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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Afrikanisches Fieber - Reporterlegende Ryszard Kapuściński als Zeitzeuge im postkolonialen Afrika

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; Interessierte
Ort: Hagen
Adresse: FernUniversität in Hagen
Universitätsstraße 27
Philipp-Reis-Gebäude (PRG)
58097 Hagen

Raum E051/E052

Termin: 11.12.2015 bis
12.12.2015
Zeitraum: Freitag, 11.12.2015, 9:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 12.12.2015, 9:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
Anmeldefrist: 31.10.2015
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung, s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
Telefon: +49 2331 987 - 2114
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Der Pole Ryszard Kapuściński (1932-2007) zählte in den 1960er und 1970er Jahren zu den Stars des internationalen Journalismus. Sein Ruhm beruhte nicht zuletzt auf seinem Buch über den äthiopischen Kaiser Haile Selassi (König der Könige) von 1978 und auf seinen 1998 veröffentlichten Erinnerungen an seine Erfahrungen in Afrika (Afrikanisches Fieber). Als Korrespondent der polnischen Nachrichtenagentur PAP bereiste er den Kontinent in den Jahren während und unmittelbar nach der Unabhängigkeit der meisten afrikanischen Staaten – teilweise als einziger europäischer Berichterstatter, der nicht aus einer ehemaligen Kolonialmacht stammte. Vor diesem Hintergrund nimmt Kapuściński die Rolle eines wichtigen Zeitzeugen ein; seine Publikationen bilden dementsprechend einen ebenso spezifischen wie interessanten Quellenbestand zur Geschichte der Dekolonisation Afrikas.

Das Seminar wird sich ausführlich mit diesen Texten und der Person ihres Verfassers auseinandersetzen. Dabei verfolgt es zwei Ziele: Zum einen werden die Probleme der Dekolonisation und der jungen Staaten in Afrika beleuchtet, indem die journalistischen Texte für die historische Analyse fruchtbar gemacht und eingeordnet werden. Zum anderen soll anhand des Beispiels Kapuściński diskutiert werden, welche Rolle politisch Journalisten im historischen Prozess spielen und welchen Wert ihre Berichte für die historische Forschung haben können.

Die für die Veranstaltung relevanten Schlüsseltexte Kapuścińskis liegen in verschiedenen Ausgaben und in deutscher Übersetzung vor. Eine einführende Lektüre vor dem Seminar wird daher von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erwartet.

Literaturhinweise

Birmingham, David: The Decolonization of Africa, London: Routledge, 2003.

Domeier, Norman/Happel, Jörn (Hg.): Auslandskorrespondenten. Journalismus und Politik 1900-1970, Themenheft der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 62 (2014) 5.

Domosƚawski, Artur: Ryszard Kapuściński. Leben und Wahrheit eines Jahrhundertreporters, Zürich: Rotbuch Verlag, 2014.

Hargreaves, John D.: Decolonization in Africa, London: Longman, 21996.

Kapuściński, Ryszard: König der Könige. Eine Parabel der Macht, Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1984.

Kapuściński, Ryszard: Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies. Reportagen, Essays, Interviews aus vierzig Jahren, Frankfurt/Main: Eichborn, 2000.

Kapuściński, Ryszard: Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren (Die andere Bibliothek, 177), Frankfurt/Main: Eichborn, 1999.

Kapuściński, Ryszard: Notizen eines Weltbürgers, Frankfurt/Main: Eichborn, 2007.

Marx, Christoph: Geschichte Afrikas von 1800 bis zur Gegenwart, Paderborn: Schöningh, 2004.

Trojanow, Ilija (Hg.): Die Welt des Ryszard Kapuściński. Seine besten Geschichten und Reportagen, München: Piper, 2010.

Wilke, Jürgen: Massenmedien und Journalismus in Geschichte und Gegenwart. Gesammelte Studien (Presse und Geschichte – Neue Beiträge, 45), Bremen: Ed. Lumière, 2009.

Wilke, Jürgen: Journalismus und Geschichtsschreibung, in: Klaus Arnold (Hg.): Geschichtsjournalismus – zwischen Information und Inszenierung (Kommunikationsgeschichte, 21), Münster: LIT, 2010, S. 127-150.

Zimmermann, Clemens (Hg.): Politischer Journalismus, Öffentlichkeit und Medien im 19. und 20. Jahrhundert (Schriften der Siebenpfeiffer-Stiftung, 8), Ostfildern: Thorbecke, 2006.

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Karin Gockel | 19.11.2015
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte, 58084 Hagen