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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Voodoo - religiöser Kulturtransfer zwischen Afrika und Amerika

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G4; BA KuWioF: Modul 12A; MA EuMo: Modul 6G; offen für alle Geschichtsstudierende
Ort: Essen
Adresse: Erlöserkirche Essen
Goethestraße 1
45128 Essen

Gemeinderaum
Termin: 21.04.2017 bis
22.04.2017
Zeitraum: Freitag, 21.04.2017, 09:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag, 22.04.2017, 09:00 bis 18:00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
Dr. Fabian Fechner
Barbara Schneider, M.A.
Anmeldefrist: 26.03.2017
Anmeldung: ONLINE-Anmeldung s. unten
Auskunft erteilt: E-Mail: Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
Telefon: +49 2331 987 - 2114
E-Mail: Karin Gockel
Telefon: +49 2331 987 - 2122

Der in Haiti und im Süden der USA verbreitete Voodoo ist einer der bekanntesten Fälle für globale religiöse Interaktion. Aufgrund gemeinsamer Motive und religiöser Praktiken sind afroamerikanische Religionen wie Santería auf Kuba und Condomblé in Brasilien eng mit dem Voodoo verwandt. Einende Elemente sind die Vorstellung, dass das Universum von Göttern und Geistern belebt und beherrscht sei, wobei Tiere, Pflanzen, Gegenstände und Orte rituelle Kraft in sich tragen können. Durch die rituelle Opferung sollen Götter, Geister, aber auch die eigenen Ahnen freundlich gestimmt werden. Durch Trance soll eine Verbindung zu einer jenseitigen Welt hergestellt werden können.

Durch die Versklavung von mehreren Millionen von Afrikanern vom 16. bis zum 19. Jahrhundert und deren Verschleppung nach Amerika wurden auch deren religiöse Vorstellungen transferiert und adaptiert. Anhand mehrerer Regionen (Brasilien, Haiti, Louisiana, Westafrika) sollen diese Anpassungsprozesse exemplarisch behandelt werden.

Dabei soll auch methodisch zur Sprache kommen, weshalb die Voodoo-Kulte historiographisch und quellenkritisch nur schwer zu fassen sind: Bis zum heutigen Tag sind sie weder schriftlich fixiert noch institutionell eng definiert. Zudem wird ihre Rezeption von außen her von xenophobischen Ängsten und ihrem Status als Geheimwissen überformt. Die Überformungen durch die Rezeption in der Populärkultur und als touristische Attraktion übertonen einseitig den „Zombie“ als Wiedergänger, die Voodoo-Puppe für den Schadenszauber und blutige Tieropfer.

Die Veranstaltung wird von einem Museumsbesuch im herausragenden, privat geführten Soul of Africa Museum in Essen begleitet. Für Führung samt Eintritt im Museum entstehen für jeden Teilnehmer Unkosten von insgesamt ca. 6 Euro.

Literatur

Reuter, Astrid: Voodoo und andere afro-amerikanische Religionen, München 2003. [Pflichtlektüre für alle Teilnehmenden]

Rüther, Kirsten: Religiöse Interaktion, globale, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, hg. von Friedrich Jaeger; Consulted online on 20 February 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_a3607000>

Anderson, Jeffrey (Hg.): The Voodoo encyclopedia. Magic, ritual, and religion, Santa Barbara 2015.

Rey, Terry: Our lady of class struggle. The cult of the Virgin Mary in Haiti, Trenton, NJ 1999.

Davis, Rod: American voudou. Journey into a hidden world, Denton 1998.

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Karin Gockel | 20.03.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte, 58084 Hagen