Logo

Präsenzveranstaltung

Illustration
Thema:

Migration, Wissenschaft, Diplomatie - Dimensionen deutsch-lateinamerikanischer Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; Interessierte
Ort: Hamburg
Adresse: Regionalzentrum Hamburg
Termin: 06.05.2016 bis
07.05.2016
Zeitraum: Freitag, 06.05.2016, 9:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 07.05.2016, 9:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: Dr. Fabian Fechner
Anmeldefrist: 15.04.2016
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Fabian Fechner
Telefon: +49 2331 987 - 2124
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Wichtig:
Parallel zum Seminar findet der „Hafengeburtstag 2016“ statt, zu dem zahlreiche auswärtige Gäste erwartet werden. Kümmern Sie sich deshalb bitte rechtzeitig um eine Unterkunft in Hamburg!

Die Beziehungen zwischen Lateinamerika und Deutschland sind vielschichtig. Weit über eine Viertelmillion Deutsche siedelten sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts in lateinamerikanischen Staaten an. Die Motive waren vielfältig: Siedlungskolonisten gelangten in kaum erschlossene Gebiete Brasiliens, Argentiniens und Chiles. Unternehmer und Kaufleute in den städtischen Marktzentren vermittelten Rohstoffe und Agrarprodukte nach Europa. Ingenieure, Militärs und Wissenschaftler fungierten als Berater und machten die Erfahrungen ihres Aufenthalts in Deutschland publik.

In der älteren Forschung wurden diese Tätigkeiten als Leistungen des „Auslandsdeutschtums“ verbucht, das als weltweiter Vermittler kultureller „deutscher“ Errungenschaften gesehen wurde. Erst in den letzten Jahren begann die analytische Durchdringung im Rahmen von Diaspora- und Nationalismusforschung. Im Rahmen des Seminars sollen diese methodischen Neuausrichtungen ebenfalls zur Sprache kommen, wenn an konkreten Fallbeispielen die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und den lateinamerikanischen Staaten (insbesondere Brasilien und Argentinien) quellennah untersucht werden. Dabei stellt sich auch immer die Frage, bei welchem Themen (z. B. Exil von Verfolgten während des Dritten Reiches, Aufnahme ranghoher Nationalsozialisten nach 1945) und in welchen konkreten historischen Situationen (z. B. gegen Militärdiktaturen gerichtete Solidaritätsbewegung, Befreiungstheologie) in Deutschland das öffentliche Interesse an Lateinamerika besonders groß war. Daran werden zugleich die kulturellen Rückwirkungen von Lateinamerika nach Deutschland deutlich.

Literaturhinweise

Barbian, Nikolaus: Auswärtige Kulturpolitik und „Auslandsdeutsche“ in Lateinamerika 1949-1973, Wiesbaden 2014.

Bernecker, Walther L./Thomas Fischer: Deutsche in Lateinamerika, in: Klaus J. Bade (Hg.): Deutsche im Ausland – Fremde in Deutschland. Migration in Geschichte und Gegenwart, München 1993, S. 197-214.

Birle, Peter/Friedhelm Schmidt-Welle (Hg.): Wechselseitige Perzeptionen. Deutschland-Lateinamerika im 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2007.

Kohut, Karl/Dietrich Briesemeister/Gustav Siebenmann (Hg.): Deutsche in Lateinamerika – Lateinamerika in Deutschland, Frankfurt am Main 1996.

Naranch, Bradley D.: Inventing the Auslandsdeutsche. Emigration, colonial fantasy, and German national identity, 1848-71, in: Eric Ames/Marcia Klotz/Lora Wildenthal (Hg.): Germany’s colonial pasts, Lincoln u. a. 2005, S. 21-40.

Online-Anmeldung

Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus.

Eine Bestätigung Ihrer Teilnahme senden wir Ihnen spätestens zum Ablauf der Anmeldefrist an Ihre email-Adresse. Sollte dann keine Bestätigung erfolgen, melden Sie sich bitte im Lehrgebiet Geschichte Europas in der Welt.

Ich melde mich für folgende Veranstaltung: Präsenzveranstaltung Migration, Wissenschaft, Diplomatie - Dimensionen deutsch-lateinamerikanischer Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert (06.05.2016 bis 07.05.2016 in Hamburg) verbindlich an.

Ich bin eingeschrieben als
Ich studiere im Studienabschnitt
Studienleistungen
Kontaktinformationen
Frau Herr
/
: (mit Vorwahl)
weitere Angaben

ja / nein

Die Kontaktliste umfasst E-Mail und Postadresse aller Teilnehmenden an der Veranstaltung, die ihr Einverständnis erklärt haben. Mit meiner Aufnahme in die Kontaktliste erkenne ich die folgende Datenschutzerklärung als für mich verbindlich an:

Datenschutzerklärung

„Mir ist bekannt, dass ich die mir überlassene Kontaktliste nur zum Zwecke der Kontaktaufnahme mit anderen Studierenden sowie zur Bildung studentischer Arbeitsgruppen nutzen darf. Die Daten der Kontaktliste dürfen ausschließlich nur in diesem Sinne verwandt werden (Zweckbindungsgebot gem. § 16 Abs. 2 DSG NW). Insbesondere ist es untersagt, die Liste Dritten zu überlassen. Ein Verstoß gegen das Verbot der Weitergabe stellt eine Ordnungswidrigkeit gem. § 34 DSG NW dar, die mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet wird.“

Karin Gockel | 23.03.2016
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte, 58084 Hagen