Logo

Dr. Suphot Manalapanacharoen

Suphot Manalapanacharoen

Lebenslauf

(geb. 1960) ist seit dem 01.04.2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter für das Forschungsprojekt: Selbstbehauptung und Modernisierung mit Zeremoniell und Ehrenzeichen. Zur Rezeption europäischer Orden Politik der Ordensverleihung in Siam zwischen 1851 und 1910.

Er studierte Musikwissenschaft, Sinologie und Volkswirtschaftslehre und promovierte 2000 an der Universität Freiburg über Geschichte der deutsch-thailändischen Musikbeziehungen.

Von 2002 bis 2003 lehrte er an der Music Faculty an der Silpakorn University Bangkok

Von 2005 bis 2007 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter des DFG Projekts Briefwechsel zwischen König Chulalongkorn und seinem späteren Erziehungsminister Phraya Wisut Suriyasak in den Jahren 1895 bis 1899. Historisch-kritische Edition nebst deutscher Übersetzung und Kommentar.

Nach dem Abschluss seines Promotionsverfahrens weiterte er seine Forschungen aus auf den Bereich der Geschichte der kulturellen und politischen Kontakte Siams in der Phase der europäischen Dominanz. Seine Untersuchung über den Aneignungsprozess der westlichen Kultur in Thailand basiert schwerpunktmäßig auf historischen Quellen aus Thailand. Somit will er diese Transformation aus der einheimischen Perspektive darstellen.

DFG Forschungsprojekt

Die Wandlung von Zeremoniell und Ehrenzeichen Siams, laufend, Förderer: DFG

Forschungsschwerpunkte

  • DFG Forschungsprojekt Zeremoniell und Ehrenzeichen waren und sind wichtige Bestandteile symbolischer Politik eines jeden Herrschaftssystems, nicht nur im Westen, sondern auch in Asien. Sie gehören zur politischen und sozialen Grundordnung der Gesellschaft und dienen der Selbstdarstellung des Herrschers. Durch öffentliche Inszenierung und Belohnung wird Herrschaft legitimiert, bestätigt und bekräftigt. Zeremoniell und Ehrenzeichen sind Rituale der Macht, welche stets im Laufe der Zeit verändert wurden. Dieses Forschungsvorhaben möchte die Wandlung von Zeremoniell und Ehrenzeichen Siams zwischen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem Beginn des 20. Jahrhunderts untersuchen. In diesem Zeitraum stand Siam unter der indirekten Kontrolle der beiden Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich und begann aus strategischen Gründen, europäische politische und kulturelle Einflüsse zu übernehmen. Dies löste einen intensiven Transformationsprozess aus. Ziel dieses Vorhabens ist es, diesen Transformationsprozess anhand thailändischer Quellen genauer zu analysieren und folgende Aspekte zu erhellen: Wie machte sich Siam Zeremoniell und Ehrenzeichen Europas zu Eigen? Was bewirkten diese europäischen Einflüsse in der Gesellschaft Siams? Wie konnte Siam sich dadurch als „modernisierter Staat“ nach außen präsentieren und Akzeptanz bei den europäischen Monarchen finden? Die Untersuchungsergebnisse werden mit der Kulturpolitik anderer asiatischer Länder kontrastiert, die vergleichbaren kolonialen Bedingungen unterlagen. Zu ihnen gehören insbesondere Japan, aber auch China, das Osmanische Reich und Persien.

Veröffentlichungen

2002

Die Geschichte deutsch-thailändischer Musikbeziehungen, phil. Diss., Frankfurt a. M. 2002

2003

The National Hymns of Thailand, in: Journal of European Studies, hrsg. v. Chulalongkorn University, Bangkok, vol. 10, no. 2 (July-December 2003), S. 133-191

2005

König Chulalongkorn und die Stadt Berlin: in: „… Macht und Anteil an der Weltherrschaft. Berlin und der deutsche Kolonialismus, hrsg. v. Ulrich van der Heyden und Joachim Zeller, Münster 2005

2007

Rezension zu Sven Trakulhun, Siam und Europa. Das Königreich Ayuthhaya in westlichen Berichten, Hannover-Laatzen 2006, in: Periplus, 2007 (=Jahrbuch für außereuropäische Geschichte, hrsg. v. Christoph Marx, 17), S. 270-273

2009

König Chulalongkorn zu Gast bei König Edward VII. 1907 und eine Begegnung mit Sir Charles Hardinge, dem britischen Permanent Unterstaatssekretär für auswärtigen Angelegenheiten sowie ein wiederholter Fall der Ordensverleihung(im Thailändischen), in: Saitharnhaengkuamkid III (Festschrift zum 80. Geburtstag von Ajarn Thanpuying Warunyupa Snidvongse na Ayudhya), hrsg. v. Wudichai Mulasil, Bangkok 2009, S. 207-258

2010

Übersetzungsprojekt des Werkes Ost-Asien 1860-1862 in Briefen des Grafen Fritz zu Eulenburg aus dem Deutschen ins Thailändische. Eine kritische Edition mit Kommentaren und einem Abgleich mit dem thailändischen historischen Quellen (Druck in Vorbereitung)

16.11.2015
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte, 58084 Hagen