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Religion und Wissenschaft – Alltags- und Elitenkulturen in der Römischen Kaiserzeit

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Thema:

Religion und Wissenschaft – Alltags- und Elitenkulturen in der Römischen Kaiserzeit

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G2; Modul G3; BA KuWioF: Modul 4; Modul 5; MA EuMo: Modul 1E; Modul 2E;
Ort: Berlin
Adresse: Regionalzentrum Berlin
City Quartier „Dom Aquarée“
Heiligegeistkirchplatz/ Ecke Spandauer Straße
10178 Berlin
Quartier I
Termin: 06.12.2013 bis
08.12.2013
Zeitraum: Fr, 06.12.2013, 16:00 - 20:00 Uhr,
Sa, 07.12.2013, 9:00 - 18:00 Uhr
So, 08.12.2013, 9:00 - 13:00 Uhr
Leitung: Christian Urs Wohlthat, M.A.
Anmeldefrist: 30.09.2013 - 03.11.2013
Anmeldung: Online-Anmeldung - keine Teilnahmebegrenzung!
Auskunft erteilt: E-Mail: Christian Urs Wohlthat
Telefon: (02331) 987-2111
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752

Zwischen dem ersten und dritten Jahrhundert nach Christus erlebt die griechisch-römische Mittelmeerwelt in allen Bereichen eine Blüteperiode. Ein stabiles Wachstum der Bevölkerung und Wirtschaft einerseits und eine zunehmende Machtkonzentration auf den Kaiser andererseits, beginnen die Römische Gesellschaft umzuformen. Dies verändert auch, wie Menschen ihren Platz in der Welt, im Kosmos sehen. Kulturgeschichtlich spricht man oft von der "Zweiten Sophistik" und meint damit den wissenschaftsgeschichtlichen Diskurs, der eng mit Machtdiskurs und Religionsdiskurs zwischen 50-250 n. Chr. stattfindet. Im Gegensatz zur Moderne sehen die Akteure Wissenschaft und Religion jedoch nicht im Widerspruch zueinander sondern komplementär.

Wir werden an Hand einschlägiger literarischer, epigraphischer und numismatischer Quellen den Dialog zwischen Religion und Philosophie aus Sicht der Akteure untersuchen und dabei Fragen nach dem Verhältnis zwischen "richtigem Handeln" und "richtiger Lehre" (Orthopraxie/Orthodoxie) in Religion und Philosophie, nach der "gelebten Religion" (Religion im Alltag) der Akteure und den Handlungsmotiven stellen.

Zur Vorbereitung werden benötigt:

  • Helm, Rudolf (Hg.): Apuleius. Metamorphosen. Oder: Der Goldene Esel. 7. Aufl. Berlin 1978 (Lateinisch und Deutsch von Rudolf Helm) (Schriften und Quellen der Alte Welt, Band 1). Daraus: Apuleius, Metamorphosen (nur Buch XI).
  • Görgemanns, Herwig (Hg.): Plutarch: Drei religionsphilosophische Schriften. Über den Aberglauben. Über die späte Strafe der Gottheit. Über Isis und Osiris. Düsseldorf, Zürich 2003.. Daraus: Plutarch, Isis und Osiris.
  • Dignas, Beate/Trampedach, Kai (Hg.): Practitioners of the divine. Greek priests and religious officials from Homer to Heliodorus. Washington D.C., Cambridge, Mass. 2008.

Außerdem empfehle ich:

  • Alpers, Klaus: Metamorphosen als „hermeneutische Zeichen“. Entschlüsselung bisher unerkannter versteckter Handlungsstrukturen im „Goldenen Esel“ des Apuleius. In: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (ABWG) 56 (2006), S. 9–50.
  • Schützeichel, Rainer: Soziale Epistemologie. In: Schützeichel, Rainer (Hg.). Handbuch Wissenssoziologie und Wissensforschung. Konstanz, 2007, S. 290–305.
  • Schützeichel, Rainer: Laien, Experten, Professionen. In: Schützeichel, Rainer (Hg.). Handbuch Wissenssoziologie und Wissensforschung. Konstanz, 2007, S. 546–578.
Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
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