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Kolloquium

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Thema:

Viktor Agartz und die deutsche Nachkriegspolitik

Referent/-in: Dr. Christoph Jünke, Hagen/Bochum
Adresse: FernUniversität Hagen
Neubau KSW, Universitätsstraße 33
Gebäudeteil B, Raum B 0.025
Termin: 04.06.2013, 18:15 Uhr

Wie wenige andere prägte Viktor Agartz (1897-1964) die wirtschafts- und sozialpolitischen Programmdiskussionen der unmittelbaren Nachkriegspolitik. Als sozialdemokratischer Politiker wie als Leiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts (WWI) des DGB galt er als Vordenker der westdeutschen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, bevor er Ende 1955 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt und anschließend, als Herausgeber und leitender Redakteur der WISO – Korrespondenz für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, zur Gallionsfigur einer „linken Linken“ wurde. Noch Ende der fünfziger Jahre einer der bekanntesten politischen Persönlichkeiten Deutschlands, war er bereits Anfang der sechziger Jahre vergessen und verdrängt.

Mein Forschungsprojekt ist eine biografische Studie über den Zusammenhang der Agartz’schen Gedanken und Taten, die den Schwerpunkt auf die letzten zwanzig Jahre seines Lebens, die Jahre von 1945 bis 1964, legt und sein Leben und Werk in den zeitgeschichtlichen und ideengeschichtlichen Kontext stellt.

03.12.2012
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