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Nürnberg als Beispiel für Patriziat und Stadt-Umland-Beziehungen mittelalterlicher Städte

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Thema:

Nürnberg als Beispiel für Patriziat und Stadt-Umland-Beziehungen mittelalterlicher Städte

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung / Exkursion
Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G3; BA KuWioF: Modul 5; Magister (Abschluß-Prüfungsphase)
Ort: Nürnberg
Adresse: Gasthof "Zur Linde-Wollnersaal"
Familie Hölzel
Neunkirchener Str. 6, Heuchling
91207 Lauf
Telefon: 09123/2800, Telefax: 09123/85878
Homepage: www.wollnersaal-lindenwirt.de
Termin: 20.09.2013 bis
22.09.2013
Zeitraum: Freitag, 20. Sept. 15:30 –20:00 Uhr
Samstag, 21. Sept. 9:30 –18:00 Uhr
Sonntag, 22. Sept. 9:30 –13:00 Uhr
Leitung: Dr. Andrea Clemens
Prof. Dr. Bernd Fuhrmann
Anmeldefrist: beendet
Anmeldung: Online-Anmeldung
Auskunft erteilt: E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987-4752
E-Mail: Prof. Dr. Bernd Fuhrmann
E-Mail: Dr. Andrea Clemens

In Kooperation mit dem Studiengang Historische Stadt an der Universität Lübeck

Nürnberg gilt allgemein als idealtypisches Beispiel für die Herrschaft des Patriziats. Erste Erwähnungen des Begriffs "Patriziat" als Bezeichnung für städtische Oberschichten lassen sich Ende des 15. Jahrhunderts finden. Als deren Selbstbezeichnung wird er allerdings erst ab dem 16. Jahrhundert genutzt.
War in Nürnberg zunächst noch die Aufnahme in den Kreis der reichsstädtischen Oberschicht möglich, erfolgte 1521 mit dem Tanzstatut der Abschluss nach außen. Kennzeichen dieser exklusiven Schicht der Einwohnerschaft waren neben politischer und ökonomischer Vorrangstellung, am Landadel orientierter repräsentativer Lebensstil, Stiftungen und Mäzenatentum. Durch Anlage ihres Vermögens in Grund- und Hausbesitz sowie Unternehmen im Umland trugen sie auch entscheidend zu den Stadt-Umland Beziehungen Nürnbergs bei. Außerdem vereinte dieser feste Kreis von Familien die für die Verwaltung der Stadt entscheidenden Ämter im kleinen Rat unter sich. Auf diese Weise konnten sie auch Einfluss auf die Handwerker in Nürnberg nehmen, da diesen nach dem Aufstand von 1348 die Gründung eigener Korporationen untersagt war, und alle Kontrolle über das Handwerk beim Rat lag. Trotzdem oder gerade deswegen? erlebte Nürnberg im Mittelalter basierend auf zum Teil hochspezialisierten Gewerben eine wirtschaftliche Blütezeit.
Im Rahmen des Seminars soll die Entwicklung des Nürnberger Patriziats und sein Wirken in der und für die Stadt sowie im Umland näher betrachtet werden. Weitere Themenpunkt sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Handwerker in der Stadt und deren Kontrolle durch den Rat. Mit dem Historiker Martin Schieber vom Verein "Geschichte für Alle" Nürnberg, werden an praktischen Beispielen patrizischer Lebensstil und patrizische Repräsentation in Nürnberg und im Umland aufgezeigt.

Die Veranstaltung findet als Kooperation des Fernstudienzentrums Lübeck, der Fernuniversität Hagen in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Verein "Geschichte für alle" statt. Die Teilnehmerzahl ist daher auf jeweils 15 für den Studiengang Historische Stadt und 15 für die Fernuniversität begrenzt.

Die Übernahme von Referaten (nicht länger als 20 Minuten) seitens der Teilnehmer ist erwünscht. Folgende Themen sind denkbar:

  • Führungsschichten in mittelalterlichen Städten (an konkreten Stadtbeispielen)
  • Das Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung
  • Nürnberger Patrizierfamilien (einzelne Familien, Geschlechterbücher)
  • Stiftungen (Altäre, Kirche, Kapellen etc.)
  • Handwerker in Nürnberg (speziell: Metallhandwerk, Produktion)
  • Rat und Handwerk in Nürnberg
  • Verlagswesen

Einführende Literatur
Eberhard Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter, 1150-1550, Wien/Köln/Weimar 2012; Kapitel 6, Die Stadt und ihr Umland, S. 669-683 sowie Kapitel 7.7 Das Patriziat - Die Ratsgeschlechter, S. 749-771.
Peter Fleischmann, Rat und Patriziat in Nürnberg. Die Herrschaft der Ratsgeschlechter vom 13. bis zum 18. Jahrhundert, Band 1. Der Kleinere Rat, Nürnberg 2008.
Knut Schulz, Handwerk, Zünfte und Gewerbe. Mittelalter und Renaissance, Darmstadt 2010.

Veranstaltungsort und Übernachtung
Gasthof "Zur Linde-Wollnersaal"
Familie Hölzel
Neunkirchener Str. 6, Heuchling
91207 Lauf
Telefon: 09123/2800, Telefax: 09123/85878
Homepage: www.wollnersaal-lindenwirt.de.
Der Gasthof ist etwa 1 km (= 15 Minuten Fußweg) vom Bahnhof Lauf rechts der Pegnitz und 1,5 km (=20-25 Minuten) vom Bahnhof Lauf links der Pegnitz entfernt.
Preise, Frühstück inklusive, ca.
42 €/Nacht im EZ
31 €/Nacht im DZ oder 3-Bett-Zimmer mit getrennten Betten;
62 €/Nacht im DZ für beide Personen
Buchung der Zimmer für alle Teilnehmer über das Fernstudienzentrum in Lübeck, Tel.: 0451 500-6716, bossow@fsz.uni-luebeck.de

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen