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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Islam in Afrika

Adressatenkreis: BA Kulturwissenschaften Modul 12 A/G4; MA Europäische Moderne Modul 6 G; Magister
Ort: Frankfurt am Main
Adresse: Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main

Raum IG 1.411
Termin: 08.04.2011 bis
09.04.2011
Zeitraum: 08.04.2011 9.00 bis 18.00 Uhr bis
09.04.2011 9.00 bis 18.00 Uhr
Leitung: Dr. Jürgen G. Nagel
Anmeldefrist: 25.02.2011
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung, s. unten; falls Sie mit der Weitergabe Ihrer Adresse zwecks Bildung von Fahrgemeinschaften nicht einverstanden sind, geben Sie dies bitte ausdrücklich an.
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Jürgen G. Nagel
Telefon: +49 2331 987 - 2114
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Knapp 45% aller Afrikaner bekennen sich heute zum Islam. Mehrheitlich beruht dies auf der Tatsache, dass das nördliche Afrika zu den Kernlanden des Islam zählt. Aber auch im Afrika südlich der Sahara, das volkstümlich als "Schwarzafrika" bekannt ist und eher mit Naturreligionen assoziiert wird, war und ist der Islam ausgesprochen erfolgreich. Dies gilt insbesondere für Westafrika und die Küstenregionen Ostafrikas. Zahlreiche und frühe Kontakte zum arabisch-muslimischen Kulturkreis brachten den Islam teilweise lange vor dem Christentum in diese Regionen, wo er bis heute eine expandierende Religion geblieben ist. Der Vielfalt afrikanischer Kulturen entsprechend ist ein buntes Spektrum muslimischer Glaubensformen entstanden. Auch wenn es nicht DEN afrikanischen Islam gibt, kann doch von spezifisch afrikanischen Formen des Islam gesprochen werden. Insofern gibt es auch eine islamische Geschichte Afrikas. Dieser will sich das Präsenzseminar widmen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Geschichte des Islams südlich der Sahara. Die nordafrikanischen Entwicklungen werden aufgrund ihres gänzlich anders gelagerten Charakters nur als Bezugspunkt dienen. Anhand prominenter Fallbeispiele wie des Kalifats von Sokoto im heutigen Nigeria, der muslimische Metropole Timbuktu im heutigen Mali oder der verschiedenen Mahdi-Bewegungen der jüngeren Geschichte sowie anhand ausgewählter Quellenzeugnisse sowohl afrikanischer als auch europäischer Herkunft sollen die Entwicklungsbedingungen im afrikanischen (auch kolonialen) Kontext untersucht und die Frage nach den Erscheinungsformen und der Eigenständigkeit eines afrikanischen Islams angesprochen werden. Dabei darf auch der Blick in die allerjüngste Vergangenheit nicht zu kurz kommen, spielt doch Afrika auch in den aktuellen Entwicklungen eines politischen, teilweise radikalisierten Islams eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Literatur

Clarke, Peter B.: West Africa and Islam. A Study of Religious Development from the 8th to the 20th Century, London 1984.

Hiskett, Mervyn: The Course of Islam in Africa (Islamic Surveys, 15), Edinburgh 1994.

Levtzion, Nehemia: Islam in West Africa. Religion, Society and Politics to 1800 (Collected Studies Series, 462), Aldershot 2010.

Levtzion, Nehemia (Hg.): The History of Islam in Africa, Athens 2000.

Peel, John D. (Hg.): Popular Islam South of the Sahara, Manchester 1985.

Robinson, David: Muslim Societies in African History, Cambridge 2004.

Willis, John R. (Hg.): Studies in West African Islamic History, 1979.

ORGANISATORISCHES:

Über nachstehende Links finden Sie einen Lageplan des Campus Westend sowie eine Beschreibung zur Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

www.muk.uni-frankfurt.de/02_dok/lageplan/Campus_Westend-pdf.pdf

www.uni-frankfurt.de/ueber/campi/westend/anfahrt.html

Gebäudeübersicht des Campus Westend: Das Nebengebäude hat keine Bezeichnung. Sie erreichen es über den Haupteingang des IG-Farbenhochhauses. Sie kommen von dem IG-Farbenhaus im 1. OG rechts über eine Brücke in das Nebengebäude und benutzen dort das Treppenhaus oder den Aufzug, um im 2. OG zu den Räumen 2.731 zu gelangen.

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02.04.2015
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