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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Regensburg - von castra regina zur Stadt des Reiches

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G3;
Ort: Regensburg
Adresse: Katholische Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Bayern e.V.
Ostengasse 27
93047 Regensburg
Termin: 06.11.2015 bis
08.11.2015
Zeitraum: Freitag, 06.11.15, 16:00 - 18:00 Uhr
Samstag, 07.11.15, 9:00 - 18:00 Uhr
Sonntag, 08.11.15, 9:00 - 18:00 Uhr
Leitung: Dr. Andrea Clemens
Dr. Bernd Fuhrmann
Anmeldefrist: bis 18.10.2015
Anmeldung: Die Veranstaltung findet als Kooperation des Studiengangs "Historische Stadt" des Zentrums für kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck der Universität Lübek sowie der FernUniversität Hagen statt. Die Teilnehmerzahl ist daher auf jeweils 15 für den Studiengang Historische Stadt und 15 für die FernUniversität begrenzt.
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Andrea Clemens
E-Mail: Dr. Bernd Fuhrmann
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752

Regensburg zählt mit seiner 2000-jährigen Geschichte zu den ältesten Städten Deutschlands. In allen Epochen ihrer Geschichte hat die Stadt stets eine Sonderstellung eingenommen. Bereits der Beginn Regensburgs lässt sich im Gegensatz zu anderen Städten mit der Anlage eines befestigten Platzes 179 durch den römischen Kaiser Marc Aurel recht genau datieren. Im Mittelalter war Regensburg dann als Residenzstadt der bayerischen Herzöge und deutschen Könige und Kaiser, Bischofssitz, Fernhandelsstadt und Wirtschaftszentrum zentraler Ort in Süddeutschland. Die enge Verflechtung von Wirtschaft und Politik ließ die Stadt aufblühen. Allerdings begann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts der Abstieg der Stadt als Handelsmetropole, als nach einem Aufstand zahlreiche führende Familien Regensburg verließen. Verstärkt wurde dieses durch ein nicht export-orientiertes, sondern im Wesentlichen auf den städtischen Binnen- und regionalen Markt produzierendes Handwerk sowie Konflikte um eine Zugehörigkeit zu Bayern. Somit entwickelte sich aus der "Freien Reichsstadt" eine "Stadt des Reiches". Neben der Dominanz des Kaisers bestanden weiterhin die Machtbereiche des Bischofs, des Herzogs und der Klöster. Während Reformation und Gegenreformation bildete sie im Kleinen die Verhältnisse im Deutschen Reich ab. Dieses insbesondere als Regensburg für 150 Jahre zum Sitz des Immerwährenden Reichstages wurde. Diese vielfältige Geschichte ist noch heute auf den Plätzen und Straßen der Stadt erlebbar. Dieses einzigartige Ensemble hat Regensburg denn auch 2006 den Status einer UNESCO-Welterbestadt eingetragen.

Das Programm für den Sonntag wurde durch eine archäologische Führung "document Niedermünster" erweitert. Falls sich dies nicht mit der Heimreise gen Norden am selben Tag vereinbaren lässt, besteht die Möglichkeit zu einer weiteren Übernachtung von Sonntag auf Montag in der gebuchten Katholischen Akademie. Anmeldungen auch dafür bitte an Manfred Bossow.
Sonntag, 8.11.15, 13 – 14:15 Uhr:
Führung “document Niedermünster”, siehe: https://www.regensburg.de/kultur/museen-in-regensburg/bistumsmuseen/document-niedermuenster (Zitat: „Unter der romanischen Niedermünsterkirche aus dem 12. Jahrhundert eröffnet sich eine der größten kirchlichen archäologischen Ausgrabungen Deutschlands.“), Treffpunkt: vor der Dompfarrkirche Niedermünster

Die Übernahme von Referaten (nicht länger als 20 Minuten) seitens der Teilnehmer ist erwünscht. Folgende Themen sind denkbar:

- Die Anfänge Regensburgs unter den Römern
- Regensburg wird königliche Stadt
- Wirtschaftlicher Aufschwung und Kampf um die Stadtherrschaft
- Der Niedergang Regensburgs im späten Mittelalter
- Regensburg während der Reformation
- Der immerwährende Reichstag
- Regensburger Patriziat
- Regensburg als Handelsmetropole
- Strukturen und Wege des Regensburger Handels
- Das Kloster St. Emmeram und der Heilige St Emmeram.
- Bischof und Stadt
- Regensburg und die Herzöge von Bayern
- Bürgerliche Stadtherrschaft in Regensburg
- Das Handwerk und seine Organisationen in Regensburg
- Die handwerkliche Produktion
- Stadt und Umland
- Regensburg und Bayern - kein konfliktfreies Verhältnis
- Die Runtinger

Bedenken Sie bereits bei der Themenübernahme, dass Sie Ihr Prüfungsthema selbständig an das Modul anschließen müssen; Stadt in den Epochen Spätmittelalter/Frühe Neuzeit.

Einführende Literatur:

  • Dieter Albrecht (Hrsg.), Regensburg - Stadt der Reichstage. Vom Mittelalter zur Neuzeit (Schriftenreihe der Universität Regensburg Band 21), Regensburg 1994.
  • Edith Feistner, Das mittelalterliche Regensburg im Zentrum Europas (Forum Mittelalter Studien Band 1), Regensburg 2006.
  • Matthias Freitag, Kleine Regensburger Stadtgeschichte, Regensburg 1999.
  • Martin Kluger, Regensburg. Stadtführer durch das mittelalterliche Weltkulturerbe, Regensburg 2007.
  • Peter Schmid (Hrsg.), Regensburg im Spätmittelalter. Bestandsaufnahme und Impulse (Forum Mittelalter Studien Band 2), Regensburg 2007.
  • Peter Schmid (Hrsg.), Geschichte der Stadt Regensburg Band 1 und 2, Regensburg 2000.
  • Eugen Trapp, Welterbe Regensburg. Ein kunst- und kulturgeschichtlicher Führer zur Altstadt Regensburg mit Stadtamhof, 2. Aufl., Regensburg 2012.

In der Katholischen Akademie stehen 15 Einzelzimmer mit Dusche und WC zur Verfügung. Der Preis für die Zimmer ist zu entrichten bei der Rezeption der Einrichtung (Öffnungszeiten: am Freitag bis 18 Uhr, Sa/So 8-12 Uhr).

Herr Bossow vom ZKFL der Universität zu Lübeck wird eine Tagungspauschale für Kaffee, Tee, Mineralwasser und Mittagessen am Samstag in Höhe von € 17,50 vorab in Rechnung stellen.

Irmgard Hartenstein | 19.10.2015
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen