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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Europäische Schriftkulturen

Adressatenkreis: BA Kulturwissenschaften Module G2/4; auch G4/12A (Kurs 34240), Magister; weitere Interessenten auf Anfrage
Ort: Frankfurt
Adresse: Campus Westend
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt

Raum IG 251
Termin: 05.08.2011 bis
06.08.2011
Zeitraum: Fr 17-20 Uhr
Sa 9-18 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Schmieder
Anmeldefrist: 25.05.2011
Anmeldung: keine Anmeldungen mehr möglich.
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Telefon: +49 2331 987-2120
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752

Das Seminar ist bereits jetzt überbelegt. Wir sind daher gezwungen, ab sofort alle weiteren Anmeldungen in eine Warteliste aufzunehmen. Sie erhalten ab dem Anmeldschluss Bescheid, ob noch eine Teilnahme möglich ist.
Das Seminar in Hamburg, 02./03.09.2011 "Kleopatra: Geschichte und Mythos einer Königin zwischen ägyptischer, griechischer und römischer Kultur" kommt als Alternative in Frage.

Denkt man an Schrift in Europa, so kommt einem zunächst die weltweit verbreitete Kommunikationsschrift der Moderne in den Sinn, das lateinische Alphabet (in Übersee auch gerne als englisches Alphabet bezeichnet). Man denkt möglicherweise auch an die beiden weiteren Schriften, das griechische und das kyrillische Alphabet im Osten des Kontinents, die sich auch in der EU zunehmend verbreiten. Doch wie stehen diese Alphabete zueinander in Beziehung, von ihren Ursprüngen ebenso wie ihren Interaktionen her? Hat die vom phönizischen, dann vom griechischen Alphabet ausgehende Entwicklung, die sich in das Lateinische und das Kyrillische weiterverzweigte, von diesem einen Ursprung aus Europa erobert (und von da aus die Welt)? Oder hat es in Europa wie ja auch in der Welt noch mehr Möglichkeiten zu schreiben gegeben, die überholt, zur Seite gedrängt wurden und/ oder in den „überlebenden“ Alphabeten ihre Spuren hinterlassen haben? Welche Wandlungen haben überhaupt die „siegreichen“ Alphabete durchmachen müssen, um Sprachen zu schreiben, für die sie ursprünglich nicht geschaffen waren? Diesem grundsätzlichen Problemzusammenhang will sich das Seminar widmen und dabei Beispiele alter Schriften auf dem europäischen Kontinent (Ogham und andere keltische Schriften, skandinavische und türkische Runen, Gotisch, Glagolica) ebenso thematisieren wie Theorien über Entstehung und Wandlung von europäischen Schriftsystemen (Neuerfindung versus Adaptation von bestehenden Alphabeten, Ergänzung durch Buchstaben und/ oder Diakritika) im Spannungsfeld von Oralität und pragmatischer wie Buch-Schriftlichkeit von der Antike bis in die Frühe Neuzeit.

Grundlage des Seminars ist der Kurs 03505/ 34201 (Alteuropäische Schriftkultur). Einige wenige zusätzliche Aufsätze werden als Pflichtlektüre vorausgesetzt werden. – Eine begrenzte Anzahl von Kurz-Referaten kann gehalten werden; eine Themenliste wird rechtzeitig auf einer Moodle-Plattform verfügbar sein. Doch werden auch Wünsche und Ideen den Teilnehmer wenn möglich berücksichtigt. – Das Seminar und vor allem die Referate können zur Vorbereitung von schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen (Hausarbeiten, mündliche Abschluß- und Modulprüfungen; Abschlussklausuren) genutzt werden.

Zur Vorbereitung empfohlene Lektüre:

- Haarmann, Harald, Geschichte der Schrift, München 2002 (Beck Wissen. 2198)
- Schramm,Gottfried, Drei Schöpfer nationaler Alphabete für den Nordostrand der Christenheit (im 5., 9. und 4. Jahrhundert), in: Gangolf Hübinger/ Jürgen Osterhammel/ Erich Pelzer(Hg.), Universalgeschichte und Nationalgeschichten. Ernst Schulin zum 65. Geburtstag. Freiburg i. Br. 1994, 73-103

Die Frist zur verbindlichen Anmeldung läuft bis zum 25.05. 2011; dann erhalten Sie Zugang zur Moodle-Plattform. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt; die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.

Lageplan und eine Anfahrtsbeschreibung des Campus Westend
Parkmöglichkeiten gibt es auf der Ecke Bremer Straße / Hansaallee; einige Plätze stehen auf der Einfahrt im Norden außerhalb der Schranke zur Verfügung.

Unterkunftsverzeichnis (Empfehlungen des Studienzentrums Frankfurt)

Irmgard Hartenstein | 04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen