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Institut für Japanisches Recht

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Das Institut für Japanisches Recht ist im Jahr 2000 aus dem bereits 1990 an der FernUniversität eingerichteten Studien- und Forschungsschwerpunkt zum japanischen Recht hervorgegangen, der bis dahin im Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. h.c. Eisenhardt integriert war. Institutsdirektor ist Prof. Dr. Hans-Peter Marutschke.

Die Aufgaben des Instituts sind breit gefächert. Ein besonders wichtiger Bereich ist die Fortentwicklung und Erweiterung eines Fernstudienkurses zum japanischen Recht. Dieser Studiengang wurde bisher seit über zehn Jahren als reines Weiterbildungsstudium ('Einführung in das japanische Zivil- und Unternehmensrecht') angeboten und war daher im Prinzip nur graduierten Juristen zugänglich. Mit der Neuausrichtung des Fernstudienkurses ab WS 2006 erhalten nun neben Referendaren und Volljuristen auch Studenten im fortgeschrittenen Semester (großer BGB-Schein) die Möglichkeit, sich fundierte Kenntnisse im japanischen Recht anzueignen.

Für die Anerkennung als Wahlfachschein i.S.d. Justizprüfungsordnung gibt es noch keine generelle Regelung; jeder Teilnehmer muss selbst dafür Sorge tragen.

Für die erfolgreiche Teilnahme an dem Studienkurs sind japanische Sprachkenntnisse nicht erforderlich.


Ankündigung: Änderungen im japanischen Gesellschaftsrecht (Reforms in the Japanese Company Law)

Am Donnerstag, dem 16. Juli, wird Tomoya Shinjo, Bengoshi (Rechtsanwalt japanischen Rechts) in der Kanzlei Anderson Mori & Tomotsune in Tokio, im Rahmen der Colloquia Iuridica einen Vortrag über Änderungen im japanischen Gesellschaftsrecht halten.

On 16th of July 2015, Tomoya Shinjyo, lawyer/ Senior Associate (Japanese Law) of Anderson Mori & Tomotsune LPC in Tokyo will give a lecture about reforms in Japan’s corporate Law and practice – 2014 Company Act. This lecture will be held under the programme of Colloquia Iuridica.​​

Neben einer allgemeinen Einführung in das japanische Gesellschaftsrecht wird er insbesondere aktuelle Entwicklungen im Bereich Coprorate Governance und M&A-relevante Regelungen thematisieren. Organisiert wird die Veranstaltung vom Institut für Japanisches Recht.
Der Vortrag wird in englischer Sprache stattfinden.

Wann: Donnerstag, 16. Juli 2015, um 17 Uhr
Wo: FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen (KSW-Seminargebäude, Raum 4 und 5)

Wir laden Sie herzlich zu dieser Vortragsveranstaltung ein! Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

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He will address especially current development in the area of Corporate Governance and M&A – relevant regulations besides a general introduction to the Japanese company law. This event is organised by the Japanese Law Institute. The lecture will be held in English.

Date: Thursday, 16 July 2015, 5:00pm

Venue: FernUniversität, Universitätstr. 33, 58097 Hagen (KSW-Seminargebäude, Raum 4 und 5)

We would like to cordially invite you to this lecture event! Prior registration is not required.

Das Video des Vortrags finden Sie hier: http://www.fernuni-hagen.de/videostreaming/rewi/vortraege/20150716.shtml

Shinjyo Kim Shinjyo Rein

Aktuelle Entwicklungen aus der Praxis des Patentverletzungsstreites in Japan

Vortragsreihe im Rahmen der Colloquia Iuridica​

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​Ryoichi Mimura, Richter am Oberlandesgericht Tokio a. D., Rechtsanwalt und Partner in der Rechtsanwaltskanzlei Nagashima Ohno & Tsunematsu in Tokyo, wird einen Vortrag über das Thema „Aktuelle Entwicklungen aus der Praxis des Patentverletzungsstreites in Japan“ auf Deutsch halten.


Ryoichi Mimura hat mehrere Jahre die Kammer bzw. den Senat für den gewerblichen Rechtsschutz am Landgericht Tokyo bzw. Obergericht für Geistiges Eigentum (IP High Court) Tokyo geleitet. In dem Vortrag wird der Referent über die aktuellen Entwicklungen aus der Praxis des Patentverletzungsverfahrens und des Nichtigkeitsverfahrens sowie über die Struktur des Patentverletzungsverfahrens in Japan berichten.

Wann: Mi., 17 Juni 2015, um 17 Uhr
Wo: FernUniversität, KSW-Seminargebäude, Raum 4 und 5
Referent: Ryoichi Mimura

Das Video des Vortrags finden Sie hier: http://www.fernuni-hagen.de/videostreaming/rewi/vortraege/20150617.shtml

Mimura Tamari

Ankündigung: Intensivkurs zum Japanischen Recht in Kyoto, 16. bis 28. November 2015

Anmeldeschluss: 26. Juni 2015 – Limitierte Plätze!

In Zusammenarbeit mit der Law School der Universität Doshisha in Kyoto bietet das Institut für Japanisches Recht der FernUniversität in Hagen vom 16. bis 28. November 2015 (Anreise 16.11./Abreise 28.11.) erneut einen Intensivkurs zum Japanischen Recht an. Der Kurs wird von Herrn Prof. Dr. Hans-Peter Marutschke geleitet. Neben Vorträgen zu verschiedenen Bereichen des japanischen Rechts sind auch Besuche diverser juristischer Institutionen vorgesehen, z.B. Distriktgericht Kyoto, Staatsanwaltschaft Osaka, JVA Yamashina, Rechtsabteilung von Unternehmen (u.a. Kyocera), Anwaltskanzleien in Osaka und Kyoto.

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Weitere Kyoto-Fotos finden Sie, wenn Sie den Linkwww.kyotographer.com anklicken.

Darüber hinaus bietet die Teilnahme Gelegenheit zur Begegnung mit der japanischen Kultur: Kyoto ist das kulturelle Zentrum Japans. Es war über 1000 Jahre Hauptstadt des Kaiserreiches und wird auch oft als „die Seele Japans“ bezeichnet. 17 UNESCO Weltkulturerbe-Stätten befinden sich in Kyoto und unmittelbarer Umgebung. Und der November mit seiner Herbstlaubfärbung gehört zu den schönsten Jahreszeiten in Japan.

Der Intensivkurs wurde in erster Linie für Studierende (Bachelor, Master und Weiterbildung) der FernUniversität in Hagen mit dem Schwerpunktbereich „Japanisches Recht“ entwickelt, die Teilnahme steht in diesem Jahr aber auch „externen“, am Japanischen Recht Interessierten Personen offen. Einen Bericht über den in 2012 veranstalteten Intensivkurs steht auf folgender Adresse zur Verfügung: http://www.fernuni-hagen.de/japanrecht/aktuelles/intensivkurskyoto2012.shtml

Die Kursgebühr beträgt 750 EUR. Damit sind die Kosten für die Unterbringung im Gästehaus der Universität Doshisha sowie für Verwaltungskosten abgedeckt. Flug- und Verpflegungskosten sind von den Teilnehmern selbst zu tragen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die oben genannten Studierenden der FernUni werden bevorzugt berücksichtigt, ansonsten entscheidet über die Teilnahme die Reihenfolge der verbindlichen Anmeldungen. Anmeldeschluss ist der 26. Juni 2015.

Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen: Per eMail bitte unter Angabe von Name, Adresse und Tel.Nr. an Frau Rein: shizuka.rein@fernuni-hagen.de.

Während des Intensivkurses ist am 21. November 2015 ein rechtsvergleichendes Symposium zum Japanischen, Koreanischen und Deutschen Recht geplant, das ebenfalls an der Doshisha Law School in Kyoto stattfinden wird. Einzelheiten dazu werden demnächst über die DJJV-Liste und auf der hompage des Instituts für Japanisches Recht (www.japanrecht.de) bekannt gegeben.

Für Fragen steht Ihnen auch gerne Herr In-Ho Kim zur Verfügung:
In-Ho J. Kim, M.B.L.-HSG, M.Sc., M.A., M.B.M.
Stellvertretender Direktor Institut für Japanisches Recht

FernUniversität in Hagen
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Feithstraße 152 | D-58097 Hagen
InHo.Kim@FernUni-Hagen.de

Anmeldung (pdf.)

Nachruf - Prof. Dr. Dres h.c. Hans G. Leser

nachruf

Es ist mir eine traurige Pflicht, an dieser Stelle mitzuteilen, dass unser langjähriger Weggefährte beim Aufbau und bei der Durchführung des Studien- und Forschungsschwerpunktes „Japanisches Recht“ an der FernUniversität in Hagen,

Prof. Dr. Dres h.c. Hans G. Leser

am 15. Februar 2015 im 86. Lebensjahr verstorben ist.

Hans G. Leser gehörte zu den aktiven Wegbereitern und Förderern der Rechtsvergleichung nach dem Zweiten Weltkrieg, und nicht ohne Grund trug die Festschrift zu seinem 70. Geburtstag den Titel „Brücken für die Rechtsvergleichung“. Solche Brücken zu bauen war seine Passion, wobei sich sein Interesse nicht auf ein Rechtssystem begrenzte. Immer versuchte er, Unterschiede in den verschiedenen Rechtsordnungen zu erklären und über diese hinweg Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Das Handwerkszeug dazu hatte er früh gelernt, zunächst im Rahmen seines Studiums an den Universitäten Tübingen, München und schließlich in Freiburg, wo er später Assistent bei Ernst von Caemmerer wurde, bei dem er auch promovierte und habilitierte.

