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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Apartheid - Rassismus in Südafrika und Namibia zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Alltag

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; Interessierte
Ort: Bonn
Adresse: Regionalzentrum Bonn
Schumann-Saal, 2. OG


Termin: 17.04.2015 bis
18.04.2015
Zeitraum: Freitag, 17.04.2015, 9:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 18.04.2015, 9:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: PD Dr. Jürgen G. Nagel
Anmeldefrist: 28.02.2015
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung, s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: PD Dr. Jürgen G. Nagel
Telefon: +49 2331 987 - 2114
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Die zweite Hälfe des 20. Jahrhunderts wurde im südlichen Afrika maßgeblich von der strikten Rassentrennungspolitik der Apartheid geprägt. In der Republik Südafrika wurde diese nach dem Zweiten Weltkrieg zur offiziellen Staatsdoktrin mit dem Anspruch, auf wissenschaftlicher Grundlage soziale und ökonomische Probleme der Gesellschaft regulieren zu können. Darüber hinaus strahlte sie durch ihre offizielle Übertragung auf Namibia während südafrikanischer Okkupation aus – und indirekt auch auf das von einer weißen Minderheit regierte Rhodesien sowie auf die unabhängigen "schwarzen" Anrainerstaaten.

Vor allem im Inneren stellte die Politik der Rassentrennung die prägende Kraft schlechthin dar. Sie berührte massiv alle Lebensbereiche von der "großen" Politik bis zum "kleinen" Alltagsleben, so dass eine Apartheid nicht bei der Feststellung rassistischer Unterdrückung stehenbleiben kann, sondern der Vielschichtigkeit des Phänomens gerecht werden muss: der Relevanz für die Entwicklung von Sozialstruktur und Wirtschaftsverhältnissen, für das Verhältnis zwischen den ethnisch-religiösen Gruppen, für den staatlichen Machtapparat, für regionale und lokale Verwaltung und auch für die Wissenschaft, insbesondere die südafrikanische Ethnologie.

Diese verschiedenen Facetten des Phänomens Apartheid will das Präsenzseminar aufgreifen. Angestrebt wird ein Gesamtbild, das die gesellschaftsprägende Kraft der Rassentrennung, die bis heute nachwirkt, deutlich macht. Der Fokus richtet sich dabei sowohl auf die Geschichte Südafrikas seit dem Ersten Weltkrieg, wodurch auch die Vorgeschichte der Apartheid angemessen berücksichtig werden kann, als auch auf das südafrikanisch besetzte Namibia, insbesondere auf den Transfer der Doktrin nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei soll einerseits der aktuelle Forschungsstand anhand der modernen Fachliteratur diskutiert werden, andererseits Originalquellen aus den verschiedenen Kontexten bearbeitet werden.

Literaturhinweise

Alexander, Peter: Workers, War and the Origins of Apartheid. Labour and Politics in South Africa 1939-48, London 2000.

Dubow, Saul: Apartheid, 1948-1994, Oxford 2014.

Giliomee, Hermann: The Making of the Apartheid Plan, 1929-1948, in: Journal of Southern African Studies 29 (2003), S. 373-392.

Gordon, Robert J.: Apartheid's Anthropologists. The Genealogy of Afrikaaner Anthropology, in: American Ethnologist 15 (1988), S. 535-553.

Marx, Christoph: Südafrika. Geschichte und Gegenwart, Stuttgart 2012.

Posel, Deborah: The Making of Apartheid, 1948-1961. Conflict and Compromise, Oxford 21997.

Robinson, Jennifer: The Power of Apartheid. State, Power, and Space in South African Cities, Oxford 1996.

Wallace, Marion: Geschichte Namibias von den Anfängen bis 1990, Basel 2015.

Worden, Nigel: The Making of Modern South Africa. Conquest, Apartheid, Democracy, Malden/Mass. 42007.

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02.04.2015
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