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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Renaissancen und Reformen im frühen Mittelalter
(8.-12. Jh.)

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G2; Modul G3; BA KuWioF: Modul 4; Modul 5; MA EuMo: Modul 1E; Modul 2E;
Ort: Berlin
Adresse: Regionalzentrum Berlin
City Quartier "Dom Aquarée"
Heiligegeistkirchplatz / Ecke Spandauer Straße
10178 Berlin

Raum: Quartier I
Termin: 11.04.2014 bis
12.04.2014
Zeitraum: Fr. 11.04.2014 16:00-20:00 Uhr
Sa. 12.04.2014 9:00-18:00 Uhr
Leitung: Dr. Uta Kleine
Anmeldefrist: 28.02.2014
Anmeldung: Online-Anmeldung siehe unten.
Es gibt keine Teilnahmebeschränkung.
Bitte überlegen Sie sich sorgfältig, ob Sie tatsächlich teilnehmen können und melden sich bitte wieder ab, falls Sie am Seminar doch nicht mitmachen können!
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Uta Kleine
Telefon: (02331) 987-4324
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: (02331) 987- 4752

„Renaissancen“ und „Reformen“ im früheren Mittelalter (8.-12. Jahrhundert)

Die 1000 Jahre des Mittelalters waren keine statische Zeit, sondern eine Epoche steten, dynamischen Wandels. Diese Wandlungsprozesse vollzogen keineswegs nur schleichend und für die Zeitgenossen unmerklich, sondern als eine Folge bewußt gestalteter Erneuerungsbewegungen, für die mittelalterlichen Beobachter und die moderne Geschichtsforscher eine Reihe unterschiedlicher Begriffe benutzten: reformatio (Reform), renovatio (Erneuerung), rectitudo, correctio, emendatio (Berichtigung, Bereinigung), restitutio (Wiederherstellung).Der Begriff der ‚Renaissance‘ ist eine neuzeitliche Begriffsschöpfung, die nacheinander auf verschiedene historische Wendezeiten angewandt wurde. So wird heute nicht nur die Renaissance (des 15./16. Jahrhunderts) als solche bezeichnet, sondern auch die Umbrüche im 8./9. und 12. Jahrhundert. Daneben sprechen Historiker von der karolingischen Bildungsreform, der gregorianischen Reform oder der reformatio Sigismundi, von verschiedenen Kloster- und Ordensreformen und schließlich von der Reformation des 16. Jahrhundert, mit der die Glaubensspaltung der lateinischen Kirche besiegelt wurde.

Welches waren die Triebkräfte vormoderner Wandlungsprozesse? Inwieweit wurden sie bewußt gesteuert, wo folgten sie einer eigenen Entwicklungsdynamik? Wie wurden sie begründet und gerechtfertigt? Wie sind sie systematisch einzuordnen und zu benennen?

An zwei Beispielen, der Karolingischen Renaissance und der Renaissance des 12. Jahrhunderts, sollen diese Fragen im Seminar behandelt werden. Grundlage der Seminararbeit sind Materialien, die auf einer Moodle-Plattform bereitgestellt werden. Zugangsdaten erhalten Sie nach Ende der Anmeldefrist. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist verbindlich; Absagen bitte schriftlich und möglichst rechtzeitig mitteilen.

Von den Teilnehmer/innen wird erwartet, dass sie einen kleineren Seminarbeitrag (Kurzreferat, Literaturbericht, Einführung in eine Quelle) leisten. Themen und Materialien hierzu werden ebenfalls auf Moodle bereitgestellt. Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit mir in Verbindung.

Literatur zur Vorbereitung: Alle Teilnehmer/innen werden gebeten, vorab die folgenden Beiträge aus dem Lexikon des Mittelalters (als online-Datenbank der UB Hagen verfügbar) zu lesen:

· Brunhölzl, Franz, Renaissance, Karolingische, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 7, Sp. 718-720

· Fleckenstein, Josef, Bildungsreform Karls des Großen, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 2, S. 187-189

· Miethke, Jürgen, Reform, Reformation, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 7, Sp. 543-550

Verbindliche Anmeldung bis spätestens: 28.02.2013

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen