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Hagener Mentoringprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Was ist Mentoring?

Mentoring bezeichnet in der Regel ein informelles Betreuungsprogramm in dem Nachwuchswissenschaftlerinnen von erfahreneren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen als Mentoren und Mentorinnen begleitet werden. Mentoring für Nachwuchswissenschaftlerinnen hat sich in den vergangenen 15 Jahren als ein wichtiges Instrument der Gleichstellungsförderung im Wissenschaftssystem etabliert. Wie Studien belegen ist das Instrument sehr erfolgreich darin, Frauen den Einstieg in eine Karriere in der Wissenschaft zu erleichtern. Viele deutsche Universitäten haben bereits langjährig erfolgreiche Mentoringprogramme für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs etabliert. Im Gegensatz zur fachlichen Betreuung durch den Doktorvater oder die Doktormutter stehen im Mentoring-Verhältnis Kompetenzen im Mittelpunkt, die jenseits des konkreten Themas der Qualifikationsarbeit liegen, aber für die Wissenschaftskarriere von großer Bedeutung sind. Die FernUniversität hat, gefördert im Rahmen des Professorinnenprogramms II von Bund und Ländern ein Mentoringprogramm für Postdoktorandinnen und fortgeschrittene Doktorandinnen eingerichtet. Das Pilotprojekt mit einer Laufzeit von drei Jahren startete im August 2017 in die erste Runde für Postdoktorandinnen. Die Programmlinie für Doktorandinnen, die seit mindestens 1 ½ Jahren an ihrer Promotion arbeiten, startet im Januar 2018 in die erste Runde.


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Unser Konzept

Das Mentoring-Programm der FernUniversität folgt einem Drei-Säulen-Konzept:

  1. One-to-One-Mentoring
  2. Kollegiale Betreuung
  3. Themen-Coaching

Diese Säulen sind eingebettet in das umfangreiche Qualifizierungsprogramm für Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinneninnen, das an der FernUniversität bereits zur Verfügung steht. Durchgeführt und begleitet wird das Programm durch die Netzwerke für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs, die Netzwerke „Promovendinnen“ und „Habilitandinnen“.

Für wen?
Das Programm beinhaltet eine Programmlinie für Postdoktorandinnen, das über 18 Monate läuft und erstmals im August 2017 startete und eine Linie für fortgeschrittene Doktorandinnen, die 12 Monate läuft und erstmals im Januar 2018 startet.

Postdoktorandinnen müssen noch für die gesamte Programmlaufzeit von 18 Monaten an der FernUniversität sein, d.h. ihr geplanter Abschluss der Habilitation sollte nicht innerhalb dieser Laufzeit liegen sein.

Doktorandinnen müssen für die Laufzeit von 12 Monaten an der FernUniversität sein, d.h. ihr geplanter Abschluss der Promotion sollte nicht innerhalb dieser Laufzeit sein. Außerdem müssen Doktorandinnen bereits fortgeschritten - also seit mindestens 1,5 Jahren in der Promotionsphase - sein.

Mentorinnen und Mentoren
Die Zuweisung der Mentorinnen und Mentoren erfolgt auf Vorschlag der Bewerberinnen selbst. Mentorinnen und Mentoren können generell überregional (oder in begründeten Einzelfällen sogar international) aber auch hier vor Ort an der FernUniversität angesprochen werden. Wichtig bzgl. der Mentoren und Mentorinnen ist, dass eine gewisse fachliche Nähe bei gleichzeitiger Unabhängigkeit in Bezug auf das Qualifikationsvorhaben und das Arbeitsverhältnis gegeben ist und dass die Mentoren und Mentorinnen im Bezug auf ihre Karriere bereits arrivierter sein sollte (bspw. Professor/in betreut Post-Doc, Habilitand/in betreut Doktorandin). Die Erstansprache der Mentoren/-innen erfolgt durch die Koordinatorinnen. Sollte sich die Akquise problematisch gestalten, bieten die Koordinatorinnen weitere Beratung und Zugriff auf einen internen Pool an Mentorinnen und Mentoren.

Ablauf und Programm
Die kollegiale Betreuung ist eine Variante des Peer-Mentorings. In Gruppen von 6-10 Teilnehmerinnen, beraten sich die Postdoktorandinnen gegenseitig zu Fällen, die im Rahmen ihrer Arbeit in Forschung und Lehre aufgetreten sind. Die Postdoktorandinnen betreuen sich dabei selbstständig nach einer fachgerechten Einführung in die Methode der Peer-Beratung, während den Doktorandinnen eine Supervisorin an die Seite gestellt wird, die die Austauschtreffen moderiert. Eine aktive Mitgestaltung durch die Teilnehmer ist hier gewünscht: Die Beratung erfolgt anhand der Themen, die sie mitbringen!

Diese Beratung in den Eins-zu-Eins-Mentoring-Beziehungen und den Beratungsgruppen wird ergänzt durch professionelle Workshops und Seminare zu ausgewählten zielgruppenspezifischen Themen, die 4-6 Mal im Jahr für die Teilnehmerinnen des Programms angeboten werden. Jede Teilnehmerin sollte an 2 Coachings pro Jahr teilnehmen. Zudem finden für jeden Jahrgang ein Eröffnungs- und ein Abschlussworkshop statt, die verpflichtend zu besuchen sind.

Die Plätze in beiden Linien (Postdoktorandinnen und Doktorandinnen) werden jeweils wettbewerblich ausgeschrieben. Die Auswahl erfolgt zunächst basierend auf den eingereichten Unterlagen (Profilbogen, Lebenslauf, Exposé) sowie einem anschließenden persönlichen Gespräch mit den in Frage kommenden Bewerberinnen.

Die Programmlinie für Doktorandinnen startet im Januar 2018. Die Bewerbungsphase läuft vom 09. November - 04. Dezember 2017.



Wie kann ich mich bewerben?

Wichtig ist, dass das Mentoring Sie auf eine Karriere in der Wissenschaft vorbereiten möchte, d.h. Sie sollten eine Karriere innerhalb der Wissenschaft – also an einer Universität, Fachhochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung - planen. Dies sollte aus Ihren Bewerbungsunterlagen hervorgehen. Außerdem sollte ersichtlich werden, dass die Promotionsphase bereits 1,5 Jahre fortgeschritten ist und die Promotion nicht vor Ende des Programmes (Dezember 2018) beendet sein wird.

Zur Bewerbung für Doktorandinnen müssen Sie folgende Dokumente einreichen:

  • Anschreiben mit Darlegung Ihrer Motivation zur Programmteilnahme (1 Seite)
  • Ausgefüllter Profilbogen (pdf)
  • Exposé des Promotionsvorhabens mit Zeitplan
  • Abschlusszeugnis Ihres Hochschulabschluss (Diplom/Master und Bachelor)
  • Lebenslauf (mit Publikationen soweit vorhanden)
  • Immatrikulationsbescheinigung

Senden Sie Ihre Bewerbung bitte sowohl postalisch als auch elektronisch an den SWN

FernUniversität in Hagen

Service Wissenschaftlicher Nachwuchs

z.Hd. Dr. des. Maria Verena Peters

58084 Hagen

swn@fernuni-hagen.de


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie gehe ich vor, um Vorschläge für geeignete Mentoren/innen zu machen?

Sie sollten sich anhand der entsprechenden Fragen im Profilbogen zunächst Gedanken über Ihre Anforderungen an eine/n geeignete/n Mentor/in machen. Im Anschluss hieran sollten Sie zunächst überlegen, ob Sie im Laufe Ihrer bisherigen akademischen Tätigkeit schon geeigneten Personen begegnet sind, z.B. auf Konferenzen oder Workshops oder durch Forschungskooperationen oder sich mit Kollegen/innen über passende Personen austauschen. Sie können dann eine Recherche an den nächstgelegenen Universitäten/Fachhochschulen/Forschungseinrichtungen oder in der Region Ihrer Wahl beginnen und dort jeweils die Vertreter/innen des jeweils für Sie passenden Forschungsgebietes durchgehen. Dabei sollten Sie nicht fachlich zu eng suchen - Sie suchen nicht in erster Linie eine fachliche Betreuung Ihrer Arbeit sondern jemand, der gut in die für Sie relevante wissenschaftliche Community eingebunden ist. Sollte sich die Akquise schwierig gestalten, stehen wir ihnen gerne mit weiterer Beratung zur Verfügung.

Was sind die Auswahlkriterien?

Grundsätzlich bemühen wir uns, jede Bewerberin, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt und eine formal vollständige Bewerbung fristgerecht eingereicht hat aufzunehmen. Diese Voraussetzungen sind:

  • Zugehörigkeit zur FernUniversität
  • Weiterer Verbleib an der FernUniversität für mindestens den gesamten Programmdurchgang
  • Angestrebte wissenschaftliche Karriere

Sollte eine Auswahl notwendig werden, wird nach der Qualität der Bewerbungsunterlagen entschieden, hierzu wird ggf. ein/e fachlich geeignete/r Gutachter/in hinzugezogen. Im Zweifel (bei gleicher Qualität zweier Bewerberinnen) erhält diejenige einen Platz, die im kommenden Durchgang keine Möglichkeit zur neuerlichen Bewerbung hätte. Sollte auch hier Gleichstand herrschen, entscheidet das Los.

Entstehen mir Kosten?

Da wir das Pilotprojekt im Rahmen des Professorinnenprogramms II von Bund und Ländern finanzieren konnten, erheben wir derzeit keine Teilnahmegebühren. Kosten entstehen Ihnen lediglich für die Anreise zu Ihrem/Ihrer Mentor/in. Diese Reisekosten kann die FernUniversität leider nicht übernehmen.

Ich bin zwar Postdoktorandin, habilitiere aber nicht, darf ich am Programm teilnehmen?

Entscheidend für uns (und den Fördergeber) ist, dass Sie eine Karriere in der Wissenschaft anstreben. Dies müssen Sie glaubhaft in Ihrer Bewerbung dokumentieren. Ob Sie dies klassisch auf dem Weg der Habilitation, oder auf dem Wege einer Juniorprofessur oder auch außerhalb der Hochschule in einer Forschungseinrichtung planen, ist dabei nicht relevant. Sie sollten Ihren geplanten Weg jedoch bei den Mentoren/innen-Vorschlägen berücksichtigen und sich solche Personen aussuchen, die einen ähnlichen Weg beschritten haben oder derzeit beschreiten.

Ich promoviere/habilitiere an der FernUniversität, habe aber keinen Arbeitsvertrag. Darf ich mich bewerben?

Ja. Sie müssen nachweisen, dass Sie der FernUniversität zugehörig sind. Dies kann genauso über Ihr Qualifikationsvorhaben oder ein Drittmittelprojekt, wie über eine Haushaltsstelle sein. Wichtig ist nur, dass Sie dokumentieren können, dass Sie aktiv forschend tätig sind und eine Karriere in der Wissenschaft anstreben.

Wie groß ist der Zeitaufwand, der für mich mit der Teilnahme am Programm verbunden ist?

Grundsätzlich sollten Sie folgende Zeitbedarfe einplanen:

  • Rahmenprogramm (Auftakt- und Abschlussworkshop): 1,5 Tage
  • etwa 4-6 Treffen mit dem/der Mentor/in a ca. 2 Std plus Anreise: 1-2 Tage
  • 2 Themen-Coachings/Workshops von je 1,5 Tagen: 3 Tage
  • etwa alle 6-8 Wochen Teilnahme an einer kollegialen Beratungsgruppe a 3 Std.: 2 Tage (allerdings frei terminierbar und oft in den Abendstunden gelegen)

Sie steuern den Zeitbedarf durch die Auswahl Ihres/Ihrer Mentor/in und durch die selbst zu organisierende Zeitplanung Ihrer kollegialen Beratungsgruppen ein Stück weit selbst. Insgesamt sollten Sie aber mit ca. 8 Arbeitstagen Zeitaufwand innerhalb des Programmdurchgangs rechnen.

Was wenn ich keinen Platz erhalte? Kann ich mich nochmal bewerben?

Ja. Sie haben, sofern Sie im nächsten Jahr noch an der FernUniversität sind, wiederum die Chance sich zu bewerben. Gern erörtern wir auch im Beratungsgespräch mit Ihnen, wie Sie die Erfolgschancen einer Folgebewerbung erhöhen.

Kontakt und Beratung:

Service Wissenschaftlicher Nachwuchs
Maria Verena Peters
Christine Charon
Tel. +49 2331 987 - 1343/-4661
swn@fernuni-hagen.de
SWN-Team | 16.11.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, D-58084 Hagen, Telefon: +49 (2331) 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de