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Christianisierung Europas im Mittelalter

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Thema:

Christianisierung Europas im Mittelalter
--- ausgebucht! ---

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G2; Modul G4; BA KuWioF: Modul 4; Modul 12A; MA EuMo: Modul 2E; Modul 6G; Magister Abschlussphase; weitere Interessenten auf Anfrage
Ort: Paderborn
Adresse: Haus Maria Immaculata
Mallinckrodtstr. 1
33098 Paderborn
Termin: 24.10.2013 bis
27.10.2013
Zeitraum: Donnerstag, 24.10.2013, 17:00 Uhr
bis
Sonntag, 27.10.2013, ca. 13:00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Manina Krämer, M.A.
Anmeldefrist: Wegen sehr großer Nachfrage wurde die Online-Anmeldung vorzeitig geschlossen. Rückfragen bitte an Prof. Schmieder.
Anmeldung: Teilnahmebeschränkung!
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Telefon: +49 2331 987-2120
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752

Das christliche Europa, das heute gerne als Grundlage unserer gemeinsamen europäischen Kultur angesprochen wird, entstand erst im Laufe des Mittelalters.
Das Christentum verbreitete sich im Römischen Reich, wurde zur erfolgreichen Missionsreligion, im Jahr 313 zur erlaubten Religion (religio licita) und schließlich 380 zur Staatsreligion. Zwar erfasste das christliches Reich den Mittelmeerraum und auch weite Bereiche nördlich davon, doch mit dem Auseinanderbrechen des Römischen Reiches und seiner Teileroberung durch „heidnische Germanenvölker“ brachen christliche Strukturen, in welchem Maße auch immer es sie gegeben haben mag, vor allem in den Randbereichen wieder zusammen.
Jenseits der römischen Reichsgrenzen hatte das Christentum kaum Fuß fassen können, schon weil es als Ideologie der Expansoren und Fremdherrscher zwangsverbreitet daherkam und daher abgelehnt wurde – ein Phänomen, das im Laufe des Mittelalters in „heidnischen“ Bereichen Europas immer wieder zu beobachten sein sollte. Vor allem die Gebiete östlich des Rheins und nördlich der Donau, Skandinaviens und des slavischen Siedlungsraumes (sowie der dort lebenden oder eindringenden Balten, Finnougrier und Turkvölker) waren in der Epoche zwischen der „Taufe Chlodwigs“ um 500 und der „Taufe Litauens“ um 1387 Ziel von christlichen Missionaren aus West und Ost sowie päpstlicher und byzantinisch-kaiserlicher Missionsgesandtschaften.
Damit verbunden sind nicht nur bekannte Namen wie Gregor der Große, Bonifatius oder Kyrill und Method, sondern auch weniger bekannte, wie Remigius von Reims oder Augustinus, Erhard und Wolfgang, Columban und Willibrord, Liudger und Ansgar, Adalbert von Prag, Brun von Querfurt und Otto von Bamberg.
Daß sich 2013 das Edikt von Mailand zum 1700. Mal jährt, hat man in Paderborn zum Anlaß genommen, um eine große Ausstellung zu konzipieren: CREDO. Christianisierung Europas im Mittelalter. Aus der Ausstellungswerbung: „Die Ausstellung veranschaulicht, wie das Christentum nach Europa kam und sich dort in den verschiedenen Ländern, insbesondere in Nord- und Osteuropa ausbreitete. Dabei werden die wichtigsten ¬Etappen und kultu¬¬rellen Veränderungen dieses etwa 1000 Jahre umfassenden, vielschichtigen Prozesses thematisiert: von der Verbreitung des Christentums im römischen Reich, der Christianisierung Galliens, Irlands und der Angelsachsen, bis hin zur Bekehrung Skandinaviens, Polens und der Mission im Baltikum.“ Das Seminar soll nicht zuletzt eine eigenen Urteilsgrundlage schaffen und die Ausstellung und ihre Konzeption kritisch betrachten (was meint man mit „Europa“ und was versteht man unter „Christianisierung“ oder noch schlichter „Christentum“). Wir besuchen zu diesem Zweck nach etwa zwei Dritteln des Seminars gemeinsam die Ausstellung und tauschen uns anschließen darüber aus.

Die Veranstaltung ist teilnahmebeschränkt, die Übernahme von Kurzreferaten wird erwartet. Prüfungsleistungen (Hausarbeiten, mündliche Prüfungen) sind in den genannten Modulen im Anschluß an das Seminar und besonders die Referate möglich. Die Referatsthemen werden rechtzeitig auf einer Moodleplattform bekanntgegeben.

zur Vorbereitung empfohlene Lektüre:
- Angenendt, Arnold, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart u.a. 1990
- Brown, Peter, Die Entstehung des christlichen Europa, München 1996

Übernachtung
Zimmer im Haus Maria Immaculata sind vorreserviert; Sie sind jedoch nicht verpflichtet dort zu übernachten.
Bitte geben Sie in der untenstehenden Online-Anmeldung Ihre Zimmerwünsche an. Die Preise verstehen sich pro Tag ohne Frühstück. Die Anmeldung erfolgt über uns, es werden aber Einzelrechnungen ausgestellt. Bitte beachten Sie, dass bei Absagen bis 7 Tage vor der Anreise Stornierungskosten anfallen.

Präsenzveranstaltung in Verbindung mit der Ausstellung „Credo – Christianisierung Europas im Mittelalter" (Paderborn 26. Juli - 3. November 2013).

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen