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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Die Kompanie und die Religion - Mission und religiöser Kulturkontakt in der Welt der Ostindien-Kompanien

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 4G; Modul 6G; Interessierte
Ort: Bregenz
Adresse: Zentrum für Fernstudien Bregenz
Belruptstr. 10
A-6900 Bregenz
Österreich

Raum 2/ EG

Termin: 18.03.2016 bis
19.03.2016
Zeitraum: Freitag, 18.03.2016, 9:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 19.03.2016, 9:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
Anmeldefrist: 05.02.2016
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung, s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
Telefon: +49 2331 987 - 2114
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Die großen ostindischen Handelskompanien, die im 17. und 18. Jahrhundert die Beziehungen zwischen Europa und Asien dominierten, waren in erster Linie kaufmännische Unternehmungen und in zweiter Linie Machtinstrumente der Europäischen Expansion. Religion spielte für sie zunächst keine Rolle. Bei genauerem Hinsehen lässt sich jedoch feststellen, dass auch in der Welt der niederländischen VOC, der englischen EIC oder der dänischen und französischen Kompanien eine Auseinandersetzung mit religiösen Institutionen, Phänomenen und Fragen kaum zu umgehen war. Dies spielte sich auf verschiedenen Ebenen ab. Einerseits hatten die Kompanien die seelsorgerische Betreuung ihres eigenen Personals sicherzustellen, was nicht selten zu ersten Keimzellen europäischer Kirchen in Asien führte. Andererseits mussten die Kompanien ein Verhältnis zur christlichen Mission, einem weiteren prägenden Faktor der Europäischen Expansion, finden, das stets ambivalent blieb. Schließlich hatten sich die Angehörigen der Kompanien selbst mit anderen, mitunter sehr fremden Religionen auseinanderzusetzen, was sowohl auf einer politischen wie auch auf einer wissenschaftlichen Ebene relevant wurde. Das Seminar wird versuchen, diesen verschiedenen Aspekten des Verhältnisses zwischen Ostindien-Kompanien und Religionen gerecht zu werden und ein möglichst differenziertes Bild zu entwickeln. Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und verschiedene „Naturreligionen“ werden gleichermaßen Berücksichtigung finden. Der geographische Schwerpunkt wird auf Süd- und Südostasien liegen. Zielsetzung des Seminars ist es, die Verflechtungen vordergründig wenig miteinander verbundener Bereiche wie Handel und Religion deutlich zu machen und deren Einfluss auf regionale wie globale Entwicklungen zu verstehen.

Literaturhinweise

Carson, Penelope: The East India Company and Religion, 1698-1858 (World of the East India Company, 7), Woodbridge: Boydell Press, 2012.

Koschorke, Klaus: Dutch Colonial Church and Catholic Underground Church in Ceylon in the 17th and 18th Centuries, in: ders. (Hg.): “Christen und Gewürze”. Konfrontation und Interaktion kolonialer und indischer Christentumsvarianten, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1998, S. 95-105.

Nagel, Jürgen G.: Predikanten und Ziekentrooster. Der Protestantismus in der Welt der Verenigden Oostindischen Compagnie, in: Michael Mann (Hg.): Europäische Aufklärung und protestantische Mission in Indien, Heidelberg: Draupadi, 2006, S. 101-121.

Schutte, Gerrit J. (Hg.): Het Indisch Sion. De Gereformeerde Kerk onder de Verenigde Oost-Indische Compagnie (Serta historica, 7), Hilversum: Verloren, 2002.

Steenbrink, Karel: Dutch Colonialism and Indonesian Islam. Contacts and Conflicts 1596-1950 (Currents of Encounter. Studies on the Contact between Christianity and other Religions, Beliefs and Cultures, 7), Amsterdam: Rodopi, 1991.

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Karin Gockel | 13.01.2016
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte, 58084 Hagen