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Präsenzveranstaltung

Illustration
Thema:

Alteuropäische Schriftkultur: Die Bibel

Adressatenkreis: BA Kulturwissenschaften, Module 4 und 5 / MA Formierung der Europäischen Moderne, Modul 1; Magister Hauptstudium; weitere Interessierte auf Anfrage
Ort: Wolfenbüttel
Adresse: Herzog August Bibliothek
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
Termin: 09.06.2008 bis
13.06.2008
Zeitraum: Mo 9:00 Uhr bis Fr 13:00 Uhr
Leitung: Daniel Syrbe M.A. (Antike), Prof. Dr. Felicitas Schmieder (Mittelalter), Prof. Dr. Thomas Sokoll (Frühe Neuzeit) Anmeldefrist: Das Seminar is
Anmeldefrist: abgelaufen
Auskunft erteilt: E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: (02331) 987- 4752

Auch wenn jeder heute glaubt zu wissen, was die Bibel sei – sie hat sich im Laufe der Jahrhunderte ihrer Existenz immer wieder gewandelt, in Aussehen, Aufbau und Benutzung. Deshalb werden wir uns – in epochenübergreifender Perspektive – in einem großen Bogen von der Spätantike über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit mit folgenden wichtigen Fragen beschäftigen:

- Seit wann gibt es „die Bibel“? Was genau hatten die jeweiligen Zeitgenossen „in der Hand“, wenn sie sich (aus welchen Gründen, mit welchen Zielen?) mit ihr beschäftigten? Was bedeutete dieser Gegenstand für die Menschen, die damit umgingen?

- Wie wurde „die Bibel“ überliefert: auf welchen Beschreibstoffen, in welchen Sprachen, in einzelnen Büchern oder als „Vollbibel“? Wann war eine solche Vollbibel überhaupt möglich; wann wurde der Kanon der dazugehörigen Teile festgeschrieben und akzeptiert?

- Wie vollzog sich die Aneignung der Bibel: Wie verfügbar waren biblische Texte und wie wurden sie den Benutzern zur Verfügung gestellt, wer las sie wie oder bekam sie (oder Teile von ihnen) vorgelesen? Wann wurden sie warum in welche Sprachen übersetzt, wie wurden sie ausgelegt oder wissenschaftlich kommentiert? Wie, wann und weshalb wurden sie für wen illustriert?

Verbindliche Arbeitsgrundlage des Seminars ist ein Reader, der allen Teilnehmern nach Anmeldeschluss zugeht. Für Studierende des BA Kulturwissenschaften ist außerdem der Kurs „Alteuropäische Schriftkultur“ (34201) verpflichtend. Studierende im MA Formierung der europäischen Moderne haben inhaltliche Anschlussmöglichkeiten über das Modul 1 (Kurs 34211: Universitäten vor 1800: Wissen und Glauben als soziale Herrschaftspraxis) und können das Seminar als Grundlage für Modulprüfungen nutzen. Ebenso sind natürlich auch Magisterstudenten herzlich eingeladen und können Leistungsnachweise im Kontext des Seminars erwerben (insbesondere in Verbindung mit Kurs 04186: Die Macht der Heiligen Schrift: Epochen des Bibelgebrauchs vom 2. bis 18. Jh.).

Von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erwarten wir die Erledigung eines kleinen Arbeitsauftrags (Referat eines Aufsatzes oder eines Buches, Vorstellung eines Hausarbeitsprojektes, Moderation oder Protokoll einer Debatte o.ä.).

Es wäre hilfreich, wenn diese Beiträge möglichst bald uns abgesprochen würden. Ebenso bitten wir dringend um frühzeitige Anmeldung, da die Teilnehmerzahl eng begrenzt ist.

Die Teilnahme ist auf 20 Studierende begrenzt.

Bitte beachten:
Das Seminar Alteuropäische Schriftkultur 1450-1850: Buchdruck und Bibel, Aufklärung und Alphabetisierung zum Modul 4 des BA Kulturwissenschaften von Prof. Dr. Sokoll, das am 27./28.06.2008 in Hagen stattfindet, thematisiert ebenfalls die schriftkulturelle Bedeutung der Bibel. Ein weiteres Seminar von Dr. Kleine zum Thema Heiligenverehrung Heilige, Könige und heiliges Reich. Herrschaftskonzepte im vormodernen Europa zwischen Politik und Erinnerung findet zwischen 04. -07.07.2008 in Hagen statt und spricht hauptsächlich Studierende des BA Kulturwissenschaften, Modul 5, an.

Unterkunft:
Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter
http://www.wolfenbuettel-tourismus.de/
Unsere bisherige Unterkunft in der „Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel“ ist diesmal leider belegt.

Veranstaltungsort

ist die Herzog August Bibliothek.


04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen