilfe der staatlichen Gerichte gerichtet ist, geht es in Teil 2 dieses Moduls.

– Als letzte Möglichkeit bleibt dem Gläubiger, die Zwangsvollstreckung aus einem Vollstreckungsbescheid oder einem Urteil gegen den Schuldner zu betreiben, um seine Forderung mit staatlichen Zwangsmitteln durchzusetzen. Diese Thematik wird in Teil 3 dieses Moduls behandelt.


0768- Öffentliches Umweltrecht

Kurs-Nr.: 07680 – 07681 – 07682 – 07684 – 07685

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument belegen Sie unter 07685.)

Original-Nr.: 55207
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 3 Ringordner / 3 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autor: Repkewitz

Kurs 1: Öffentliches Umweltrecht
Der erste Teil behandelt die grundlegenden Strukturen des
Umweltverwaltungsrechts, seine Bezüge zum Verfassungs- und Gemeinschaftsrecht sowie seine prozessrechtlichen Besonderheiten. Erarbeitet werden außerdem die Grundlagen des Rechts der Umweltverträglichkeitsprüfung, des so genannten Öko-Audit sowie des Zugangs zu Umweltinformationen.

Der zweite Teil enthält eine Darstellung der Einzelmaterien des medialen Umweltschutzes. Er behandelt das Immissionsschutzrecht und gibt einen Überblick über das Treibhausgas-Emissionshandelsrecht. Außerdem werden das Wasserrecht und das Bodenschutzrecht thematisiert.

Im dritten Teil werden das Naturschutzrecht sowie die Materien des kau-salen Umweltschutzes behandelt. Er befasst sich mit den Strukturen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts und verschafft einen Überblick über das Gefahrstoffrecht sowie das Atom- und Strahlenschutzrecht.


0774- Modul: Staats- und Verfassungsrecht sowie Grundlagen des Europarechts

Kurs-Nr.:07741 – 07745

Original-Nr.: 55104
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 5 Dokumentetxt, word/pdf

Kursbeschreibung:

Autoren: Haratsch u.a.

Das deutsche Verfassungsrecht stellt die Grundlage der nationalen Rechtsordnung dar. Zu den wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte gehört die Öffnung der innerstaatlichen Verfassungsordnung gegenüber europarechtlichen Einflüssen. Das Modul soll zunächst einen Einblick in das nationale Verfassungsrecht geben, bevor abschließend die Verknüpfung mit der europäischen Rechtsordnung dargestellt wird. Kurs 1 bietet eine kurze verfassungstheoretische und -historische Einführung und erläutert übersichtlich wichtige Begriffe des deutschen und europäischen Verfassungsrechts. Kurs 2 stellt die Grundrechte des Grundgesetzes, insbesondere solche von wirtschaftlicher Relevanz dar. Kurs 3 widmet sich den Grundstrukturen des nationalen Staatsorganisationsrechts. Kurs 4 behandelt Stellung und Aufgaben des Bundesverfassungsgerichts und gibt einen Überblick über die wichtigsten verfassungsgerichtlichen Verfahrensarten. Kurs 5 erläutert die Querverbindungen und Wechselbezüglichkeiten zwischen dem deutschen und europäischen Verfassungsrecht.


0785- MM Verfahrensrecht

Kurs-Nr.: 07850 – 07851 – 07852 – 07854 – 07855

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument belegen Sie unter 07855.)

Original-Nr.: 55304
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 7 Ringordner / 5 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Völzman-Stickelbrock / Hufen / Zwiehoff

Kurs 1: Zivilverfahrensrecht
– Entwicklungstendenzen im Verhältnis materielles Recht/Verfahrensrecht
– Europäisierung des Verfahrensrechts
Bei dem im Zivilverfahrensrecht vermittelten Wissen sollen zwei Bereiche im Vordergrund stehen. Im ersten Teil geht es zunächst darum, das Ver-ständnis für die Rolle des Verfahrensrechts im Verhältnis zum materiellen Recht zu vertiefen. In einigen Bereichen des internationalen Wirtschaftsrechts und vor allem den „grenzenlosen“ Streitigkeiten im Internet kommt dem Verfahrensrecht über seine hergebrachte Funktion als Mittel zur Durchsetzung privater Rechte heute eine weitergehende Bedeutung als Regelungsinstrument zu. Demgemäß sind auch im Verfahrensrecht weit¬reichende Bemühungen zur Rechtsangleichung zu verzeichnen. Außerdem werden die im Bachelor of Laws noch nicht behandelten besonderen Verfahrensarten wie der Urkundenprozess, das familiengerichtliche Verfahren und die Schiedsgerichtsbarkeit behandelt.

Kurs 2: Verwaltungsprozessrecht
– Das Widerspruchsverfahren,
– Allgemeine Sachentscheidungsvoraussetzungen,
– Besondere Sachentscheidungsvoraussetzungen,
– Begründetheit der Klage,
– Vorläufiger Rechtsschutz,
– Verfahren im ersten Rechtszug,
– Rechtsmittel.
Das Verwaltungsprozessrecht ist ein Schlüssel zum theoretischen und praktischen Verständnis des Öffentlichen Rechts. Dies wird deutlich, wenn man anhand der Gliederung der drei Kurseinheiten einen konkreten Entscheidungsablauf vom Widerspruchsverfahren über den Verwaltungsprozess bis hin zum Rechtsmittelverfahren verfolgt. Die Darstellung entspricht den Grundlinien der verwaltungsprozessualen Falllösung.

Kurs 3 Strafverfahrensrecht (Vertiefung)
Das im Bachelor-Modul 55302 (0778-) vermittelte Wissen wird vorausgesetzt und nunmehr vertieft. Das Modul vertieft die Problematik der strafprozessualen Grundrechtseingriffe, insbesondere Untersuchungshaft (einschließlich des europäischen Haftbefehls), Durchsuchung und Beschlagnahme. Erörtert wird insbesondere die Problematik der strafprozessualen Beweiserhebungsverbote. Aus dem Hauptverhandlungsrecht werden Beweismittel und Beweisaufnahme vertieft. Aus dem Bereich der vereinfachen Verfahrenserledigung wird insbesondere das Strafbefehlsverfahren behandelt. Im Vordergrund steht die Perspektive der Strafverteidigung.


0812- Arbeitsvertragsrecht

Kurs-Nr.: 08121 – 08125

Original-Nr.: 55105
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand:4 Dokumente txt/doc/pdf

Kursbeschreibung:

Autoren: Preiss u.a.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,

  • die Grundlagen des Arbeitsvertragsrechts zu beherrschen,
  • arbeitsrechtliche Fragestellungen durch entsprechendes Problembewusstsein einer sachgerechten Lösung zuzuführen,
  • spezielle Problemstellungen im Arbeitsrecht zu analysieren und zu strukturieren,
  • Arbeitsvertragsgestaltungen rechtlich beurteilen zu können, die Pflichten im Arbeitsverhältnis und die Rechtsfolgen bei deren Verletzung zu erkennen sowie die unterschiedlichen Beendigungsformen eines Arbeitsverhältnisses zu unterscheiden und zu bewerten,
  • die Voraussetzungen der zwischen den Parteien des Arbeitsverhältnisses regelmäßig in Betracht kommenden Ansprüche (bspw. Schadensersatzansprüche, urlaubsrechtliche Ansprüche, Ansprüche auf Lohnfortzahlung etc.) zu kennen und anwenden zu können,
  • die Rechtsquellen des Arbeitsrechts zu benennen sowie deren Anwendung zu beherrschen,

sich mit der aktuellen arbeitsrechtlichen Rechtsprechung dergestalt auseinander zu setzen, dass sie arbeitsrechtliche Problemstellungen praxisgerecht lösen können.


0817- Bürgerliches Recht III: Sachenrecht, Recht der Kreditsicherung, Insolvenzrecht

Kurs-Nr.: 08171 – 08175

Original-Nr.: 55108
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 3 Dokumente txt/doc/pdf

Kursbeschreibung:

Autoren: Völzmann-Stickelbrock u.a.

Die Studierenden erhalten in diesem Kurs zunächst eine Einführung in das Sachenrecht. Dies dient als Grundlage für das Verständnis der in der Wirtschaft bedeutsamen Fragen des Kreditsicherungsrechts. Da sich Kreditsicherheiten insbesondere in der Krise bewähren, erlernen die Studenten im letzten Teil des Moduls, wann ein Insolvenzverfahren einzuleiten ist, wie es abläuft und was insbesondere aus der Sicht von Sicherungsnehmer oder Sicherungsgeber zu beachten ist. Ein solches Ineinandergreifen der verschiedenen Rechtsgebiete findet in der klassischen juristischen Ausbildung keinen Raum. Die Studierenden werden durch die Kombination der drei Bereiche Sachen-, Kreditsicherungs- und Insolvenzrecht in besonderem Maße in die Lage versetzt, in ihrer späteren beruflichen Tätigkeit auftretende Problemfragen der Sicherheiten und ihrer Verwertung/Realisierung im Falle der Krise selbständig zu lösen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, Fallgestaltungen aus dem Bereich des Mobiliar- wie des Immobiliarsachenrechts zu bearbeiten, die verschiedenen Kreditsicherungsmittel zu benennen, in Ihren Wirkungen zu unterscheiden und für den jeweils angestrebten Zweck auszuwählen. Sie sind über die aktuelle Rechtsprechung informiert und ha-ben verstanden, in welcher Weise sich die Kreditsicherheiten gerade in der Krise bewähren.

Inhalte:

Einführung in das Sachenrecht

  • Regelungsinhalte, Quellen
  • Grundbegriffe, (Sachen, Bestandteile und Zubehör)
  • Besitz
  • Eigentum (Inhalt, Erwerb und Verlust)
  • Eigentümer-Besitzer-Verhältnis

Um das in der Praxis wichtige Recht der Kreditsicherung verstehen zu können, sind zunächst Grundkenntnisse im Sachenrecht unabdingbar. Diese werden den Studierenden als Ergänzung ihres aus den vorangegangenen Semestern bereits erworbenen Handwerkszeugs einführend und auf die Grundlagen beschränkt vermittelt.

Recht der Kreditsicherung

  • Personal- und Realsicherheiten
  • Eigentumsvorbehalt
  • Sicherungsübereignung
  • Pfandrecht an Sachen und an Rechten
  • Sicherungsabtretung
  • Factoring
  • Grundpfandrechte (Hypothek, Grundschuld)
  • Bürgschaft, Garantievertrag, Schuldbeitritt

Das eigentliche Recht der Kreditsicherheiten bildet den zentralen Teil des Moduls. Der Wirtschafts-juristin und dem Wirtschaftsjuristen sollen hier die Grundkenntnisse über die Sicherungsgeschäfte vermittelt werden, welche den Schutz des Gläubigers vor Verlusten in der Insolvenz bezwecken. Im Zusammenhang mit dem Modul Finanzmanagement lernen die Studierenden u. a., worauf sie beim Abschluss entsprechender Geschäfte zu achten haben. Dieser Teil des Moduls teilt sich ein in Personal- und Realsicherheiten.

In der Praxis besonders bedeutsam sind auch heute noch die Personalsicherheiten, etwa die Bürgschaft eines GmbH-Gesellschaftergeschäftsführers für die Schulden seiner GmbH – auf diese Weise wird häufig die Haftungsbeschränkung kleinerer Kapitalgesellschaften gegenüber dem Hauptkreditgeber aufgehoben. Mit dem Vordringen ausländischer Gesellschaftsformen und der

Modernisierung des GmbH-Rechts wird ihre Bedeutung sogar eher noch zunehmen.

Ebenfalls von hoher praktischer Relevanz ist auch der Eigentumsvorbehalt des Lieferanten, besonders in seiner erweiterten oder verlängerten Form. Die wichtigsten Grundformen der

Grundpfandrechte finden ebenso Berücksichtigung wie die von der Praxis aufgrund der praktischen Probleme mit Pfandrechten erfundenen Formen der Sicherungsübereignung und -abtretung.

Insolvenzrecht

  • Prinzipien des Insolvenzverfahrens
  • Stellung, Rechte und Pflichten der am Insolvenzverfahren Beteiligten, insbesondere des Inolvenzverwalters
  • Insolvenzeröffnung und ihre Folgen
  • Insolvenzmasse und ihre Verteilung
  • gegenseitige Verträge in der Insolvenz
  • Aussonderung, Absonderung
  • besondere Verfahrensarten (Eigenverwaltung, Insolvenzplanverfahren, Verbraucherinsolvenz)

Sinn und Zweck der Kreditsicherung werden ohne Grundkenntnisse im Insolvenzrecht nicht deutlich, da Funktion und Wirkung der in der Praxis verwendeten Sicherungsrechte erst mit Blick auf den Ernstfall, die Insolvenz des Schuldners, deutlich wird.

Reicht das Vermögen einer Person aber nicht mehr zur Tilgung aller ihrer Verbindlichkeiten aus, soll das noch vorhandene Vermögen grundsätzlich allen Gläubiger und nicht nur den besonders gewieften oder besonders schnellen zur Verfügung stehen. Das Insolvenzverfahren dient dazu, das gesamte Vermögen des Schuldners unter gerichtlicher Aufsicht durch einen neutralen Verwalter zu verwerten und der Erlös zur gleichmäßigen aller Gläubiger zu verwenden. Allerdings bedeutet hier gleichmäßig häufig „gleich mäßig“ (Jauernig/Berger, Insolvenzrecht, § 38, Rdnr. 2), sodass sich glücklich schätzen kann, wer beizeiten vorgesorgt und seine Forderungen durch geeignete Kreditsicherheiten


0825- Modul 12: Allgemeines Verwaltungsrecht und Grundzüge des Verwaltungsprozessrechts

Kurs-Nr.: 08251 – 08255

Original-Nr.: 55111
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 5 Dokumente txt/doc/pdf

Kursbeschreibung:

Autor1n: Katharina Gräfin von Schlieffen

Das Modul 12 vermittelt den Studenten vertiefte Kenntnisse im Allgemeinen Verwaltungsrecht. Die Abschnitte 1 bis 7 zeigen zunächst, in welchen Grundformen uns die Verwaltung heute begegnet, wie sie sich historisch entwickelt hat und welchen Bindungen sie unterliegt. Zugleich werden die Rechtsgrundlagen dargestellt, wobei das Europarecht einbezogen wird. Zu den Themen, die von größerer Bedeutung sind, zählen die Organisation und die Handlungsformen der Verwaltung. Schließlich wird ein Kurzüberblick über die Rechtschutzmöglichkeiten im Verwaltungsrecht gegeben. Dieses Modul wird nicht betreut. Aktuelle Informationen finden Sie im Moodle.


0826- Einführung in das Strafrecht

Kurs-Nr.: 08260 – 08261 – 08262 – 08264 – 08265

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument belegen Sie unter 08265.)

Original-Nr.: 55107
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 7 Ringordner / 5 CD Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Vormbaum, Haumann, Zwiehoff

Kurs 1 Teil 1: Tötung und Körperverletzung (zugleich Vertiefung von Problemen des Allgemeinen Teils). Klassische Straftatsbestände.
Kurs 1 Teil2: Eigentums-, Vermögens- und Wirtschaftsstraftaten (zugleich Vertiefung von Problemen des Allgemeinen teils)
Kurs 2: Einführung in das Strafverfahrensrecht. Zentrale Verfahrensgrundsätze für das grundlegende Verständnis sowie für das Funktionieren des Strafprozessrechts.
Kurs 3: Einführung in das Ordnungswidrigkeitenrecht. Grundzüge unter Einbeziehung des Bußgeldverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens.
Kurs 4: Steuerstrafrecht. Grundlagen und Einstieg in die Rechtsmaterie im Schnittpunkt zwischen Strafrecht und Steuerrecht.
Vertiefung der entsprechenden Teile des Propädeutikums , Kurs Nr. 0867.


0866- Schuldrecht - Besonderer Teil

Kurs-Nr.: 08661 – 08665

Original-Nr.: 55106
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 10 Vorlesungen / 2 Vorlesungen zur Vertiefung in der Virtuellen Universität

Kursbeschreibung:

Autor: Bergmann

Das Modul Schuldrecht Besonderer Teil schließt sich dem Modul Schuldrecht Allgemeiner Teil (0868) 55101 an und vervollständigt die Vermittlung des Schuldrechts (2. Buch des BGB). Die kritische Rezeption und Reflektion der angebotenen Videovorlesung und die notwendige eigenständige Erarbeitung des behandelten Stoffes anhand empfohlener Lehrbücher oder eigenverantwortlicher Literaturauswahl vermitteln dem willigen Studenten eine erste Kompetenz, sich selbständig im Bereich der „Einzelnen Schuldverhältnisse“, dem sog. „Besonderen Schuldrecht“, zu bewegen. Da natürlich nicht alle 27 Titel des 8. Abschnitts des 2. Buchs des BGB behandelt werden können, werden nach Vorbild des JAG NRW weniger wichtiger Titel (Titel 2, 11, 15, 18, 25) ausgespart. Aber keine Bange: Der Student verfügt nunmehr über die Fähigkeit, sich auch ohne Anleitung eines Dozenten in diese Schuldverhältnisse einzuarbeiten. Ja mehr noch: Er ist in die Lage versetzt, einen ersten Zugang auch zu den gesetzlich nicht geregelten Vertragstypen, wie etwa dem Leasing, zu finden.


0867- Propädeutikum unter Einbeziehung einer Einführung in die Wirtschaftswissenschaften

Kurs-Nr.: 08670 – 08671 – 08672 – 08674 – 08675

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument (6 Kurseinheiten) belegen Sie unter 08675.)


Original-Nr.: 55100
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 7 Ringordner/ 6 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Haratsch u.a.

Im Modul 1 gewinnen die Studierenden einen ersten Überblick über die verschiedenen Rechtsgebiete. Die Anfängerinnen und Anfänger erhalten einen motivierenden Einstieg und beherrschen erste Leitbegriffe und Systematisierungen des Rechts im Gesamtzusammenhang. Darüber hinaus haben sie die Grundzüge der juristischen Methode und ihre praktische Anwendung erlernt und können mit den gängigen Informationsquellen umgehen.

Teil 1: Illustrative Einführung in das Recht
– Annäherung an den Lehrstoff durch Beispiele aus dem wirtschaftlichen Alltag
– Hinweise auf die wichtigsten Gebiete des deutschen Rechts
– Zentrale Funktionen, Gliederungen und Definitionen der einzelnen Rechtsgebiete
– Eröffnung von Sachebenen zunehmender Abstraktheit durch Verweise auf die folgenden Kurse und auf die anschließenden Module
– Illustration der Praxisrelevanz des Bachelor-Programms

Ausgangspunkt der Orientierung über den gesamten Lehrstoff des Bachelor-Studiengangs ist ein Einblick in den Arbeitsalltag eines Start-up Unternehmens. Hier stehen eine Geschäftsführerin mit juristischer Vorbildung und ein wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeter Geschäftsführer vor ver-schiedenen Problemen, die sie mit den unterschiedlichen Rechtsgebieten und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen in Berührung bringen.
Die Studierenden werden dazu angeleitet, sich von den konkreten Fällen (Unternehmensalltag) in tiefere Ebenen vorzuarbeiten, wo sie weitergehende Informationen über die diskutierten Rechts- und Wirtschaftsfragen erwarten.
Der Kurs erfüllt mehrere Zwecke: Die Referenzstruktur (vom anschaulichen Beispiel zu den Lernebenen unterschiedlicher Abstraktion) weckt die Neugier auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff. Der Kurs hilft durch die praxisnahe Verankerung der Studieninhalte die Motivation über mehrere Jahre aufrechtzuerhalten. Er verdeutlicht die Interdependenzen der folgenden Module und betont die untrennbare Verflechtung von natio-nal- und europarechtlichen Regelungen sowie die Verbindung von rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Problemen.

Teil 2: Basiskurs Rechtswissenschaft
Der Basiskurs Rechtswissenschaft gliedert sich in drei Teile.
Im zivilrechtlichen Teil werden die Stellung des Privatrechts im Gesamtsystem der Rechtsordnung und die Bedeutung des Bürgerlichen Rechts als Kern des deutschen Privatrechts erörtert. Neben den Quellen des Privatrechts wird auch das Verhältnis von politischer Ordnung und Privatrecht behandelt. Die Hauptprinzipien des Privatrechts, insbesondere die Privatautonomie, werden dargestellt. Am Beispiel der Rechtsgeschäftslehre, vor allem anhand des Zustandekommens eines Vertrages, wird den Studierenden ein erster praktischer Eindruck von der Funktion des Privatrechts vermittelt.
Die Einführung ins Öffentliche Recht soll die Antwort auf Grundfrage aller Anfangssemester bereithalten – was heißt und zu welchem Ende studiert man Öffentliches Recht? Ansatzpunkt ist eine funktionale Annäherung an das Bezugsgebiet des Öffentlichen Rechts, der öffentlichen Gewalt und ihrer Aufgaben. Auf dieser Grundlage werden die vier Dimensionen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts entwickelt – Eingriff, Leistung, Infrastruktur und Vorsorge sowie Organisation – und mit Fallbeispielen veranschaulicht. Die Gliederungsstrukturen des Öffentlichen Rechts werden im Zusammenhang mit der Vielschichtigkeit der erfassten Lebensgebiete aufgezeigt. Im Weiteren werden spezifische Grundstrukturen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts in nationaler und europäischer Dimension dargestellt.
Der dritte Teil des Basiskurses befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des Strafrechts. Dazu gehört in erster Linie die grundlegende Frage, was die Strafe ist. Das seit Jahrhunderten umstrittene Problem, welchen Sinn Strafrecht überhaupt hat, wird daraufhin in philosophischer und geschichtlicher Perspektive erläutert. Im Weiteren wird den Studierenden das Gesetzlichkeitsprinzip „nullum crimen, nulla poena sine lege“ mit seinen Konsequenzen als ein Grundbegriff des modernen Strafrechts und das System der strafrechtlichen Sanktionen nähergebracht. Die abschließende Einführung in das System der Straftat gibt einen Ausblick auf die vertiefende Auseinandersetzung im folgenden Strafrechtsmodul.

Teil 3: Juristisches Arbeiten
Der Kurs Juristisches Arbeiten stellt die besonderen Arbeitsmittel und Methoden des juristischen Denkens im Öffentlichen Recht, Zivilrecht und Strafrecht dar. Die Studierenden erhalten einen Überblick, welche Informationsquellen ihnen in den einzelnen Rechtsbereichen zur Verfügung stehen und wie sie diese Quellen für eigene Arbeiten kritisch und reflektiert nutzen. Sie erwerben damit ein Orientierungswissen, das sie befähigt, sich in der Flut juristischer Informationen zurechtzufinden. Daneben werden die grundlegenden Regeln der juristischen Textproduktion und Darstellungs-methode, die sowohl für das Studium als auch die spätere berufliche Tätigkeit von Bedeutung sind, vorgestellt und erläutert.

Teil 4: Juristisches Arbeiten - Praktische Hinweise
Die letzte Kurseinheit des Moduls besteht aus acht Beiträgen verschiedener Autoren, die den Studierenden praktische Hilfestellung bei der Falllösung und der Erstellung eigener juristischer Texte bieten sollen.
Nach einer allgemeinen Einführung in die juristische Methode für Anfänger werden die Einzelprobleme der Fallbearbeitung wie juristisches Argumentieren, Umgang mit Sachverhalt und Subsumtion sowie Auslegung von Gesetzen angesprochen.
Die folgenden drei Beiträge erläutern den Umgang mit fachspezifischen Schwierigkeiten, mit denen Studierende in den drei Rechtsgebieten Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht konfrontiert werden.
Zum Abschluss werden die formalen Anforderungen an eine Seminar- oder Bachelorarbeit erläutert.


0868- Allgemeiner Teil des BGB

Kurs-Nr.: 08680 – 08681 – 08682 – 08684 – 08685

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument belegen Sie unter 08685.)

Original-Nr.: 55101
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 8 Ringordner / 8 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Einenhardt u.a.

Das Modul 2 bereitet die Studenten auf ihre spätere Tätigkeit als Wirt-schaftsrechtler vor, indem es ihnen nach einer Einführung in das Privatrecht die im Wesentlichen im Allgemeinen Teil des BGB geregelten Institute des Privatrechts erläutert, die sie später in der Praxis beherrschen müssen.

Der Kurs gliedert sich in drei Teile:

Teil1: - Einführung in das Privatrecht
– Privatrecht im System des deutschen Rechts
– Grundprinzipien
– Privatrecht und Verfassung
– Quellen des bürgerlichen Rechts
In der Einführung wird den Studenten erläutert, welche Rechtsgebiete das Privatrecht umfasst, unter welchen Gesichtspunkten man es unterteilen kann und welche Stellung das Bürgerliche Recht innerhalb des Privatrechts einnimmt, nämlich eine zentrale. Das Prinzip der Privatautonomie wird erklärt, die Bedeutung von Grundrechten und schließlich auch die Bedeutung von Gesetz und Richterrecht als wesentliche Rechtsquellen des Privatrechts.

Die Grundzüge der Rechtsgeschäftslehre
– Rechtsgeschäft und Willenserklärung
– Zugang
– Formerfordernisse
– Anfechtbarkeit und Anfechtung
– Das Zustandekommen eines Vertrages
– Allgemeine Geschäftsbedingungen
– Die Auslegung der Rechtsgeschäfte

Teil2:
Der zweite Teil bringt den Studenten das wesentliche Handwerkszeug des Vertragsrechtlers nahe. Die zentrale Bedeutung der Rechtsgeschäftslehre verdeutlicht die Gliederung, die sich zunächst mit dem Zustandekommen und der Wirksamkeit von Willenserklärungen einschließlich der Auslegung beschäftigt und sodann das Zustandekommen von Verträgen unter Einbeziehung der in der Praxis wichtigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen beschäftigt.
Weitere Institute des Privatrechts
– Stellvertretung
– Fristen und Termine
– Verjährung
– Bedingungen
– Sittenwidrigkeit und andere Nichtigkeitsgründe
– Teilnichtigkeit und Umdeutung

Teil 3:
Der dritte Teil behandelt weitere Institute und Rechtsfiguren des BGB, die ebenfalls im Zusammenhang mit der Rechtsgeschäftslehre stehen und dem Wirtschaftsrechtler vertraut sein müssen und ihm später bei der Aufgabe, Verträge zu gestalten, hilfreich sein werden.


0870- Schuldrecht - Allgemeiner Teil

Kurs-Nr.: 08700 – 08701 – 08702 – 08704 – 08705

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument belegen Sie unter 08705.)

Zu diesem Kurs können in der Virtuellen Universität Vorlesungs-Videos abgerufen werden.

Original-Nr.: 55103
GSWS: 6,0
SWS: 6,0
Versand: 8 Ringordner / 8 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Wackerbarth / Waas

Im zweiten Modul des Bürgerlichen Rechts steht das Schuldrecht des BGB im Vordergrund. Die Regeln des Schuldrechts sind weitgehend dispositiver Natur, gesetzlich geregelt sind – von einigen Ausnahmen abgesehen – im Wesentlichen punktuelle Austauschverhältnisse. Die Gestaltung von Verträgen, insbesondere von auf längere Dauer angelegten Verträgen, steht aufgrund der Vertragsfreiheit weitgehend im Ermessen der Vertragsparteien. Eine der Hauptaufgaben des ausgebildeten Wirtschaftsrechtlers wird es sein, Verträge zu entwerfen. Dabei sollte er die in der Praxis regelmäßig auftauchenden Probleme der Entstehung und der Durchführung von Schuldverhältnissen kennen und mit den denkbaren Leistungsstörungen und Problemen der Vertragserfüllung und ihres Nachweises vertraut sein.

Der Kurs gliedert sich in mehrere Teile:

  • Gliederung,
  • Prinzipien,
  • Rechtsquellen des Schuldrechts,
  • Das Schuldverhältnis – von der Entstehung bis zum Erlöschen,
  • Leistungsstörungen,
  • Einzelne Schuldverhältnisse:

Gliederung, Prinzipien, Rechtsquellen des Schuldrechts

  • Übersicht über die Regeln des Schuldrechts
  • Lernziel: Die 7 Prinzipien des Schuldrechts
  • Die Schuldrechtsreform

Den Studenten soll zunächst die Gliederung des Gesetzes nach der Schuldrechtsreform nahe gebracht werden, sie sollen sich im zweiten Buch des BGB zurechtfinden. Anschließend werden wichtige Grundsätze des Schuldrechts (z.B. das Relativitätsprinzip, das Verschuldensprinzip oder der Grundsatz pacta sunt servanda) erläutert, die nach Durcharbeitung des Moduls den Lernenden in Fleisch und Blut übergegangen sein sollen.Schließlich werden sie auf einige Schwierigkeiten hingewiesen, die die Änderungen durch die Schuldrechtsreform für den Rechtsanwender mit sich bringen.

Teil 1: Das Schuldverhältnis – vom Zustandekommen bis zur Erfüllung

  • Begriff und Entstehung
  • Inhalt
  • Erlöschen des Anspruchs
  • Beendigung des Schuldverhältnisses

Nach einer erläuternden Übersicht werden Einteilungen der Schuldverhältnisse und Leistungsmodalitäten besprochen. Um die später folgenden Regeln des Leistungsstörungsrechts, aber auch die der Erfüllung oder der Aufrechnung besser verstehen zu können, erfolgt in diesem Rahmen auch eine beschreibende Einführung in das Recht der Durchsetzung von Forderungen (Klage, Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung). Weiter wird erläutert, welche Hilfsmittel dem Rechtsanwender, aber auch dem Vertragsgestalter zur konkretisierenden Bestimmung des Inhalts eines Schuldverhältnisses zur Verfügung stehen. Es werden so wichtige Institute wie Erfüllung, Aufrechnung, Hinterlegung und Erlass besprochen, sowie andere Gründe für die Beendigung des Schuldverhältnisses angesprochen (Aufhebungsvertrag, Novation, Rücktritt, Verbraucherwiderruf, Kündigung usw.).

