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Präsenzveranstaltung

Illustration
Thema:

- Nur noch wenige RESTPLÄTZE -

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Darstellungen des 'Afrikaners' in Kunst und Propaganda
Einmalige Einführung in das "Bild als Quelle"

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; offen für alle Geschichtsstudierende
Ort: Nürnberg
Adresse: Regionalzentrum Nürnberg
FernUniversität in Hagen
Regionalzentrum Nürnberg
Pirckheimerstr. 68
90408 Nürnberg

Seminarraum "Venedig"
Termin: 23.06.2017 bis
24.06.2017
Zeitraum: Freitag, 23.06.2017, 09:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 24.06.2017, 09:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: Dr. Fabian Fechner
Anmeldefrist: 06.06.2017
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Fabian Fechner
Telefon: +49 2331 987 - 2124
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Sei es der „Sarotti-Mohr“, die einst als sogenannte „Nicknegerlein“ bekannten Sammelkassen für Missionszwecke oder der „kohlpechrabenschwarze Mohr“ im Kinderbuch – die Darstellung des „Schwarzen“ zieht immer wieder große Aufmerksamkeit auf sich. An ihr werden Grundfragen des Rassismus, der Dekolonisation und der eigenen nationalen und ethnischen Identität verhandelt.

Die Geschichte der Darstellung des ‚Afrikaners‘ ist wechselvoll und aussagekräftig. Zum einen werden über sie rassistische Vorurteile transportiert, zum anderen beschreibt sie, wie der ‚Schwarze‘ immer stärker als erwachender, historisch eigenständig Handelnder wahrgenommen wurde: Der ‚Schwarze‘ wurde bildfähig und geschichtsfähig zugleich.

Anhand dieses Themenfeldes soll zweierlei geleistet werden, inhaltlich und forschungspraktisch: Inhaltlich sollen im Seminar zentrale Themen der Darstellung des ‚Schwarzen‘ vor allem in Deutschland, Großbritannien, Spanien und den USA ab 1850 exemplarisch erarbeitet werden. Darunter fallen die Visualisierung in der Antisklavereibewegung, Völkerschauen, die Propaganda gegen französische Kolonialsoldaten während der Ruhrbesetzung (1923-25), die „lynching photography“ in den Südstaaten, bis hin zu neuesten Entwicklungen einer bloß vorgespiegelten ethnischen Vielfalt, der „fake diversity“. Dadurch werden auch wichtige Bildtypen (Kolonialfotografie, Karikatur, Propagandaplakat usw.) quellenkritisch analysiert.

Forschungspraktisch wollen wir uns gemeinsam den Ansätzen der historischen Bildwissenschaft widmen, wodurch das Bild als vollwertige historische Quelle anerkannt werden soll. Daneben erschließen wir uns einige Recherchemöglichkeiten und Bildarchive, um bei Bedarf auch zu einem tragfähigen und nachvollziehbaren Fundus für die eigene Hausarbeit oder Abschlussarbeit zu gelangen.

Literatur

Talkenberger, Heike: Von der Illustration zur Interpretation. Das Bild als historische Quelle. Methodische Überlegungen zur historischen Bildkunde, in: Zeitschrift für Historische Forschung 21 (1994), 289-313.

McGrath, Elizabeth: Sklaverei, in: Uwe Fleckner/Martin Warnke/Hendrik Ziegler (Hg.): Handbuch der politischen Ikonographie, Bd. 2, München 2011, S. 350-357.

Zeuske, Michael: Sklavenbilder. Visualisierungen, Texte und Vergleich im atlantischen Raum (19. Jahrhundert, Brasilien, Kuba und USA), in: zeitenblicke 7, 2, (Okt. 2008), URN: urn:nbn:de:0009-9-15458.

Zur Vertiefung empfehlenswert:

Nederveen Pieterse, Jan: White on black. Images of Africa and blacks in western popular culture, New Haven, Conn. u.a. 1992.

Burke, Peter: Augenzeugenschaft. Bilder als historische Quellen, Berlin 2003.

Massing, Jean Michel (Hg.): The Image of the Black in Western Art, Bd. 3: From the “Age of Discovery” to the Age of Abolition, Teil 2: Europe and the World Beyond, Cambridge, MA, 2011.

Übernachtungsmöglichkeiten: http://www.fernuni-hagen.de/stz/nuernberg/regionales/hotelliste.shtml

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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Darstellungen des 'Afrikaners' in Kunst und Propaganda
Einmalige Einführung in das "Bild als Quelle"
(23.06.2017 bis 24.06.2017 in Nürnberg) verbindlich an.

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Karin Gockel | 09.05.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte, 58084 Hagen