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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Alteuropäische Gelehrsamkeit

Adressatenkreis: BA Kulturwissenschaften, Module 4/G2; MA Europäischen Moderne, Modul 1E, 2E; Magister Hauptstudium; weitere Interessierte auf Anfrage
Ort: Wolfenbüttel
Adresse: Herzog August Bibliothek
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
Termin: 06.06.2011 bis
10.06.2011
Zeitraum: Mo, 06.06.2011 ab 09:00 Uhr
Fr, 10.06.2011 bis 17:00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Schmieder
Prof. Dr. Thomas Sokoll
Uta Kleine
Anmeldefrist: 27.03.2011
Anmeldung: Teilnahmebeschränkung! (Die Teilnahme ist nicht von der Reihenfolge der Anmeldung abhängig.)
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Telefon: +49 2331 987-2120
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752

Mit alteuropäischer Gelehrsamkeit meinen wir einerseits die systematische Ordnung des Wissens (artes liberales), die sich aus antiken Grundlagen im Mittelalter herausgebildet hat und bis in die Frühe Neuzeit gültig blieb. Auf der anderen Seite meinen wir hiermit die Institutionen über dem Niveau der Elementarausbildung (Klosterschule, Domschule, Universität). Die Herzog August Bibliothek bietet gleich mehrere Anknüpfungspunkte zu diesem Thema: zu ihren Beständen gehört zum einen die Bibliothek des Mitte 7. Jh. gegründeten Klosters Weißenburg im Elsaß, deren Bestände ins 8. Jahrhundert zurückreichen; und zum anderen die Bibliothek der welfischen Universität Helmstedt etwa 40 Kilometer von Wolfenbüttel entfernt, gegründet 1576 von Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, und aufgehoben 1810.

Behandeln wollen wir u.a. die folgenden Schwerpunkte:

  • Herausbildung des schulischen Wissenskanons in der Antike (artes liberales: Martianus Capella)
  • Rezeption und Weiterbildung antiken Wissens in Mittelalter und Früher Neuzeit (Aristoteles, Orosius)
  • Kloster- und Domschulen als Orte der Gelehrsamkeit im früheren Mittelalter (Weissenburg, Köln)
  • Universitäten des späteren Mittelalters (Köln, Heidelberg)
  • Die Universität Helmstedt als Beispiel einer frühen konfessionellen Universitätsgründung.

Die Veranstaltung endet mit einem Ausflug nach Helmstedt.

Arbeitsgrundlage des Seminars werden Materialien sein, die rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden (nach Möglichkeit online). In der Erarbeitung des historischen Materials werden wir – in epochenübergreifender Perspektive – einen großen Bogen von der Spätantike über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit spannen.

Die Teilnehmerzahl ist eng begrenzt (20 Teilnehmende). Sobald die Anmeldefrist vorüber ist, werden wir Sie darüber informieren, ob Sie teilnehmen können. Von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erwarten wir die Erledigung eines kleinen Arbeitsauftrags (Referat eines Aufsatzes oder eines Buches, Vorstellung eines Hausarbeitsprojektes, Moderation oder Protokoll einer Debatte o.ä.). Eine Liste möglicher Beiträge wird rechtzeitig auf Moodle veröffentlicht werden. Es wäre hilfreich, wenn Sie sich dann zügig (voraussichtlich Ende März) mit uns in Verbindung setzen könnten wegen der Absprache eines solchen Beitrages.

Übernachtung:
Sollten Sie eine Unterkunftsmöglichkeit suchen, empfehlen wir Ihnen die Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Einzelzimmer kosten 43,50 € pro Nacht incl. Frühstück (Auskünfte Frau Brohn: Fon 05331 808-419).
Bitte geben Sie in den Auswahlmöglichkeiten an, ob und wie lange Sie in der Bundesakademie für kulturelle Bildung übernachten wollen.
(Sollte Ihnen das Angebot nicht zusagen, können Sie sich an die Tourist-Information der Stadt Wolfenbüttel wenden.)

Allgemeine einführende Literatur:

  • Hammerstein, Notker, Bildung und Wissenschaft vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, München 2003 (Oldenbourg Enzyklopädie Deutscher Geschichte. 64)
  • Kintzinger, Martin, Wissen wird Macht. Bildung im Mittelalter, Ostfildern 2003
  • Das Athen der Welfen. Die Reformuniversität Helmstedt 1576-1810, hg. Jens Bruning/ Ulrike Gleixner, Wiesbaden 2010 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek. 92)

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen