Bei Fragen zum Inhalt sind die Kursberater zuständig. Schauen Sie hierfür bitte bei den einzelnen Kursen nach, welcher Berater zuständig ist.
Das Modul besteht aus den zwei Fernstudienkursen:
Beide Kurse enthalten je 6 Kapitel. Sie entsprechen einer integrierten Vorlesungs- und Übungsveranstaltung.
Beide Kurse werden als schriftliches Studienmaterial präsentiert und sind didaktisch so aufbereitet, dass sie von den Studierenden in freier Zeiteinteilung und Ortswahl selbständig bearbeitet werden können.
Das Modul öffentliche Ausgaben setzt sich aus den Kursen Effizienzsteigernde Ausgabenpolitik und Public Choice zusammen.
Effizienzsteigernde Ausgabenpolitik (165 h)
In diesem Kurs werden Problembereiche identifiziert, in denen öffentliche Ausgaben effizienzfördernd sein können. Diese Problembereiche sind:
Es wird in den Kapiteln zunächst geklärt, was man unter öffentlichen Gütern, asymmetrischen Informationen und natürlichen Monopolen versteht. Anschließend wird die normative Frage beantwortet: nach welcher Allokationsregel sollen z. B. öffentliche Güter bereitgestellt werden? Es wird diese Allokationsregel mit der Regel verglichen, nach der der Markt öffentliche Güter alloziert und es wird gezeigt, dass die Marktallokation ineffizient ist und somit Marktversagen vorliegt. Der Kurs Effizienzsteigernde Ausgabenpolitik klärt aber nicht nur die Art des Marktversagens, sondern zeigt auch Alternativen auf zur Beseitigung des Marktversagens (z. B. Verhandlungen á la Coase oder die Steuer-Transfer-Systeme á la Clarke-Groves-Vickrey).
Public Choice
Public Choice ist die ökonomische Analyse von Nicht-Markt-Entscheidungsverfahren. Hier werden unterschiedliche Erklärungsansätze für öffentliche Ausgaben vorgestellt. Dies sind unter anderem:
Bei den Mehrheitswahlen stimmen die Bürger über die Bereitstellung der öffentlichen Ausgaben über Mehrheitswahl ab und das Ergebnis der Wahl wird von der Regierung unverzüglich umgesetzt. In der Bürokratietheorie missbrauchen Bürokraten ihre uneingeschränkten Möglichkeiten der Steuererhebung, um das maximal mögliche Steueraufkommen zu erzielen. In dem Interessengruppenwettbewerb üben Interessengruppen Druck auf die Regierung aus, um Gruppenvorteile durch öffentliche Ausgaben zu erlangen. Neben Mehrheitswahlen werden auch andere kollektive Entscheidungsregeln vorgestellt und es wird der Frage nachgegangen, ob es besonders gute kollektive Entscheidungsregeln gibt.
Die Leistungspunkte werden vergeben, wenn die Prüfungsklausur bestanden worden ist. Voraussetzung für die Klausurteilnahme ist das Bestehen mindestens einer von zwei Einsendearbeiten.
Der Leser des Moduls erhält einen Überblick über den Stand der Forschung auf dem Gebiet der öffentlichen Ausgaben. Er soll in die Lage versetzt werden,
Vorausgesetzt werden mathematische und mikroökonomische Kenntnisse, wie sie etwa in den Modulen „Wirtschaftsmathematik“ oder „Theorie der Marktwirtschaft“ vermittelt werden.
Vorteilhaft – aber nicht unbedingt notwendig – ist die Kenntnis des Moduls „Markt und Staat“.
FernUniversität in Hagen, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Finanzwissenschaft, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-4141, E-Mail: lehrstuhl.eichner@fernuni-hagen.de