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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Der Missionar als Sammler - Entstehung, Aufbau und Argumentationsstrategien von Missionsmuseen im 20. Jahrhundert
t e i l n a h m e b e g r e n z t !

A U S G E B U C H T !

Anmeldung nur noch auf W a r t e l i s t e !

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; MA GeEu;
offen für alle Geschichtsstudierenden
Ort: Werl (bei Dortmund/Hamm)
Adresse: Völkerkundemuseum "Forum der Völker"
Melsterstraße 15
59457 Werl
Termin: 10.11.2017 bis
11.11.2017
Zeitraum: Freitag, 10.11.2017, 09:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 11.11.2017, 09:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: Dr. Fabian Fechner
Anmeldefrist: 15.10.2017
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung s. unten

teilnahmebegrenzt: max. 25 TeilnehmerInnen
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Fabian Fechner
Telefon: +49 2331 987 - 2124
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Ethnologische Museen stehen seit Jahren im Fokus des öffentlichen Interesses: Insbesondere die Diskussionen um das Humboldt-Forum in Berlin zeigen, wie sensibel die Wahrnehmung für die Präsentation, den Kontext und vor allem die Herkunft „völkerkundlicher“ Artefakte geworden sind. Dabei wird diskutiert, unter welchen kolonialen Vorzeichen die Sammlungen zustandegekommen sind und zu welchem Zweck sie präsentiert wurden.

In diesen Diskussionen sind Missionsmuseen und Missionsausstellungen derzeit vollständig ausgeklammert. Vom späten 19. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts spielten sie jedoch bei der Vermittlung „fremder“, exotischer Welten eine vergleichbare Rolle wie die Völkerkundemuseen. War die Präsentation und Propagierung der Weltmission zunächst noch in Weltausstellungen und Kolonialausstellungen eingebunden, zeigt etwa die protestantische Missionsausstellung in Stockholm 1907 und insbesondere die große Missionsausstellung im Vatikan 1925, wie sich konfessionsübergreifend allmählich eine eigene Formensprache entwickelte.

Missionsmuseen und -ausstellungen sind in der Forschung weitgehend unbearbeitet und für Hausarbeiten und insbesondere Abschlussarbeiten eine Goldgrube, in der es noch viel zu heben gibt. Im Seminar sollen anhand ausgewählter Beispiele Intention, Aufbau und Entstehung zentraler Missionsmuseen quellennah erarbeitet werden. Der Seminarort Werl bietet sich dabei besonders an: Seit dem frühen 20. Jahrhundert hat der Franziskanerorden eine vielschichtige und aussagekräftige Sammlung zur Weltmission zusammengetragen, welche heute als „Forum der Völker“ das größte Völkerkundemuseum Westfalens darstellt. In dieser heutigen Form wird das Museum nicht mehr lange bestehen, weshalb den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern die wohl einmalige Möglichkeit geboten wird, vor Ort das Museum einer historischen Analyse zu unterziehen. Neben einer Führung durch die Sammlungen akzentuieren zwei Vorträge externer Experten zu Anthropologie und Kunstgeschichte das Seminarthema.

Literatur:

Kellerhoff, Reinhard: Einführung, in: Gudrun Reinking: Forum der Völker. Völkerkundliches Museum der Franziskaner in Werl, Werl 1989, S. 7-13.

Katharina Stornig: Globalisierte Körper? Repräsentationen der Welt und ihrer Bevölkerung in der vatikanischen Missionsausstellung 1925, in: Linda Ratschiller und Siegfried Weichlein (Hg.), Der schwarze Körper als Missionsgebiet. Medizin, Ethnologie, Theologie in Afrika und Europa 1880-1960, Wien, Köln und Weimar 2016, S. 123-152.

Ratschiller, Linda: „Die Zauberei spielt in Kamerun eine böse Rolle!“ Die ethnografischen Ausstellungen der Basler Mission (1908-1912), in: Rebekka Habermas/Richard Hölzl (Hg.): Mission global. Eine Verflechtungsgeschichte seit dem 19. Jahrhundert, Köln/Weimar/Wien 2014, S. 241-264.

Egger, Christine: Transnationale Biographien. Die Missionsbenediktiner von St. Ottilien in Tanganjika 1922-1965, Köln/Weimar/Wien 2016. (Kapitel 7.4: Bilder, Objekte, Repräsentationen. Das Missionsmuseum von St. Ottilien, S. 316-329)

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(10.11.2017 bis 11.11.2017 in Werl (bei Dortmund/Hamm)) verbindlich an.

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Karin Gockel | 17.10.2017
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