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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Roter Adler an Afrikas Küste -
Die Brandenburgisch-Africanische Compagnie in regional- und globalhistorischer Perspektive

A U S G E B UC H T !

Anmeldung nur noch auf Warteliste!

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; Interessierte
Ort: Hagen
Adresse: FernUniversität in Hagen
Informatikzentrum (IZ)
Eingang Universitätsstraße 1/11
Hagen

Raum F 09 (EG)
Termin: 25.04.2014 bis
26.04.2014
Zeitraum: Freitag, 25.04.2014, 09:00-18:00 Uhr
Samstag, 26.04.2014, 09:00-18:00 Uhr
Leitung: PD Dr. Jürgen G. Nagel

Anmeldefrist: 14.03.2014
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung, s. unten; Falls Sie mit der Weitergabe Ihrer Adresse zwecks Bildung von Fahrgemeinschaften nicht einverstanden sind, geben Sie dies bitte ausdrücklich an.
Auskunft erteilt: E-Mail: PD Dr. Jürgen G. Nagel
Telefon: +49 2331 987 - 2114
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Die Beteiligung Deutschlands an der frühneuzeitlichen europäischen Expansion war klein, ist aber keineswegs zu vernachlässigen. Neben zahlreichen Seelmännern, Soldaten und Kaufleuten, die in fremden Diensten nach Asien, Afrika und Amerika reisten, entstanden auch Handelskompanien nach niederländischem oder britischem Vorbild auf deutschem Bpden. Das größte Unternehmen dieser Art waren die brandenburgischen Afrikakompanien, die auf den Großen Kurfürsten (1620-1688) zurückgingen. Dieser hatte 1682 die Brandenburgisch-Africanische Compagnie (BAC) ins Leben gerufen, um seinem Kurfürstentum einen Anteil am florierenden Überseehandel zu sichern. Von Emden aus baute die BAC ein kleines Netz von Stützpunkten auf, das sich neben zwei Niederlassungen vor der Küste Mauretaniens und in den dänischen Antillen vor allem auf die Goldküste, das heutige Ghana, konzentrierte. Aufgrund der geringen Kapitalausstattung, organisatorischet Probleme, übermächtiget Konkurrenz und kriegerischer Auseinandersetzungen war dem Unternehmen, das Sklavenhandel, aber auch Geschäfte mit lokalen Produkten betrieb, nur ein geringer geschäftlicher Erfolg beschieden. 1717 mussten die verbliebenen Besitztümer schließlich an die niederländische Konkurrenz verkauft werden.

Im Seminar wird es vornehmlich um die Aktivitäten dort vor Ort gehen. Angestrebt wird sowohl die Einordnung der BAC in die regionale Geschichte als auch in die Globalgeschichte des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Die kurze, aber vergleichsweise gut dokumentierte Geschichte er brandenburgischen Kompanie bietet zudem einen ausgezeichneten Ansatzpunkt für die Diskussion der Zusammenhänge zwischen lokaler und globaler Entwicklung ("Glokalisierung"). Hierbei bietet es sich an, auch konzeptionelle Überlegungen zur frühen Globalisierungsgeschichte anzustellen.

Literaturhinweise

Daaku, Kwame Yeboa: Trade and Politics on the Gold Coast 1600-1720. A Study of the African Reaction to European Trade, Oxford 1970.

Heyden, Ulrich van der: Rote Adler an Afrikas Küste. Die brandenburgisch-preußische Kolonie Großfriedrichsburg in Westafrika, Berlin 22001.

Hopkins, Anthony G.: An Economic History of West Africa, Edinburgh 71996.

Kea, Ray A.: Settlement, Trade and Polities in Seventeenth Century Gold Coast, Baltimore 1982.

Matz, Klaus Jürgen: Das Kolonialexperiment des Großen Kurfürsten in der Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhunderts, in: Gerd Heinrich (Hg.): Ein sonderbares Licht in Teutschland; Berlin 1990, S. 191-202.

Nagel, Jürgen G.: Die Brandenburgisch-Africanische Compagnie – ein Handelsunternehmen, in: Scripta Mercaturae 30 (1996), S. 44-94.

Robertson, Roland: Glokalisierung. Homogenität und Heterogenität in Raum und Zeit, in: Ulrich Beck (Hg.): Perspektiven der Weltgesellschaft, Frankfurt/Main 1998, S. 192-220.

Schmitt, Eberhard: The Brandenburg Overseas Trading Companies in the 17th Century, in: L.Blussé/F.S.Gaastra (Hg.): Companies and Trade, Den Haag 1981, S. 159-176.

Schück, Reinhard: Brandenburg-Preußens Kolonialpolitik unter dem Großen Kurfürsten und seinen Nachfolgern (1647 - 1721), 2 Bde., Leipzig 1889.

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02.04.2015
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