In dieser Zeit sammelte er seine erste Auslandserfahrung in den USA, wo er an der University of Chicago Law School studierte und seinem zweiten akademischen Lehrer, Max Rheinstein, begegnete, der ihn ebenso wie von Caemmerer in seinen künftigen Bestrebungen um die Vermittlung in der Rechtsvergleichung bestärkte und nachhaltig beeinflusste.

Der Kontakt zum Verfasser dieses Nachrufs kam eher zufällig über unseren gemeinsamen japanischen Kollegen Masasuke Ishibe zustande. Dieser hatte mir davon berichtet, dass Herr Leser in Marburg die Einrichtung eines Lehrangebotes zum Japanischen Recht plante. Ich selbst war noch in Japan und anläßlich eines Heimaturlaubs trafen wir uns – aus Termingründen in einer Autobahnraststätte nahe Stuttgart. Frau Leser war auch dabei – natürlich, wie ich später immer wieder erfahren/erleben durfte. Es gab von da an keine Begegnung – sei es in Deutschland oder Japan -, bei der ich das Ehepaar Leser nicht zusammen antraf. Ich war sofort beeindruckt von der Herzlichkeit, mit der mir Lesers begegneten, und von dem konzentrierten Interesse, mit dem sich Herr Leser für meine bisherige Tätigkeit und das japanische Recht interessierte. Er hatte den konkreten Plan, im Rahmen des Aufbaus eines Japan-Zentrums der Universität Marburg auch eine Professur für Japanisches Recht einzurichten. Das war 1988, für eine Übergangszeit wurden dann zunächst japanische Kollegen befristet als Lehrbeauftragte/Gastdozenten zu diesem Zweck nach Marburg berufen.

Als 1989 dann an der FernUniversität in Hagen aufgrund des konkreten Engagements von Prof. Eisenhardt der Studien- und Forschungsschwerpunkt Japanisches Recht an der FernUniversität in Hagen eingerichtet und ein Jahr später das erste Kompaktseminar für die Teilnehmer des entsprechenden Weiterbildungsstudiums abgehalten werden konnte, erklärte sich Herr Leser spontan bereits, bei der Durchführung dieses Seminars aktiv mitzuwirken. Daraus entwickelte sich dann eine jährlich sich wiederholende Gewohnheit, die sich zu einer intensiven Zusammenarbeit bei diversen Aktivitäten in Bezug auf das japanische Recht entwickelte. So erklärte er sich bereit, sowohl meine Dissertation als auch Habilitation mit zu betreuen und die entsprechenden Gutachten zu schreiben, wirkte an diversen rechtsvergleichenden Symposien in Japan und Deutschland ebenso mit, wie bei der Herausgabe der Übersetzung und Kommentierung japanischer höchstrichterlicher Rechtsprechung.

Insgesamt ergab sich so über die Jahre eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit und Beziehung, die wir alle in Hagen schon bald als normal und selbstverständlich empfanden. Bei gelegentlichen Besuchen in Marburg konnten wir immer die warme und herzliche Gastfreundschaft des Ehepaars Lesers genießen und bei anregenden Gesprächen Konzepte zur weiteren Vermittlungen von Kenntnissen zum japanischen Recht diskutieren.

Nach der Emeritierung gingen Lesers nach Konstanz zurück, beide haben dort familiäre Wurzeln. Der persönliche Kontakt beschränkte sich dann zwar im Wesentlichen auf Briefwechsel und Telefonate, bei denen Herr Leser aber immer ein sehr konkretes Interesse an der Entwicklung der Dinge, sowohl in Deutschland wie in Japan zeigte.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Hans-Peter Marutschke

Ankündigung: Kompaktseminare "Business and Law in Japan"

Seit Oktober 2014 wird am Institut für Japanisches Recht ein neues Programm vorbereitet, in dem voraussichtlich ab Herbst 2015 in unregelmäßigen Abständen Kompaktseminare für Praktiker abgehalten werden. Ziel dieser Seminare ist es, bei unternehmerischer Tätigkeit in oder mit Japan auf den Zusammenhang wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte hinzuweisen und so auch die Interdependenz zwischen Wirtschaftswissenschaft und Rechtswissenschaft zu verdeutlichen.

Für die Vorbereitungsphase konnten hierfür folgende Personen als Lehrbeauftragte gewonnen werden: Herr RA Prof. Hiroshi Sakata (Kyoto; Intellectual Property Law), Prof. Masaru Hayakawa (Doshisha University Law School, Gesellschaftsrecht) und Dr. David Marutschke (Consultant, J.D. Power Asia Pacific Inc., Tokyo (McGraw Hill Financial Group)). Die Seminar werden teilweise auch in englischer Sprache stattfinden. Voraussichtlich Mitte November. Konkrete Termine werden noch bekannt gegeben.

    FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Institut für Japanrecht, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-2578, E-Mail: Japan.Recht@fernuni-hagen.de