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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Ora et labora: "Arbeit" im Spannungsfeld von christlicher Lehre und sozialer Praxis

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis: BA Kulturwissenschaften Module 5 / G3; Magister; weitere Interessierte auf Anfrage
Ort: Hagen
Adresse: FernUniversität in Hagen
Universitätsstr. 11
Raum F09
Termin: 08.07.2011 bis
09.07.2011
Zeitraum: Fr, 08.07.2011, 14:00 - 19:00 Uhr
Sa, 09.07.2011, 9:00 - 18:00 Uhr
Leitung: Dr. Uta Kleine
Anmeldefrist: 24. Mai, verlängert bis 15. Juni 2011
Anmeldung: Online-Anmeldung
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Uta Kleine
Telefon: +49 2331 987-4324
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752

Im christlichen Werteverständnis nimmt die körperliche Arbeit einen hohen Rang ein: als sinnhaftes, gottgefälliges Tun dient sie nicht nur dem Lebensunterhalt, sondern befördert auch den Weg des Menschen zum ewigen Heil. Die bekannte benediktinischen Formel ‚Ora et labora’ ist Ausdruck des christlichen Wertewandels, der an die Stelle der in der Antike noch üblichen Ächtung von Arbeit (als Zeichen der Unfreiheit) die Anerkennung der Arbeit (als Dienst an Gott) setzte. Die positive Neubewertung betraf nicht nur das unterhaltsstiftende Tun der Mönche, sondern auch diejenigen, die im Rahmen der mittelalterlichen Grundherrschaft für geistliche oder adelige Herren ihr meist mühseliges Tagewerk verrichteten.

Anhand ausgewählter Zeugnisse wollen wir uns mit beiden Aspekten beschäftigen: mit der Herausbildung spezifisch christlicher Vorstellungen über die Bedeutung von Arbeit einerseits und mit den Veränderungen der bäuerlichen und handwerklichen Arbeitswirklichkeit andererseits. Der Schwerpunkt soll hierbei im Mittelalter liegen.

Die Kenntnis des Kurses 34209 (Arbeit im vordindustriellen Europa) ist Voraussetzung. Weitere Materialien sowie eine Liste von Referatsthemen werden nach Ablauf der Anmeldefrist auf einer Moodle-Plattform zur Verfügung gestellt. Teilnehmer/innen, die ein Referat übernehmen wollen, sollten sich rechtzeitig mit der Veranstalterin in Verbindung setzen. Auf Wunsch können auch eigene Hausarbeitsprojekte (so sie mit dem Seminarthema in Verbindung stehen) vorgestellt werden.

Das Seminar ist nicht teilnahmebegrenzt. Es werden alle Anmeldungen berücksichtigt.
Die Anmeldefrist ist bis 15. Juni verlängert. Interessierte bekommen danach Ihren Zugang auf die Moodle-Plattform und müssen eine kürzere Vorbereitungszeit in Kauf nehmen .

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen