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Peloponnes-Exkursion

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Thema:

Peloponnes-Exkursion: „Das Land der Griechen mit der Seele suchend“. Die Peloponnes in der Vormoderne bis zu den griechischen Befreiungskriegen (1821 – 1829)

--- ausgebucht! ---

Veranstaltungstyp: Exkursion
Adressatenkreis: siehe Vorbereitungsseminar
Ort: Peloponnes
Termin: 03.04.2014 bis
13.04.2014
Zeitraum: genaue Termine sind in Vorbereitung
Leitung: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Christian Urs Wohlthat, M.A.
apl. Prof. Dr. Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer
Anmeldefrist: --- ausgebucht ! ----
Anmeldung: Teilnahmebeschränkung
Auskunft erteilt: E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987 - 2579
E-Mail: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Telefon: +49 2331 987 - 2120

Vor der Exkursion findet verpflichtend für die Teilnehmenden das Vorbereitungsseminar vom 01. - 03.10. 2013 statt.

Griechenland ist spätestens seit dem 18. Jahrhundert ein besonderer „Erinnerungsort“ der Deutschen, wofür das Zitat aus Goethes „Iphigenie auf Tauris“ stehen soll. Mit Johann Joachim Winkelmanns „Stiller Einfalt, edler Größe“ wurde eine Begeisterung entfacht, die es nicht zuletzt ermöglichte, sich vom römischen Erbe der „Welschen“ abzuheben – besonders deutsche Freiwillige kämpften in den griechischen Befreiungskriegen gegen das zerfallende Osmanische Reich, und ihre Könige holten die Griechen (deren Königreich von 1832 bis 1924 und von 1935 bis 1973 bestand) im 19. Jahrhundert dementsprechend aus Deutschland (Otto I. von Wittelsbach, Sohn des griechenbegeisterten Königs Ludwig I. von Bayern; sodann das Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg). Nicht zuletzt griechische Baukunst und griechische Skulptur galten dem europäischen Klassizismus in den Jahrzehnten um 1800 als vorbildlich.
Doch viele der Themen, die um 1800 für die europäische Erinnerung von Bedeutung waren, hatten bereits erinnerungskulturellen Wert im antiken Griechenland, dann in Rom, im byzantinische und lateinischen Mittelalter, in der europäischen Renaissance.
Beginnend bei den Epen des Homer (in denen die Peloponnesier Menelaos und Helena von Sparta und Agamemnon von Mykene entscheidende Bedeutung erlangen) über große Baumeister und Künstler (wie den Phidias) über die Erfindung von „Theater“, „Gymnasium“, „Politik“ und „Demokratie“, spartanische Genügsamkeit und Tapferkeit, byzantinische Pracht, bis hin zu den Olympischen Spielen verband und verbindet man immer wieder ganz unterschiedliche Errungenschaften und Traditionen mit den Griechen.
Auf der Peloponnes wiederum haben die Epochen, an die man sich erinnerte, ebenso wie die Erinnerungen selbst, haben unterschiedliche Siedler und Eroberer ihre Spuren hinterlassen. Wir wollen uns auf unserer Exkursion diese historischen Epochen selbst erschließen – beginnend mit der mykenischen Frühzeit über das archaische und klassische Griechentum in den Hellenismus und die Römerzeit, durch das byzantinische und dann fränkische Mittelalter, schließlich die Osmanenzeit bis zu den Befreiungskriegen – und uns vor allem auch den Mythen nähern. Wir wollen uns in Mykene und Tiryns, in Korinth, Olympia, Epidauros und Messene und auch Sparta den „alten Griechen“, ihren Kulten und Mythen nähern, und doch wollen wir zugleich sehen, was das Fortleben der Erinnerung in späteren Zeiten aus diesen Orten machte. Wir wollen uns in Mistra byzantinische Kirchenpracht erwandern, in Methoni, Koroni und Monemvassia der Bedeutung nachgehen, die die Peloponnes als Station für das venezianische Ostmittelmeer-Reich hatte, anhand zahlreicher Burgen die Zeit lateinisch-fränkischer Herrschaft auf der Halbinsel „Morea“ nachvollziehen und nach Spuren der Osmanen suchen – schließlich in Nafplia die erste Hauptstadt des modernen Griechenland besuchen.

Zu den technisches Details:
Die Reise (außer den Flügen) wird über ein Reisebüro gebucht. Der Preis wird sich für die Reise (ohne Flug) im Doppelzimmer auf ca. 1000.- €, im EZ auf etwa 1300.- € belaufen ((enthalten sind dreimal Halbpension, sonst Übernachtung mit Frühstück, der Bus und die Eintritte/ Kosten für Führer). Den Flug nach und von Athen organisiert jeder Teilnehmer/ in selbst und trägt die Kosten daher zusätzlich zu den Reisekosten. Genauere Informationen zur spätesten Anreise und frühesten Abreise werden rechtzeitig bekanntgegeben, ebenso das Programm. Athen selbst gehört nicht zu unserem Besichtigungsprogramm. Zur Information wird eine Moodleplattform eingerichtet.
Die Teilnahme an der Vorbereitungsveranstaltung ist Pflicht und steht ausschließlich Exkursionsteilnehmern offen.
Die Teilnehmer übernehmen Referate, die entweder in Hagen oder in Griechenland oder in einer Mischung aus beidem zu halten sind. Die Themen werden rechtzeitig vor der Vorbereitungsveranstaltung bekanntgegeben.
Ganz wichtig: Wir werden an mindestens zwei bis drei Tagen sehr viel und sehr anstrengend zu Fuß unterwegs sein (steile und lange Anstiege) und können dabei nur sehr begrenzt Rücksicht auf Teilnehmer nehmen, die schlecht zu Fuß sind. Bitte berücksichtigen Sie das bei Ihrer Entscheidung, sich anzumelden.

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen