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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Die Stadt und ihr Land. Entwicklungsformen städtischer Siedlungen vom Frühmittelalter bis in die frühe Neuzeit am Beispiel von Stadt und Landschaft der Hansestadt Lübeck

Adressatenkreis: Magisterstudiengang Geschichte – Hauptstudium (Kurs 4159 und 4164); Master Formierung der Europäischen Moderne, Module 1, 3, 4; Akademiestudierende, alle Studierenden der FernUniversität und Gäste
Ort: Lübeck
Adresse: Universität zu Lübeck, Haus 64, EG
Termin: 20.03.2006 bis
24.03.2006
Zeitraum: Mo ca. 10 Uhr bis Fr ca. 17 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Felicitas Schmieder
Anmeldefrist: abgelaufen
Anmeldung: Universität zu Lübeck Zentrum für Fernstudium und Weiterbildung Ratzeburger Allee 160 23538 Lübeck Tel. 0451-5006719 Fax 0451-5006718 e-mail: fernstudienzentrum@fsz.uni-luebeck.de
Auskunft erteilt: E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: (02331) 987- 4752

Städte sind Sozialformen, die im Europa östlich vom Rhein und nördlich von der Donau ohne römische Wurzeln während des Mittelalters neu entstehen mussten. Sie bauten auf bestehende Siedlungs- und kirchliche Strukturen auf und veränderten sie und sie wurzelten in älteren wirtschaftlichen wie militärischen Voraussetzungen. Lübeck und sein Umland gehören zu den Regionen in Deutschland, in denen man diese Entwicklung noch heute nachvollziehen kann. Dies beabsichtigt dieses Seminar: Wir wollen uns anhand der schriftlichen und der archäologischen Quellen die Entwicklung der Landschaft und der Stadt klarmachen und dazu Seminararbeit mit Exkursionen verbinden.

Lübeck – die slavische Burg Alt-Lübeck – lag im Frühmittelalter jenseits der christlichen Grenzen in einem weiten Wirtschaftsraum, der die Ostsee über das russische Flüssesystem mit dem Mittleren Osten verband. Es war ein Bereich, in dem christliche Kaufleute einen schweren Stand hatten und das Wissen im Bereich der lateinischen Christenheit sehr eingeschränkt war – eine vom Kulturkontakt bestimmte Lebenswelt, in der das spätere Europa nur die Rolle einer Peripherie einnahm. Bevor die lateinischen Christen ihre Grenzen – zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert – über die Elbe hinaus verschieben konnten, war Bardowick der für diese Gegend zentrale christliche Land-Handelsort des Karolingischen Reiches mit der slavischen Welt, der Hafen Haithabu der „heidnische“ Wirtschaftschwerpunkt. Alle drei Orte wollen wir besuchen und uns dabei zugleich ihre Lage in der Landschaft, die Zusammenhänge untereinander, die Raumstruktur klarmachen, in die hinein im 12. Jahrhundert Lübeck gegründet wurde und die die Basis für den raschen Aufstieg der Stadt zur „Königin der Hanse“ begründeten. Auch Lübeck selbst – eine noch zu großen Teilen erhaltene alte Stadt – soll intensiv begangen werden und unter fachkundiger Leitung der Stadtarchäologie erschlossen.

Die Teilnehmer sollen für sich und für die anderen das Hintergrundwissen möglichst selbst erarbeiten und sind daher dringend aufgefordert, Referate zu übernehmen. Die Palette der Themen reicht von der Wirtschafts- und Missionsgeschichte des Frühmittelalters über Stadt und Land im Mittelalter hin zur Hansegeschichte und den Entwicklungen im frühneuzeitlichen Lübeck, so gut es geht jeweils in vergleichender Perspektive auch mit ganz anderen Städten. Zur Absprach der Referate setzen Sie sich bitte so bald wie möglich mit Frau Professor Schmieder (felicitas.schmieder@fernuni-hagen.de) in Verbindung.

Für die Busfahrten muß auch von Studierenden der Fernuniversität ein kleiner Unkostenbeitrag Für die Busfahrten muß auch von Studierenden der Fernuniversität ein kleiner Unkostenbeitrag in Höhe von 50,00 € erhoben werden.

Bitte melden Sie sich bis zum 15. 2. 2006 verbindlich an (vermerken Sie bitte ausdrücklich, wenn Sie nicht möchten, daß Ihre Kontaktadresse an die übrigen Teilnehmer weitergegeben wird). Sie erhalten rechtzeitig zusätzliche Materialien zur Vorbereitung.

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an das Studienzentrum Lübeck, von dem Sie „Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten in Lübeck“ bekommen können.

04.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen