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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Die Erforschung Afrikas von Mungo Park bis Leo Frobenius.

Adressatenkreis: BA Kulturwissenschaften Modul 12A/G4; MA Europ. Moderne Modul 6G; Magister Hauptstudium
Ort: Frankfurt am Main
Adresse: Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim / Jügelhaus
Raum Jüg 6 C
Mertonstraße 17-21
60325 Frankfurt am Main
Termin: 11.05.2012 bis
12.05.2012
Zeitraum: Freitag, 11.05.2012 von 9.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, 12.05.2012 von 9.00 bis 18.00 Uhr
Leitung: Dr. Jürgen G. Nagel
Anmeldefrist: 31.03.2012
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung, s. unten; falls Sie mit der Weitergabe Ihrer Adresse zwecks Bildung von Fahrgemeinschaften nicht einverstanden sind, geben Sie dies bitte ausdrücklich an.
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Jürgen G. Nagel
Telefon: +49 2331 987 - 2114
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Afrika wurde erst seit den 1880er Jahren im modernen Sinne kolonisiert. Die europäischen Kontakte zum Nachbarkontinent sind allerdings wesentlich älter und reichen in manchen Gegenden bis in die Antike zurück. Intensiviert wurden sie während der frühneuzeitlichen Expansion – nicht zuletzt durch den Sklavenhandel –, bezogen sich aber stets nur auf das unmittelbare Umland der Küsten. Das Landesinnere erweckte erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts das Interesse der Europäer.

Der schottische Arzt Mungo Park war einer der ersten Pioniere dieser neuen Epoche. Zwischen 1795 und 1797 sowie nochmals 1805/6 bereiste er die Region des Nigers. Zahlreiche westliche Reisende folgten überall in Afrika seinem Beispiel. Dabei handelte es sich um Personen ganz unterschiedlicher Art: idealistische Missionare wie David Livingstone, akribische Wissenschaftler wie Heinrich Barth, ehrgeizige Entdecker wie Richard Francis Burton und John Hanning Speke, Karrieristen wie Henry Morton Stanley oder akademische Exoten wie Leo Frobenius.

Es waren jedoch nicht nur diese berühmten Reisenden, die zur westlichen Kenntnis Afrikas beitrugen. So dienten in der Kolonialzeit die Niederlassungen der christlichen Missionsgesellschaften und der kolonialen Verwaltungen auch als Forschungsstationen. Das Sammeln von Daten, Artefakten und naturkundlichen Materialien vor Ort sowie kleinere Erkundungstouren in das unmittelbare Lebensumfeld wurden zum Rückgrat der Erforschung Afrikas, in die letztendlich die meisten in Afrika weilenden Europäer einbezogen wurden. Dies und die großen Entdeckungsreisen sorgten dafür, dass innerhalb nur eines Jahrhunderts der "dunkle Kontinent" den größten Teil seiner weißen Flecken verlor.

Dieser Vielfalt zwischen Abenteuer und systematischer Wissenschaft wird sich das Seminar widmen. Die Grundlage werden vorrangig Quellentexte bilden, insbesondere die Berichte der beteiligten Forscher und deren Rezeption in der akademischen Öffentlichkeit. Besonderes Augenmerk gilt dabei den unmittelbaren Kulturkontakten, den Auswirkungen spezifischer Forschungskontexte auf das westliche Afrikabild sowie dem Zusammenhang zwischen Afrikaforschung und Kolonialexpansion. Ein kritischer Ausblick auf die aktuelle Afrikaforschung und ihre kolonialen Wurzeln soll das Seminar schließlich abrunden.

Literaturhinweise

Curtin, Philipp D.: The Image of Africa. British Idea and Action, 1780-1850, London 1965.

Fabian, Johannes: Im Tropenfieber. Wissenschaft und Wahn in der Erforschung Zentralafrikas, München 2001.

Guérivière, , Jean de la: Die Entdeckung Afrikas. Erforschung und Eroberung des schwarzen Kontinents, München 20004.

Marx, Christoph: "Völker ohne Schrift und Geschichte". Zur historischen Fassung des vorkolonialen Schwarzafrika in der deutschen Forschung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Beiträge zur Kolonial- und Überseegeschichte, 43), Stuttgart 1988.

Rotberg, Robert (Hg.): Africa and its Explorers. Motives, Methods, and Impact, Cambridge 1970.

Stanley, Brian: The Bible and the Flag. Protestant Missions and British Imperialism in the Nineteenth and Twentieth Centuries, Leicester 1990.

Wesseling, Hendrik L.: Teile und herrsche. Die Aufteilung Afrikas 1880-1914, Stuttgart 1999.

Organisatorisches

Lageplan: www2.uni-frankfurt.de/38093742/Campus_Bockenheim-pdf.pdf

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02.04.2015
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