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Forschung

Das Lehrgebiet beschäftigt sich mit der Geschichte der Europäischen Moderne und untersucht die heterogenen Prozesse von Modernisierung im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine solche Analyse geht im Anschluss an die jüngeren internationalen Debatten davon aus, dass Europa nicht mehr als isolierter Raum, sondern vor allem in seiner Verflechtung untersucht werden kann.

Im Zentrum der Forschungs- und Lehraktivitäten des Lehrgebiets „Geschichte der Europäischen Moderne“ stehen zentrale Prozesse der Transformation und Interaktion – so etwa die Erfahrung von Krieg und Gewalt, die Herausbildung von Protestbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert, die Deutung der Menschenrechte, die Wechselwirkung von Kapitalismus und Moral, die Verflechtungen von Wissen oder die Mechanismen der Globalisierung bis in das 21. Jahrhundert –, die auch aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive analysiert werden.

Die Vielfalt der Europäischen Moderne spiegelt sich in den Forschungsschwerpunkten des Lehrgebiets, die zentrale Themenfelder wie Revolution und Emanzipation, moralische und humanitäre Bewegungen, Ökonomie und Krise, Bürgertum und Arbeiterbewegung, Krieg und Gewalt bis hin zum politischen Totenkult abdecken.

Im Rahmen derzeit laufender Forschungsprojekte werden die Auswirkungen moralischer Empfindungen auf die kapitalistische Gesellschaft und umgekehrt, die politische Kulturgeschichte der Französischen Revolution, politische Inhalte und Erinnerungskonzepte der Kriegsgräberfürsorge, Finanzkrisen in kultur- und gesellschaftsgeschichtlicher Perspektive, die Arbeits- und Berufswelt des 19. Jahrhunderts unter einem geschlechtergeschichtlichen Blickwinkel sowie die westdeutsche Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung der Nachkriegszeit in einem biografiegeschichtlichen Zugriff erforscht.

21.09.2015
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Deutsche und Europäische Geschichte, 58084 Hagen