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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Geschichte im Museum

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G2; Modul G4; Modul G5; BA KuWioF: Modul 4; Modul 11A; Modul 12A; MA EuMo: Modul 1E; Modul 2E; Magister Hauptstudium; weitere Interessierte auf Anfrage
Ort: Essen
Adresse: Ruhr Museum
Zollverein A 14 (Schacht XII, Kohlenwäsche)
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

Treffpunkt: Seminarraum im Kokskohlenbunker
Termin: 01.11.2012 bis
03.11.2012
Zeitraum: Donnerstag, 01.11.2012, 10 - 18 Uhr
Freitag, 02.11.2012, 10 - 18 Uhr
Samstag, 03.11.2012, 10 - 14 Uhr
Leitung: apl. Prof. Dr. Thomas Sokoll
Dr. Uta Kleine
Anmeldefrist: 07.09.2012
Anmeldung: Das Seminar ist belegt.
Auskunft erteilt: E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752
E-Mail: Prof. Thomas Sokoll
E-Mail: Dr. Uta Kleine

Historische Museen sind heute ein selbstverständlicher Teil der öffentlichen Erinnerungskultur. Doch die Vermittlung von Geschichte im Museum, dem Ort der sinnlichen Anschauung, ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist im Grunde eine relativ neue Entwicklung, die erst im Zuge des expandierenden Museums- und Ausstellungswesens seit den 1970er Jahren die heute bekannten Formen angenommen hat.
Doch der Wandel von der kunsthistorisch (oder naturkundlich bzw. ethnologisch) orientierten Sammlung älteren Typs hin zur Musealisierung und Präsentation von Geschichte, vom ‚Musentempel‘ zum ‚Lernort‘, verlief nicht geräuschlos, wie die Debatten der 1980er Jahre um das Deutsche Historische Museum in Berlin oder das Haus der Geschichte in Bonn zeigen. Wurden die musealen Objekte zuvor als isolierte Kunst- und Kultgegenstände mit besonderer Aura inszeniert, liefen sie nun Gefahr, zur Verdeutlichung wissenschaftlicher oder politischer Anschauungen in Dienst genommen und zur bloßen „optischen Fußnote“ degradiert zu werden. Auf der fachwissenschaftlichen Seite hingegen deutete man den neuen Hang zur sinnlich-auratischen Präsentation als Symptom einer intellektuellen Verflachung. Die Diskussionen um ein modernes Museumskonzept und eine angemessene Präsentationssprache halten an.
Am Beispiel des neuen, 2010 eröffneten Ruhr-Museums in Essen mit seinem außergewöhnlichen Präsentationskonzept möchten wir der Frage nach dem Verhältnis von Geschichte und Museum nachgehen. Die Veranstaltung findet in den Räumen des Ruhr Museums statt. Eine Führung und eine Arbeit vor Ort, an den Objekten, sind Teil des Programms. Daher ist die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt.
Materialien zur Vorbereitung und eine Liste möglicher Referatthemen werden Anfang September auf einer Moodle-Plattform zur Verfügung gestellt. Bis dahin können Sie sich mit den folgenden Titeln auf das Thema einstimmen:

Korff, Gottfried, Roth, Martin (Hg.), Das historische Museum. Labor, Schaubühne, Identitätsfabrik, Frankfurt/M. 1990
Pomian, Krzysztof, Der Ursprung des Museums. Vom Sammeln, Berlin 1988
Borsdorf, Ulrich, Grütter, Theo (Hg.), Ruhr Museum. Natur. Kultur. Geschichte, Essen 2010

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen