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Berichte & Erfolge

Die Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität wird stetig weiterentwickelt. Besondere Impulse in die Hochschule gehen dabei von Erfolgen in hochschulübergreifenden Programmen und Initiativen aus. Dazu gehört auch der Vergleich der FernUniversität mit anderen Hochschulen beispielsweise in Rankings nach Gleichstellungsaspekten oder Studien zur Geschlechtergerechtigkeit.

In den folgenden Programmen und Berichten finden Sie nähere Informationen über die Situation der Gleichstellung an der FernUniversität und deren Erfolge im Rahmen hochschulübergreifender Programme und Initiativen:

Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen

Die FernUniversität hat über den Programmstrang "Nachwuchsförderung" des Landesprogramms für geschlechtergerechte Hochschulen des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MIWF) die Förderung einer Juniorprofessur für Frauen- und Geschlechterforschung eingeworben. Die Juniorprofessur wird den thematischen Schwerpunkt "Literatur- und medienwissenschaftliche Genderforschung" vertreten und an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften angebunden sein. Aktuell läuft das Berufungsverfahren für die Juniorprofessur.

Zum Hintergrund des Landesprogramms Geschlechtergerechte Hochschulen

Mit dem Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen versucht das Wissenschaftsministerium in NRW die Geschlechtergerechtigkeit an den Hochschulen in NRW voranzutreiben. Neben der Stärkung der Gleichstellungsbeauftragten durch einen Sockelbetrag, stellt das Wissenschaftsministerium Fördergelder für die Nachwuchsförderung und für die Genderforschung zur Verfügung.

In der aktuellen zweiten Runde des Landesprogramms für geschlechtergerechte Hochschulen (2016-2018) werden im Programmstrang "Nachwuchsförderung" befristete Stellen für Juniorprofessuren gefördert. Die Auswahl der Stelleninhaberin wird dabei von der jeweiligen Hochschule selbst getroffen.

Professorinnenprogramm II

Die FernUniversität in Hagen erzielte mit ihrem Gleichstellungskonzept 2014-2017 beim Professorinnenprogramm II [externer Link] des Bundes und der Länder eine Spitzenbewertung. Von den 76 Bewerbungen, die bei der Ausschreibung 2014 für die erste Antragsstufe eingegangen waren, wurden insgesamt zehn Hochschulen – darunter die FernUniversität in Hagen – als herausragende Vorbilder für chancengerechte Hochschulen bezeichnet und bekamen damit die Möglichkeit, sich an der zweiten Antragsstufe zu beteiligen.

Auch in der zweiten Antragsstufe konnte die FernUniversität überzeugen. Zwei Förderanträge wurden vom BMBF positiv beschieden. Mit Einreichen der beiden Förderanträge hat sich die FernUniversität dazu verpflichtet, folgende zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen in den Themenfeldern „Gender in Lehre und Forschung“, „Familienfreundlichkeit“ und „Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses“ auf den Weg zu bringen:

Dafür stellen das BMBF, die FernUniversität und das MIWF insgesamt mehr als 1,5 Mio. € für fünf Jahre bereit. Darüber hinaus wird die FernUniversität die Folgefinanzierung der W2-Genderprofessur, die über die Projektlaufzeit des Professorinnenprogramms II hinausgeht, übernehmen.

Ziele und Rahmenbedingungen des Professorinnenprogramms:

Das Professorinnenprogramm haben Bund und Länder 2008 ins Leben gerufen, um den Anteil an Professorinnen an deutschen Hochschulen zu erhöhen – und hierfür insgesamt 300 Millionen Euro (150 Millionen Euro pro Phase) zur Verfügung gestellt. Das Programm wirkt auf zwei Ebenen. Es erhöht die Anzahl der Professorinnen an deutschen Hochschulen und stärkt durch spezifische Maßnahmen die Gleichstellungsstrukturen an Hochschulen.

Gefördert wird die Anschubfinanzierung von erstberufenen Wissenschaftlerinnen auf unbefristete, regulär im Haushalt der Hochschule eingeplante W2- und W3- Professuren. Förderzeitraum ist maximal fünf Jahre. Zu den Rahmenbedingungen des Programms gehört, dass die durch Anschubfinanzierung der Regelprofessur im Haushalt freiwerdenden Mittel plus weitere Mittel in mindestens gleicher Höhe von Land und Hochschule von der FernUniversität für gleichstellungsfördernde Maßnahmen eingesetzt werden müssen.

Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards der DFG

Die Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität hat insbesondere durch die Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards [externer Link] der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die in der Mitgliederversammlung am 02.07.2008 beschlossen wurde, wesentliche Impulse erhalten. Dementsprechend hat die FernUniversität in 2010 ein Gleichstellungskonzept veröffentlicht und im Februar 2013 den Abschlussbericht zu den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards eingereicht. Sie ist mit ihrem Umsetzungsstand 2013 in der Stufe 2 von höchstens 4 eingruppiert worden.

Abschlussbericht zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards 2013 (pdf)

Das war der FernUniversität Ansporn, mit der Fortschreibung des Gleichstellungskonzeptes ein nachhaltiges und überzeugendes Gesamtkonzept für die Hochschule auf den Weg zu bringen. Mit Erfolg: Die aktuelle Fortschreibung – das Gleichstellungskonzept 2014-2017 – legte die Basis für die Antragstellung und das erfolgreiche Abschneiden im Rahmen des Professorinnenprogramms II.

Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten

Das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten

Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) hat im Juni 2017 das „Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten“ in achter Ausgabe (seit 2003) vorgelegt. Das Ranking bezieht sich auf den Gleichstellungsauftrag der Hochschulen und zielt darauf, Gleichstellungserfolge von Hochschulen in einem bundesweiten Vergleich darzustellen. Bewertet wird die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Studium, wissenschaftlicher Weiterqualifikation und Personal der Hochschulen. Die Differenzierung nach diesen Bereichen – Studierende, wissenschaftliche Qualifikation, Personal – sowie Veränderungen im Zeitverlauf zeigen die Stärken und Schwächen der einzelnen Hochschulen auf. Das CEWS-Hochschulranking ist international bisher einmalig.

Das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2017 beruht auf Angaben für das Jahr 2015, bei einzelnen Indikatoren werden auch Daten der Vorjahre berücksichtigt. In das Ranking wurden alle Hochschule einbezogen, die Mitglied der Hochschulrektorenkonferenz sind sowie Hochschulen, die nicht Mitglied der HRK sind, aber mindestens 30 Professuren haben. Eingeflossen sind somit die Daten von 287 Hochschulen, davon 103 Universitäten, 138 Fachhochschulen und 46 Künstlerische Hochschulen. Für das Ranking werden ausschließlich Daten des Statistischen Bundesamtes herangezogen.

Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2017 [externer Link]

Zusammenfassung zur Platzierung der FernUniversität

Die Ergebnisse des Hochschulrankings nach Gleichstellungsaspekten 2017 zeigen für die FernUniversität im bundesweiten Vergleich, wie auch schon im Jahr 2015, nach wie vor insbesondere Handlungsbedarf im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses auf. Dieses Ergebnis deckt sich mit den hochschulinternen Analysen und den entsprechenden Maßnahmen bzw. angestoßenen Projekten/Förderprogrammen an der FernUniversität (z.B. Habilitandinnen-Stipendien, Service wissenschaftlicher Nachwuchs, Netzwerk Promovendinnen, Netzwerk Habilitandinnen, Mentoring-Programm für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs). Neben der anhaltenden Herausforderung der FernUniversität den Frauenanteil auf den Ebenen der wissenschaftlichen Qualifizierung nachhaltig zu steigern, konnte die FernUniversität jedoch erfreulicherweise bereits die Teilhabe von Frauen am wissenschaftlichen Personal anheben. So nimmt sie nun in der Rangliste „Frauenanteil am wissenschaftlichen und künstlerischen Personal unterhalb der Lebenszeitprofessur“ einen Platz in der Mittelgruppe ein (in 2015 war die FernUniversität in dieser Rangliste noch in der Schlussgruppe platziert).

Die FernUniversität konnte ihr sehr gutes Ergebnis für die FernUniversität im Bereich Professuren halten. Die Teilhabe von Frauen an diesen Führungspositionen in Wissenschaft und Forschung ist ein wesentlicher Indikator für den Stand der Gleichstellung an einer Hochschule und wird durch nationale Programme, wie z.B. das Professorinnen-Programm, an dem auch die FernUniversität teilnimmt, gezielt gefördert. Die FernUniversität liegt im Ranking mit dem Indikator „Professuren“ (Frauenanteil Professuren im Verhältnis zum Frauenanteil Promotionen) im bundesweiten Vergleich auf einem guten Platz in der Spitzengruppe.

Gender-Report

Der Gender-Report NRW wird alle drei Jahre von der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW erstellt. Dieser Report enthält die Ergebnisse jeweils aktueller Studien zu Geschlechter(un)gerechtigkeit an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Der erste Gender-Report wurde 2010 veröffentlicht. Der zweite Gender-Report zu Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken und Wissenschaftskarrieren ist Ende 2013 erschienen.

Gender-Report 2013 (pdf)

Gender-Datenprofil der FernUniversität in Hagen aus dem Gender-Report 2013 (pdf)

Der dritte Gender-Report über die Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen ist Ende 2016 erschienen. Den Schwerpunkt bildet eine aktuelle Studie zum "Gender Gap in der Hochschulmedizin". Der Report enthält außerdem die Fortschreibung geschlechterbezogener Daten für die 37 Hochschulen in Trägerschaft des Landes. Darüber hinaus werden Gleichstellungspraktiken an den Hochschulen in NRW dokumentiert, vor allem mit Blick auf das neue Hochschulgesetz (Gleichstellungsquote, Gremienbesetzung).

Gender-Report 2016 (pdf)

Gender-Datenprofil der Fernuniversität in Hagen aus dem Gender-Report 2016 (pdf)

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