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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Schriftkulturelle Kolonisation und antikoloniale Selbstbehauptung. Zu Aneignung und Transformation europäischer Sprachen und Schriften in kolonialen und postkolonialen Gesellschaften

A U S G E B U C H T !

Anmeldung nur noch auf WARTELISTE!

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G2; Modul G4; BA KuWioF: Modul 4; Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; Magister
Ort: Berlin
Adresse: ADRESS- und RAUMÄNDERUNG:

City Quartier "Dom Aquarée"
Heiligegeistkirchplatz / Ecke Spandauer Straße
(ca. 1 Minute zu Fuß vom Regionalzentrum)
10178 Berlin

Quartier I

Termin: 12.04.2013 bis
13.04.2013
Zeitraum: Freitag, 12.04.2013 16.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 13.04.2013 9.00 bis 18.00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Reinhard Wendt

Anmeldefrist: 01.03.2013
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung, s. unten; Falls Sie mit der Weitergabe Ihrer Adresse zwecks Bildung von Fahrgemeinschaften nicht einverstanden sind, geben Sie dies bitte ausdrücklich an.
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Reinhard Wendt
Telefon: +49 2331 987 - 2124
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Schriftkulturelle Kolonisation hatte eine Vielzahl nicht intendierter Nebenwirkungen. Sie war nicht nur kulturelle Herrschaftstechnik, sondern durch Aneignung von Sprachen und Schriften der westlichen Metropolen durch die Kolonisierten in den Peripherien konnte sie zu einem Mittel antikolonialer Kritik und Opposition werden. In multilingualen Kontexten entwickelten sich koloniale Sprachen und Schriften zu einem verbindenden Kommunikationsmittel der indigenen Bevölkerung. Zahlreiche Führer von Unabhängigkeitsbewegungen durchliefen koloniale Schulen weltlicher oder geistlicher Prägung und nutzten Englisch, Spanisch oder Französisch und das lateinische Alphabet, um dekolonisatorische Gedanken oder Programme von Befreiungsbewegungen zu Papier zu bringen. Staaten wie Vietnam oder die Türkei entschieden sich aus internen Gründen, das lateinische Alphabet als verbindliches Schreibsystem einzuführen. In postkolonialen Zeiten entwickelte sich die linguistische Situation weiter, neue Sprachen entstanden. Koloniale Idiome wurden zu New Englishes oder Kreolsprachen. In Indien, in Afrika oder in der Karibik entstand eine eigene Literatur in ehemaligen kolonialen Sprachen; einige ihrer Autoren wurden mit dem Literaturnobelpreis geehrt. Europäische Sprachen und das lateinische Alphabet haben sich aus ihrem Entstehungskontext gelöst und sind globale Idiome und Schreibsysteme geworden, die mit Kolonialismus verbundenen Hintergründe dieser Situation sind weitgehend verblasst. In diesem inhaltlichen Rahmen wird sich das Seminar bewegen.

Eine kompakte zusammenfassende Darstellung der Thematik, mit der wir uns während der Präsenzveranstaltung befassen, liegt nicht vor. Zur Einführung in Hintergrund und Kontext möchte ich Ihnen schon heute empfehlen:

Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. München 2009, S. 1105-1155;

Wendt, Reinhard: Vom Kolonialismus zur Globalisierung. Europa und die Welt seit 1500. Paderborn u .a. 2007, S. 356-363.

Online-Anmeldung

Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus.

Eine Bestätigung Ihrer Teilnahme senden wir Ihnen spätestens zum Ablauf der Anmeldefrist an Ihre email-Adresse. Sollte dann keine Bestätigung erfolgen, melden Sie sich bitte im Lehrgebiet Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte.

Ich melde mich für folgende Veranstaltung: Präsenzveranstaltung Schriftkulturelle Kolonisation und antikoloniale Selbstbehauptung. Zu Aneignung und Transformation europäischer Sprachen und Schriften in kolonialen und postkolonialen Gesellschaften

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Anmeldung nur noch auf WARTELISTE!
(12.04.2013 bis 13.04.2013 in Berlin) verbindlich an.

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02.04.2015
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