Teil 2: Leistungsstörungen

  • Pflichtverletzung als Grundbegriff des Leistungsstörungsrechts
  • Unmöglichkeit: Verzug und Verzögerung, Schlechtleistung
  • Vertretenmüssen
  • Wegfall der Geschäftsgrundlage
  • Fristsetzung und Abmahnung
  • Minderung und sonstige Vertragsanpassung, Vertragsstrafe
  • Schadenersatz, Rücktritt und Kündigung
  • Der Verbraucherwiderruf

Ein wichtiges Kapitel stellt sicherlich das Recht der Leistungsstörungen dar. Nachdem klar ist, zu welchen Störungen es innerhalb des Schuldverhältnisses überhaupt kommen kann (Spät-, Nicht-, Schlechterfüllung), sollen die Studenten die grundsätzliche Interessenlage bei Leistungsstörungen kennenlernen und als Wirtschaftsrechtler genau wissen, welche Reaktionsmöglichkeiten und Rechtsmittel der jeweils betroffenen Partei zur Verfügung stehen. Dabei wird insbesondere Wert auf die Behandlung von Störungen bei Dauerschuldverhältnissen gelegt und die Möglichkeit vertraglicher Vorsorge, z.B. durch eine Vertragsstrafe oder Bedingung sowie Haftungsbeschränkungen, Gefahrtragungsregelungen, Klauseln über das Vertretenmüssen oder die Folgen unvorhersehbarer Veränderung äußerer Umstände. Der Begriff des Schadensersatzes statt der Leistung neben dem allgemeinen Begriff des Schadensersatzes wird hier ebenso erläutert wie die Kombination der verschiedenen zur Verfügung stehenden Mittel. Das Gewährleistungsrecht des Kaufvertrages als praktisch bedeutsamste Sonderregelung und zugleich Anwendungsfall des Leistungsstörungsrechts wird an dieser Stelle z.T. mit besprochen, ebenso das stets komplizierter werdende Recht des Verbraucherwiderrufs.

Einzelne Schuldverhältnisse und besondere Regeln für bestimmte Personen

Teil 3: Vertragliche Schuldverhältnisse

  • Kauf-, Miet-, Dienstverträge
  • Werk- und Werklieferungsverträge
  • Darlehens-, Leasingvertrag,
  • Factoring, Franchising

Teil 4: Gesetzliche Schuldverhältnisse

  • Deliktsrecht/Produkthaftungsrecht
  • Geschäftsführung ohne Auftrag
  • Bereicherungsrecht

Ein Schwerpunkt wird hier – im Gegensatz zum herkömmlichen Studium – neben dem Kauf- und Werkvertragsrecht auf dem in der Praxis wichtigen Darlehensrecht liegen sowie bei den nicht geregelten Vertragstypen und beim Produkthaftungs- und allgemeinem Deliktsrecht. Vor allem der Schwerpunkt auf nicht geregelten Vertragstypen ist für den Wirtschaftsjuristen von Belang. Denn die Tatsache, dass sich im Laufe der Zeit Vertragstypen aufgrund der Bedürfnisse der Wirtschaft herausgebildet haben, die im BGB nicht vorgesehen sind, zeigt, dass ein darauf abgestimmtes Modul zwingend erforderlich ist.


0872- Grundzüge des Europarechts

Kurs-Nr.: 08720 – 08721 – 08722 – 08724 – 08725

(Nur für Studierende der Kulturwissenschaften)

(Die Ausgaben dieses Kurses mit den Endungen -0, -1, -2 und -4 entsprechen einer älteren Version. Das aktuelle word/pdf-Dokument belegen Sie unter 08725.)

Original-Nr.: 56052
GSWS: 1,5
SWS: 1,5
Versand: 4 Ringordner / 4 CDs Daisy-Format

Kursbeschreibung:

Autoren: Haratsch / Piecha

Der Kurs "Europäisches Verfassungsrecht" soll einen Einblick in die weitverzweigte Rechtsordnung der Europäischen Union und deren Einwirkung auf die nationale Rechtsordnung vermitteln.

Teil 1 führt in die Grundlagen der Europäischen Union ein. Hierbei werden die historische Entwicklung, die Struktur sowie die Verfassungsprinzipien erläutert.

Teil 2 beschäftigt sich mit der Rechtsordnung der Europäischen Union.

Angela Trothe-Voß | 22.05.2018
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