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Kolloquium

Illustration
Thema:

Zur Rückbindung der Kreuzzüge an regionale Verhältnisse in der Heimat. Das Beispiel der älteren Grafen von Berg

Referent/-in: Alexander Berner, Essen
Adresse: FernUniversität Hagen
Neubau KSW, Universitätsstraße 33
Gebäudeteil B, Raum B 0.025
Termin: 01.09.2015, 18:15 Uhr

In den gängigen geschichtswissenschaftlichen Darstellungen werden die Kreuzzüge in der Regel als eine Geschichte des Weges und des Zieles erzählt, nämlich des Strebens nach bzw. des Streitens für die heiligen Stätten der Christenheit in Palästina. Dabei wird häufig vergessen, dass sich die Kreuzfahrer aus spezifischen heimischen Kontexten nach Outremer aufmachten, die wesentlichen Einfluss auf die Kreuznahme einzelner ausüben konnten: von der Entscheidung, das Kreuz zu nehmen, über konkrete Kreuzzugvorbereitungen bis hin zur Gesellschaft, mit der man die Reise antrat. Auch wirkten die Kreuzzüge auf die Heimatregion der Kreuzfahrer zurück, etwa durch Förderung geistlicher Institutionen, die in besonderer Weise der Kreuzzugsbewegung verbunden waren, oder durch die kreuzzugsbedingte Auslöschung einer ganzen Dynastie. Am Beispiel der älteren Grafen von Berg soll in diesem Vortrag das reziproke Verhältnis zwischen Heimat und Kreuzzugsbewegung analysiert werden.

Karin Gockel | 17.08.2015
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, 58084 Hagen